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Roithinger FX et al.  
Nichtpharmakologische Therapie des Vorhofflimmerns

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2001; 8 (10): 390-398

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Keywords: ChirurgieDefibrillatorHerzschrittmacherKardiologieKatheterablationRhythmologieVorhofflimmern

Die medikamentöse Therapie für Vorhofflimmern ist über weite Strecken palliativ und aufgrund der teils fehlenden Effizienz sowie der Nebenwirkungen der Antiarrhythmika häufig unbefriedigend. In den letzten Jahren fanden daher zunehmend nichtpharmakologische Maßnahmen Eingang in die Therapie. Durch konventionelle Schrittmachertherapie sowie zuletzt präventive Stimulationsalgorithmen oder die biatriale Stimulation können vor allem Patienten mit Bradykardie-Tachykardie-Syndrom symptomatisch gebessert werden. Die atriale Defibrillation ist eine invasive, symptomatische Therapie für Patienten mit seltenen, persistierenden Episoden von Vorhofflimmern. Die Rhythmuschirurgie im Sinne der Maze-Operation ist eine invasive, aber effektive Therapie auch für Patienten mit chronischem Vorhofflimmern und hat den Weg bereitet für die Katheterablation. Durch lange, kontinuierliche biatriale Läsionen mittels Hochfrequenzstromablation kann eine effektive Modifikation des Substrates bei Patienten mit paroxysmalem Vorhofflimmern erreicht werden, die alleinige rechtsatriale Ablation ist in der Mehrzahl der Patienten ineffektiv. Die fokale Ablation im Bereich der Pulmonalvenen kann bei selektionierten Patienten mit einer Erfolgsaussicht deutlich über 50 % eine Unterdrückung der atrialen Extrasystolen herbeiführen, die Vorhofflimmern triggern, was meist Rezidivfreiheit bedeutet. Zusätzliche nichtpharmakologische Maßnahmen können bei selektionierten Patienten mit Vorhofflimmern eine effektivere Palliation bewirken, zunehmend auch eine völlige Suppression der Arrhythmie ohne Notwendigkeit einer medikamentösen Prophylaxe. Um diese Ergebnisse auf die Mehrzahl der Patienten auszudehnen, sind ein besseres Verständnis der Initiierung und Aufrechterhaltung von Vorhofflimmern sowie Verbesserungen der Kathetertechnik erforderlich.
 
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