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Rosenbusch B et al.  
Zytogenetische Analyse abnorm befruchteter Eizellen mit drei Vorkernen und einem Polkörper nach intrazytoplasmatischer Spermieninjektion (ICSI)

Journal für Fertilität und Reproduktion 2001; 11 (3) (Ausgabe für Schweiz): 23-27
Journal für Fertilität und Reproduktion 2001; 11 (3) (Ausgabe für Österreich): 32-36

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Keywords: FertilitätICSIIntrazytoplasmatische SpermieninjektionTriploidieVorkernbildung

Nach ICSI entwickeln einige Eizellen drei Vorkerne, während sie weiterhin nur einen (= den ersten) Polkörper aufweisen. Der zusätzliche Vorkern resultiert offensichtlich aus der Nicht-Ausstoßung des zweiten Polkörpers. Wir begannen mit einer zytogenetischen Analyse dieser abnorm befruchteten Eizellen, um Einblick in ihre chromosomale Konstitution zu gewinnen. Von 31 fixierten Zygoten waren 8 nicht auswertbar. In 5 Zellen konnte nur ein Chromosomensatz karyotypiert werden (4 x 23,X bzw. 1 x 23,Y). Achtzehn Zygoten wurden vollständig analysiert. Die vorgefundenen zytogenetischen Anomalien umfassen numerische (n = 3, 16,7%) und strukturelle Chromosomenaberrationen (n = 4, 22,2%), eine Kombination numerischer und struktureller Anomalien (n = 1, 5,6%) sowie einen Fall (5,6%) mit irregulärer Segregation der Chromatiden zwischen den beiden mütterlichen Vorkernen. Das Verhältnis der Geschlechtschromosomen XXX:XXY war 7:11. Wir folgern, daß Eizellen mit mehreren Vorkernen eine wissenschaftliche Basis darstellen, um das Vorkommen zytogenetischer Anomalien im frühesten Stadium der Befruchtung zu untersuchen und Rückschlüsse auf deren möglichen Ursprung zu ziehen. Neben chromosomalen Aberrationen, welche durch die beteiligten Keimzellen übertragen werden, stellt sich die irreguläre Segregation der Chromatiden als neues Phänomen dar. Diese gesondert zu betrachtende Anomalie hängt möglicherweise mit der Technik der Spermieninjektion zusammen.
 
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