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Grube M  
Geschlechtsspezifische Einflüsse auf die Kooperationsfähigkeit von stationär behandelten Karzinompatienten

Blickpunkt der Mann 2009; 7 (2): 15-21

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Abb. 1: TERS



Keywords: genderOnkologiePsychiatriePsychotherapie

Teilweise im Gegensatz zu Ergebnissen bei psychiatrischen Patienten legen Überlebenszeiträume, Sterberaten, Teilnahme an Vor- und Nachsorgeuntersuchungen sowie Verarbeitungsstile bei Krebserkrankten einen Geschlechtsunterschied bezüglich der Therapiekooperation zugunsten von Frauen nahe. Aufgrund dieses Zusammenhangs untersuchten wir psychiatrischpsychotherapeutisch konsiliarisch in einer in zahlreichen Variablen parallelisierten Gruppe von stationär onkologisch behandelten Patienten mit geschlechtsunabhängigen Karzinomen Kooperationsfähigkeit und Behandlungsabbruchraten von Frauen im Vergleich zu Männern. Möglichst viele Patienten wurden von den onkologisch tätigen Ärzten zur konsiliarisch psychiatrisch-psychotherapeutischen Untersuchung angemeldet. Es stellte sich heraus, dass Männer eine größere Rate von Behandlungsabbrüchen und eine geringere Kooperationsfähigkeit – operationalisiert mit dem Summenscore der Transplant Evaluation Rating Scale (TERS) – aufwiesen als Frauen. Darüber hinaus gestattete die Kooperationsfähigkeit eine gute Vorhersage späterer Behandlungsabbrüche. Eingeschränkt wird die Generalisierbarkeit der Ergebnisse durch die hochselegierte untersuchte Gruppe. Eine weitere methodologische Einschränkung stellt die Anwendung der Transplant Evaluation Rating Scale dar, da diese Skala nicht primär für die Anwendung bei Karzinomerkrankten entwickelt wurde.
 
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