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Gruber ChJ et al.  
Orale Kontrazeptiva: Hohe Sicherheit unter Berücksichtigung diverser Wechselwirkungen

Speculum - Zeitschrift für Gynäkologie und Geburtshilfe 2001; 19 (3) (Ausgabe für Schweiz): 23-23
Speculum - Zeitschrift für Gynäkologie und Geburtshilfe 2001; 19 (3) (Ausgabe für Österreich): 23-26

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Keywords: ArzneimittelinteraktionGynäkologieKontrazeptionoralSpeculumWechselwirkungen

Die Anfänge der Kontrazeption und Familienplanung reichen fast bis an die Anfänge der Menschheitsgeschichte zurück. Viele altertümliche, medizinische Dokumente geben uns über die Entwicklung der Kontrazeption Auskunft. Von einem gewissen Zeitpunkt an hatte man herausgefunden, daß die Ejakulation des Mannes in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Zeugen von Kindern stand. Daher beschränkte sich die Kontrazeption auf Maßnahmen, die verhinderten, daß das Ejakulat weiter in die Vagina vordringen konnte. Die allerersten Aufzeichnungen über Pessare findet man im alten Ägypten im Jahre 1850 a.C. Sie wurden aus dem Kot von Elefanten oder Krokodilen hergestellt, vermischt mit Honig, Teebaumöl und Schwefel. Es ist erstaunlich, wieviele dieser Methoden doch einen biologischen Sinn gemacht haben. Ein solches Beispiel wäre die Einführung einer halben Zitrone in die obere Vagina, um die Zervix zu bedecken. Es handelt sich dabei nicht nur um eine Barriere, sondern heute ist bekannt, daß die Zitronensäure spermizid wirkt. Auch die Geschichte der Kondome reicht schon sehr weit zurück. Man verwendete Harnblasen von verschiedensten Tieren oder auch das Caecum von Schafen. Viele kontrazeptive Versuche endeten jedoch tragisch, wie das Schlucken von Arsen, Blei oder Strychnin oder die Anwendung von Gewalt auf das Abdomen der Frauen, um das Kind und alle Organe, die für die Schwangerschaft nötig sind, zu zerstören. In der modernen Zeit hat das ständig akkumulierende Wissen über die Funktion des männlichen und weiblichen Genitaltraktes, sowie das zunehmende Verständnis der molekularen und physiologischen Mechanismen des weiblichen Zyklus dazu geführt, sehr verträgliche und effiziente Formen der Kontrazeption zu entwickeln. Den größten Beitrag hierbei leistete wohl Carl Djerassi, der "Erfinder" der Antibabypille.
 
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