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Höllriegel R et al.  
Interventionelle Therapie der Aortenklappenstenose für alle Patienten?

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2010; 17 (7-8): 280-284

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Abb. 1: Aortenstenose



Keywords: AortenklappeKardiologieProtheseStenose

Die senile, kalzifizierte Aortenklappenstenose ist bei > 70-Jährigen der häufigste Herzklappenfehler in der westlichen Welt. Insbesondere ältere Patienten mit hochgradiger Stenose und verschiedenen Komorbiditäten werden aufgrund einer erhöhten operativen Mortalität nicht dem Goldstandard des operativen Klappenersatzes zugeführt. Für diese Patienten stellt die Entwicklung des perkutanen Klappenersatzes einen Meilenstein in der Therapie der Aortenklappenstenose dar. Die beiden kommerziell verfügbaren Klappensysteme, das CoreValve- ReValving-System (Medtronic, Tolochenaz, Schweiz) und die Edwards SAPIEN-Prothese (Edwards Lifescience Corporation, Irvine, CA), ermöglichen die Implantation einer biologischen Herzklappe von transfemoral und/oder transapikal. Die Daten erster klinischer Studien zeigen, dass die Implantation beider Systeme machbar sowie sicher ist und zu einer signifikanten Verbesserung der hämodynamischen Situation führt. Aufgrund fehlender Langzeiterfahrungen und sehr guter chirurgischer Ergebnisse bei Patienten mit niedrigem Operationsrisiko kommen jedoch derzeit nur Patienten mit erhöhtem perioperativen Risiko für diese Therapie in Frage. Die alleinige Valvuloplastie der Aortenklappe, als weitere Möglichkeit der interventionellen Therapie, wird aktuell nur für hämodynamisch instabile Hochrisikopatienten als Überbrückung bis zur endgültigen operativen Versorgung oder als palliative Maßnahme für inoperable Patienten empfohlen.
 
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