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Zweiker R et al.  
Antihypertensive Therapie bei "noch normalen" Blutdruckwerten?

Journal für Hypertonie - Austrian Journal of Hypertension 2009; 13 (4): 22-25

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Keywords: BlutdruckzielwertHypertonie

Blutdruckgrenzwerte (> 140/90 mmHg) zur Einleitung einer antihypertensiven Therapie sind arbiträr gewählt. Das Risiko für eine erhöhte Inzidenz von Blutdruckfolgekrankheiten ist bei einem Blutdruck von 139/89 nur unwesentlich niedriger als bei 141/91 mmHg. Eine Therapieentscheidung muss daher von anderen Parametern wie dem begleitenden kardiovaskulären Risikoprofil und eventuell bestehenden Folgekrankheiten abhängig gemacht werden. Die Evidenz für eine Therapie mit Antihypertensiva bei noch normalen Blutdruckwerten ist allerdings spärlich. Am ehesten profitieren Patienten mit einer koronaren Herzkrankheit, einem Zustand nach zerebrovaskulärem Insult oder mit einem Diabetes mellitus davon. Möglicherweise kann die Entstehung einer manifesten Hypertonie durch eine antihypertensive Therapie etwas verzögert werden. Unbedingt erforderlich sind jedoch zusätzliche Informationen über die Blutdruckbelastung des einzelnen Patienten, wie sie z. B. über das ambulante Blutdruckmonitoring erhältlich sind.
 
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