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Adipositas und die Entzündung des Fettgewebes

Journal für Klinische Endokrinologie und Stoffwechsel - Austrian Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism 2009; 2 (3): 17-21

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Abb. 1: Fettgewebsentzündung



Keywords: EndokrinologieEntzündungFettgewebeStoffwechsel

Adipositas geht mit einer systemischen Entzündungsreaktion einher. Eine Reihe von epidemiologischen Studien hat nachgewiesen, dass erhöhte zirkulierende Entzündungsmarker wie das hoch-sensitiv gemessene C-reaktive Protein (hsCRP) wesentlich zur Insulinresistenz sowie zur Entwicklung von Diabetes mellitus Typ 2 und kardiovaskulären Erkrankungen beitragen. Die systemische Entzündungsreaktion bei Adipositas nimmt ihren Ausgang in erster Linie vom Fettgewebe. Dort kommt es zur Infiltration mit Entzündungszellen, wobei Makrophagen im Vordergrund stehen, aber auch T-Lymphozyten nachgewiesen wurden. Entzündungszellen werden durch Chemokine in das Fettgewebe gelockt. Als Auslöser der Fettgewebsentzündung werden derzeit veränderte Nährstoffflüsse im endoplasmatischen Retikulum der Adipozyten, die zu einer Stressreaktion führen, oxidativer Stress und Hypoxie diskutiert. Eine enge Interaktion von Entzündungszellen und Adipozyten ist für die verminderte Insulinwirkung im Fettgewebe von großer Bedeutung. Durch die Freisetzung inflammatorischer Zytokine wird die Fettgewebsentzündung auch systemisch wirksam. Neue Therapiestrategien, die sich spezifisch gegen die Entzündungsreaktion bei Adipositas richten, könnten wesentlich zur Verringerung der Morbidität adipöser Patienten beitragen.
 
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