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Schneidereit R et al.  
Niedrig dosiertes Estradiolvalerat sequentiell kombiniert mit Norethisteron - neues Therapieprinzip für die Peri- und frühe Postmenopause

Journal für Menopause 2001; 8 (3) (Ausgabe für Schweiz): 38-44
Journal für Menopause 2001; 8 (3) (Ausgabe für Deutschland): 41-47

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Keywords: EstradiolvaleratMenopauseMericombNorethisteron

In der Peri- und frühen Postmenopause erscheint eine gestagenbetonte Therapie mit einem am Endome- trium besonders effektiven Gestagen für die Mehrzahl der Patientinnen sehr sinnvoll, da in dieser Phase noch ovarielles Estrogen produziert wird und - neben der Therapie der Wechseljahresbeschwerden - vor allem auch eine Zyklusstabilisierung gewünscht wird. Durch die Reduzierung der Estradioldosierung können estrogenbedingte Nebenwirkungen vermindert werden, bei ausreichender Wirksamkeit gegenüber klimakterischen Beschwerden. An einem Kollektiv von 3602 Patientinnen wurden im Rahmen einer Anwendungsbeobachtung über drei Monate mit Estradiolvalerat 1 mg/die, sequentiell kombiniert mit Norethisteron 1 mg/die über 12 Tage, die für die Compliance wichtigsten Parameter wie Blutungsverhalten, Nebenwirkungen, Wirksamkeit und Akzeptanz untersucht. Eine Zyklusstabilisierung konnte innerhalb dieses Zeitraums anhand einer signifikanten Abnahme von irregulären Blutungen von 14 % im ersten Zyklus auf 4 % der Patientinnen im 3. Zyklus beobachtet werden, bei gleichzeitig regulären Entzugsblutungen bei über 90 % der Patientinnen. Dies weißt auf eine sehr gute Zyklusstabilisierung hin. Die häufigsten Nebenwirkungen waren Brustspannen und Kopfschmerzen. Die allgemeine Verträglichkeit wurde von nahezu 95 % der Ärzte und Patientinnen als gut oder sehr gut beurteilt. Innerhalb der drei Monate wurden Hitzewallungen bei ca. 50 % der Frauen vollständig beseitigt. Weitere Beschwerden, wie Schlafstörungen, depressive Verstimmungen, Nervosität und urogenitale Beschwerden, konnten signifikant gebessert werden. Allgemein wurde die Wirksamkeit von über 90 % der Patientinnen und Ärzte als gut oder sehr gut eingestuft. Die hohe Akzeptanz für diese niedrig dosierte Therapie mit Estradiol - dem körpereigenen Estrogen der Frau - zeigt sich an dem Wunsch von 90 % der Patientinnen, diese Therapie fortzuführen.
 
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