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Kathrein H, Seitz K  
Kolon-Divertikulitis: Diagnostik und sonographisch gesteuerte Therapie

Journal für Gastroenterologische und Hepatologische Erkrankungen 2009; 7 (2): 13-18

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Abb. 1: Blande Divertikel Abb. 2: Divertikulitis Abb. 3: Divertikulitis - Peridivertikulitis Abb. 4a-b: Abszess Abb. 5: Reverberationsecho



Keywords: DivertikulitisKolonTherapie

Sonographisch kann man blande Kolondivertikel bei ca. 60 % der Divertikelträger als verschieden große Strukturen außen an der Kolonwand mit echogenem oder echoarmem Inhalt nachweisen. Die chronische Divertikelkrankheit erkennt man an einer kurz- bis mittelstreckigen Wandverdickung mit Lumeneinengung und randständigen Divertikeln, meist im Bereich des Colon descendens und des Sigmas. Bei der Divertikulitis mit Peridivertikulitis umschließt die leicht erkennbare entzündliche Fettgewebsreaktion als breiter echogener Saum die Divertikel, entzündliches Exsudat tritt als echoarme, netzförmige Struktur hinzu. Die Kolonwand ist verdickt, das Lumen enggestellt, meist sind mehrere Divertikel erkennbar. Immer besteht ein lokaler Druckschmerz. Auch die Komplikationen der Erkrankung wie Abszesse, Fistelbildungen, Makroperforation und Obstruktion bzw. Ileus sind sonographisch gut darstellbar. Sensitivität und Spezifität der Sonographie bei der Diagnose der akuten Divertikulitis/Peridivertikulitis und ihrer Komplikationen werden in mehreren Studien mit > 90 % angegeben und liegen damit im Bereich der Mehrschicht-CT. Damit ist die Sonographie ein exzellentes Verfahren zur Diagnose der Divertikulitis und ihrer Komplikationen und sollte daher als erstes bildgebendes Verfahren eingesetzt werden. Die hohe Treffsicherheit und die methodischen Vorteile (jederzeit verfügbar, wiederholbar, keine Strahlenbelastung, kostengünstig) erlauben sowohl eine genaue Diagnostik als auch eine am Ultraschallbefund orientierte Therapiesteuerung oder gezielte Intervention. Bei sonographisch unzureichender Darstellung der relevanten Strukturen, oder wenn die sonographischen Befunde nicht zur Klinik passen, ist die Mehrschicht-CT indiziert. Sie füllt diagnostische Lücken der Sonographie aus und gilt als weniger untersucherabhängig.
 
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