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Adamowitsch M et al.  
Drop-outs und ihre Gründe für den Abbruch im Rahmen eines Public Health Programms zur Gewichtsreduktion

Journal für Ernährungsmedizin 2009; 11 (1): 21

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Keywords: AdipositasErnährungsmedizinGewichtsreduktionPublic Health

Theoretischer Hintergrund: Die starke Verbreitung von Übergewicht, Adipositas sowie deren Folgeerscheinungen nimmt in der westlichen Welt trotz jahrelanger Kampagnen und vielfältiger Interventionen weiter zu. Damit steigen auch die Kosten für das Gesundheitssystem und so sprechen Experten mittlerweile von einem europäischen Public-Health-Problem. In einem langjährig erprobten Gewichtsreduktionsprogramm, „Schlank ohne Diät“ (SOD), werden aktuelle Public- Health-Erkenntnisse in die Praxis umgesetzt und die Evaluation belegt den Erfolg dieses Konzepts. Kursabbrecher wurden bisher aber von den Nachuntersuchungen ausgeschlossen, daher war es das Ziel dieser Erhebung, dieses häufig vernachlässigte Kollektiv und seine Gründe für die Programmbeendigung näher zu untersuchen. Mögliche organisatorische, verfahrenstechnische und inhaltliche Problemfelder sollten aufgedeckt und Wege zur Programmoptimierung abgeleitet werden. Methode: Als Drop-outs bzw. Abbrecher werden all jene 202 Personen (von insgesamt 1817) bezeichnet, die an maximal einer der fünf SOD-Gruppensitzungen der Kurse zwischen März 2005 und Juli 2006 teilgenommen haben. Als Erhebungsinstrument wurde ein schriftlicher Fragebogen erstellt und an dieses Kollektiv versendet. Insgesamt konnten davon 50 Bögen statistisch ausgewertet werden. Ergebnisse: Die berechnete SOD-Abbruchrate beträgt 11,1 %. Einem Großteil der Kursabbrecher (48 %) war der mit der Programmdurchführung verbundene Aufwand (Protokollieren, Kalorien-Berechnen) zu groß, und je 40 % nannten als (zusätzlichen) Abbruch-Grund entweder Zeitmangel oder unerfüllte Erwartungen. Schlussfolgerung: Im Vergleich mit anderen Gewichtsreduktionsprogrammen zeigt sich, dass die Drop-out-Rate bei SOD bereits sehr gering ist. Dennoch lassen sich von den Ergebnissen der Erhebung einige Anregungen für die inhaltliche Gestaltung der ersten Kurseinheit, eventuell auch schon für die Auftaktveranstaltung ableiten.
 
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