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Schreiber F, Rosen H  
Behandlung der gastroösophagealen Refluxerkrankung (GERD) in Österreich: Das LIFE-Beobachtungsprogramm

Journal für Gastroenterologische und Hepatologische Erkrankungen 2009; 7 (4): 18-24

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Abb. 1: GERD



Keywords: Gastroenterologie

Die gastroösophageale Refluxerkrankung (GERD) ist eine chronische Erkrankung, die eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität zur Folge hat. Ziel des „LIFE“-Programms war es, die Beeinträchtigung von Refluxpatienten durch ihre Symptome aufzuzeigen und zu untersuchen, inwieweit eine säuresuppressive Therapie die Symptomatik verbessern kann. Methodik: Das „LIFE“-Programm ist eine Anwendungsbeobachtung nach dem österreichischen Arzneimittelgesetz §2a (3). Dies entspricht einer prospektiven, offenen, multizentrischen, nichtinterventionellen Studie. Das Beobachtungsprogramm, an dem sich 85 Zentren beteiligten, umfasste 632 Patienten mit neu aufgetretenen, typischen Refluxsymptomen und bestand aus Einschlussuntersuchung (Visite 1), Zwischenuntersuchung nach 2–3 Wochen (Visite 2) und Abschlussuntersuchung nach ca. 6–8 Wochen (Visite 3). Die Beurteilung der Symptomatik erfolgte mittels GERD Impact Scale (GIS). Die Therapie umfasste fast ausschließlich Protonenpumpenhemmer (PPI), zumeist Esomeprazol (95,1 %), sowie in geringem Maße H2-Rezeptorantagonisten (< 1 %). Die Therapie, die vor Einschluss in die Anwendungsbeobachtung initiiert worden war, konnte frei gewählt und modifiziert werden. Ergebnisse: Der mittels GIS erhobene sehr hohe Patientenanteil von 92,6 % des Gesamtkollektivs (n = 632) mit mäßiger bis sehr schlechter Säurekontrolle konnte über den Beobachtungszeitraum signifikant auf 5,4 % gesenkt werden (p < 0,001). Unter Esomeprazol (n = 601) fand sich bei Visite 2 eine signifikante Verbesserung der Säurekontrolle gegenüber der Einschlussuntersuchung (p < 0,05; 66,7 vs. 7,2 % sehr gut/gut; 12,3 vs. 74,5 % schlecht/sehr schlecht; mäßig 21,0 vs. 18,3%), die bis zur Abschlussuntersuchung noch weiter optimiert werden konnte (p < 0,05 vs. Zwischenuntersuchung, p < 0,001 vs. Einschlussuntersuchung): Bei nahezu 95 % der Patienten unter Esomeprazol zeigte sich eine sehr gute bis gute Säurekontrolle, ein mäßiges Ergebnis war nur mehr bei 3,5% zu verzeichnen, der Anteil jener mit schlechter Säurekontrolle konnte auf 1,7 % vermindert werden. Bei 4 Patienten wurden Nebenwirkungen dokumentiert, wobei keine davon als schwerwiegend einzustufen war. Schlussfolgerung: Die Behandlung mit PPIs stellt eine effektive und gut verträgliche therapeutische Strategie zur Säuresuppression im Rahmen säurebedingter Refluxerkrankungen dar.
 
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