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Moser G  
Reizdarmsyndrom und Psychosomatik

Journal für Ernährungsmedizin 2009; 11 (2): 18

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Keywords: ErnährungsmedizinHirn-Darm-AchsePsychosomatikReizdarmsyndromviszerale Hypersensitivität

Das Reizdarmsyndrom (RDS) zählt zu den funktionellen gastrointestinalen Störungen (FGIS), welche in den letzten Jahrzehnten intensiv beforscht wurden. Bei dieser sehr häufigen Diagnose in der Gastroenterologie ist das Zusammenwirken somatischer, psychischer und sozialer Komponenten bei der Entstehung und im Verlauf des Beschwerdebildes besonders zu beachten. Typisch für das RDS sind abdominelle Beschwerden, Stuhlunregelmäßigkeiten, sowie das Fehlen von organpathologischen Befunden, die die Beschwerden ausreichend erklären könnten. Viele Betroffene suchen wiederholt Hilfe bei gastroenterologischen Spezialisten oder Institutionen. Da dieses Beschwerdebild sehr beeinträchtigend und für einen Teil der Betroffenen auch sehr beängstigend ist, weisen diese auch häufiger (in Spezialzentren über 60 %) psychische Störungen auf. Der Anteil von PatientInnen mit irgendeiner Form von psychischer Stressbelastung oder Traumatisierung (psychisch, physisch oder sexuell) in der Anamnese ist größer als bei anderen „organischen“ Erkrankungen. Wenn die Beschwerden nicht ausreichend erklärt und behandelt werden, führt dies häufig zur Erhöhung des Leidensdrucks und zu einer weiteren „Hilfesuche“ bei den Betroffenen. Dies hat auch gesundheitsökonomische Konsequenzen mit Kostensteigerungen. Die Integration psychosozialer Faktoren im diagnostischen Prozess und eine psychosomatische Betreuung der RDS-PatientInnen sind daher besonders wichtig.
 
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