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Bersinger NA et al.  
Serum-Mediane von Placentaprotein-Markern: Relevanz der Unterschiede zwischen spontanen und nach in-vitro-Fertilisationen eingetretenen Schwangerschaften für das fetale Trisomie-Screening

Journal für Fertilität und Reproduktion 2001; 11 (3) (Ausgabe für Schweiz): 12-17
Journal für Fertilität und Reproduktion 2001; 11 (3) (Ausgabe für Österreich): 7-13

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Keywords: Down-SyndromFertilitätIn-vitro-FertilisationPAPPPlacentaproteinmarkerTrisomie 21

Die Trisomie 21 (Down-Syndrom) ist die häufigste fetale Chromosomenstörung; trotzdem würden durch die ausschließlich durch das maternale Alter indizierte Amniozentese nur ein Drittel der Fälle entdeckt. Serumscreening-Methoden, die ab der 15. Woche durchgeführt werden können, haben die Detektionsrate auf 60-65 % erhöht, und in neuerer Zeit hat sich gezeigt, daß es möglich ist, ein solches Screening mit anderen Markern auch im ersten Trimester durchzuführen. Die Serumwerte dieser Marker sind abhängig vom Gestationsalter, dies bedingt die Verfügbarkeit von breit abgestützten Kontrollmedianen sowie eine präzise Datierung der Schwangerschaft. Die Serum-HCG-Werte scheinen aber bei IVF-Schwangerschaften erhöht zu sein, was zu falsch-positiven Screening-Resultaten führt. Ziel dieser Studie ist es, zu untersuchen, ob sich im neuen Erst-Trimester-Screening die Markerkonzentrationen nach IVF ebenfalls von den spontan eingetretenen Schwangerschaften unterscheiden. Wir verglichen 24 nach ovarieller Stimulation und IVF erhaltene Schwangerschaften mit 6 Transfers aufgetauter Embryonen in unstimulierten Zyklen und 63 spontan eingetretenen Schwangerschaften als Kontrollen gleichen maternellen und gestationellen Alters. Zwischen 6 und 16 Schwangerschaftswochen wurde ein Serum auf verschiedene plazentäre Markerproteine mittels immunometrischen Assay-Methoden untersucht. Pregnancy-associated plasma protein A (PAPP-A), der wichtigste Analyt im Ersttrimester-Screening, war nach IVF-Behandlung mit Median-Multiplen (MoM) zwischen 0.23 und 3.58 (logarithmischer Mittelwert 0.743) ab der 9. Gestationswoche erniedrigt. Bei Schwangerschaften mit kryokonservierten Embryonen lag dieser Wert bei 1.08. Vor 12 Schwangerschaftswochen war der Unterschied der PAPP-A-Werte zwischen stimulierten (IVF) und unstimulierten Schwangerschaften signifikant; dies war nach der 12. Woche nicht mehr der Fall aber der Trend blieb bestehen. IVF-Schwangerschaften werden also im Down-Syndrom-Screening auch im ersten Trimester erhöhte Frequenzen falsch-positiver Resultate zeigen. Daher ist es notwendig, separate Normmediane für diese Bedingungen (ovarielle Stimulation) aufzustellen, um das Screening auch den IVF-Patientinnen anbieten zu können.
 
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