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Luzuy F  
Menopause und Gerinnungsstörungen

Journal für Menopause 2001; 8 (3) (Ausgabe für Deutschland): 26-29
Journal für Menopause 2001; 8 (3) (Ausgabe für Österreich): 26-29
Journal für Menopause 2001; 8 (Sonderheft 1) (Ausgabe für Deutschland): 17-20

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Keywords: GerinnungsstörungMenopauseThrombose

Östrogene haben aufgrund ihrer Eigenschaft, das Fibrinogen und die Faktoren VII und X zu steigern sowie das Antithrombin III zu senken, einen thrombosefördernden Effekt. Die im Rahmen einer HRT (Hormonersatztherapie) in Verbindung mit dem Östrogen verabreichten Gestagene haben nur eine geringe Wirkung auf die Koagulation, sie könnten allerdings einen eventuellen Venenstau begünstigen, weil sie die Ausdehnbarkeit der Venen erhöhen. Obwohl das Risiko einer Venenthrombose bei Frauen mit Hormonersatztherapie gegenüber den Nichtanwenderinnen um das Dreifache erhöht ist, bleibt dieses Risiko immer noch in einem niedrigen Bereich (ein neuer Fall auf 5000 Anwenderinnen/Jahr). Das Risiko einer Lungenembolie wäre damit um das Zweifache erhöht. Mit der Gabe höher dosierter Östrogenpräparate gepaart mit einer Protein-C-Resistenz erhöht sich das Risiko. Eine derartige Resistenz bzw. ein Protein-C-Mangel oder ein Antithrombinmangel stellen für die Hormonersatztherapie eine Kontraindikation dar. Bei mechanisch bedingten thromboembolischen Ereignissen in der Vorgeschichte gibt man einem niedriger dosierten Präparat, das zudem eine transdermale Verabreichung zuläßt, den Vorzug.
 
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