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Zweiker R et al.  
Carvedilol and Hydrochlorothiazide in Hypertensives with Metabolic Disorder: Not Always Bad News - An Austrian Survey

Journal für Hypertonie - Austrian Journal of Hypertension 2009; 13 (2): 22-26

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Abb. 1a: Blood pressure Abb. 1b: Pulse pressure Abb. 3: HbA1c Abb. 3: Cardiovascular Risk



Keywords: CarvedilolHydrochlorothiazidHypertonieStoffwechselstörungStudieÖsterreichAustriahypertensionmetabolic disordersurvey

Carvedilol und Hydrochlorothiazid bei Hypertonikern mit Stoffwechselstörung: Perspektive für eine differenzierte Betrachtungsweise? Einleitung: Nach den derzeit gültigen Richtlinien für die Behandlung der Hypertonie gelten Betablocker nicht mehr als Therapie der ersten Wahl, vor allem, wenn die Hypertonie mit Diabetes mellitus und/oder Dyslipidämie vergesellschaftet ist. Betablocker der dritten Generation wie Carvedilol weisen jedoch positive metabolische Effekte auf. Diese Untersuchung wurde durchgeführt, um die Effekte von Carvedilol in Kombination mit einem Thiazid-Diuretikum (TD) in einem großen Kollektiv österreichischer Hypertoniker mit Diabetes mellitus II und/oder Dyslipidämie zu untersuchen. Methoden: In 427 Zentren wurden 2163 hypertensive Patienten (52 % Männer) in eine Praxisstudie rekrutiert [mean ± SD]: Alter 64 ± 11 Jahre, BMI 29 ± 4 kg/m2, Bauchumfang: 97 ± 13 cm (Frauen), 105 ± 11 cm (Männer). Visiten wurden alle 3 Monate durchgeführt. Blutdruck (BD), Lipidparameter, Bauchumfang und HbA1c wurden gemessen und das kardiovaskuläre Risiko mittels New Zealand Risk Score ermittelt (MACCERate innerhalb von 5 Jahren). Ergebnisse: Zu Studienbeginn zeigten sich folgende Basiswerte: Blutdruck 163 ± 16/94 ± 9 mmHg, Herzfrequenz 73 ± 11 bpm, Gesamtcholesterin 229 ± 44, LDL-Cholesterin 137 ± 39, HDLCholesterin 52 ± 17, Triglyzeride 196 ± 96 mg/dl und HbA1c 7,1 ± 1,1 %. Nach einer Behandlungsdauer von 12 Monaten zeigte sich eine Reduktion des systolischen BD um 27 ± 16 (p < 0,01) und des diastolischen BD um 14 ± 9 mmHg (p < 0,01). Die metabolischen Parameter verbesserten sich ebenfalls signifikant: Cholesterin –25 ± 35 mg/dl, LDL –17 ± 30 mg/dl, HDL +3 ± 10 mg/dl, Triglyzeride –31 ± 75 mg/dl und HbA1c –0,5 ± 0,8 (alle p < 0,01). Auch das errechnete kardiovaskuläre Risiko reduzierte sich signifikant von 4,7 ± 1,5 auf 4,0 ± 1,1 % (–13 %). Schlussfolgerung: Diese Praxisstudie mit Beobachtungscharakter belegt die Auswirkungen der Therapie mit Carvedilol in einem großen Patientenkollektiv mit Stoffwechselstörungen. Die Ergebnisse belegen, dass eine Therapie mit Carvedilol, einem Betablocker der dritten Generation mit vasodilatierenden Eigenschaften die metabolische Situation nicht ungünstig beeinflusst, selbst wenn sie mit niedrigen Dosen eines Diuretikums kombiniert wird.
 
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