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Summary
Mühlberger V et al.  
Nationales Österreichisches PTCA (= PCI)- und Koronarangiographieregister 2000

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2001; 8 (10): 409-417

Summary   




Keywords: HerzkatheterKardiologieKoronarangiographieMortalitätPCIperkutane koronare Intervention

35.558 diagnostische Koronarangiographien (CA) und 10.469 perkutane transluminale koronare Interventionen (PCI = PTCA) wurden in Österreich während des Jahres 2000 durchgeführt. Die Anzahl der Erwachsenen-Zentren für CA beträgt 31, davon 26 für PCI, entsprechend einer Steigerung von drei, respektive vier Zentren gegen 1999. Beim durchgehenden PCI-Rufbereitschaftsdienst besteht eine Steigerung von 9 auf 14 Zentren. Neun der 26 PCI-Zentren bieten die Herzchirurgie "unter einem Dach", 13 weitere PCI-Zentren eine Anfahrtszeit zur nächsten Herzchirurgie von weniger als 90 Minuten. Das entspricht einer Zunahme der Fallzahlen von 8,2 % bei CA und von 12,9 % bei PCI gegenüber 1999 und einer Zunahme der Steigerungsraten gegenüber 1999 von damals 4,6 % respektive 8,4 %. Das Verhältnis PCI/CA beträgt in den einzelnen Zentren zwischen maximal 55 % bis minimal 10 % mit einer nahezu linearen Verteilung. 77 % der PCI wurden während der CA ausgeführt, eine direkte PCI wegen oder während eines Myokardinfarktes in 11,0 %. Insgesamt 7973 Stents (bei 76 % der PCI-Fälle) wurden implantiert. Der internationale Vergleich zeigt Österreich im Vorderfeld mit 4417 CA und 1300 PTCA pro Million Einwohner. Als Konsequenz aus einer diagnostischen Angiographie resultiert in Österreich in 40 von 100 Fällen eine Revaskularisation, sei es durch PCI oder durch Operation. Die Gesamt-Spitalssterblichkeit nach CA stieg von 1999 bis 2000 von 16 auf 37 Fälle, also auf 0,10 %. Die Gesamt-Spitalssterblichkeit nach PCI betrug 0,66 % (davon waren verstorben: 17 von 658 [2,58 %] der Patienten im Infarkt ohne Schock vor Beginn der PCI und 37 von 106 (34,9 %) der Patienten im Infarkt mit Schock vor PCI), die Rate notfallmäßiger Operationen nach PCI war 0,15 %, während ein Myokardinfarkt (jede Definition) im Herzkatheterlabor als Folge des Eingriffes in 1,5 % berichtet wird. Die Mortalität infolge notfallmäßiger Bypaßoperationen nach fehlgeschlagener PCI schwankt seit 1993 zwischen 3,3 % und 28,6 % und betrug im Jahr 2000 25 % (das sind 4 von 16 Fällen). Es entwickelt sich seit 1998 eine Zunahme des Anteils von Eingriffen unter Verwendung von IIb/IIIa-Rezeptorantagonisten von 14,4 % über 16,7 % auf 22,1 % sowie bei Hilfsmitteln zum Punktionsverschluß von 3,0 % über 16,7 % auf 28,5 % im Jahr 2000. Punktionen am Arm nahmen 1999/2000 von 2,3 % auf 2,1 % ab. Folgende neue Errungenschaften sind 1999/2000 gemeldet worden: Alkoholablation der Septumhypertrophie (n = 9/4), Katheterverschluß von Defekten (Vorhofseptum/Duktus) (n = 24/79), Transmyokardiale Laserrevaskularisation (n = 12/16), PCI-Gerinnsel-Entferner (n = 0/39), Karotisinterventionen (n = 60/61), Brachytherapie (n = 19/59). Es zeigte sich heuer eher eine Zunahme des Anteils der PCI-Ärzte. Die mittlere Fallbelastung für alle 166/170 Ärzte, die diagnostische Koronarangiographien 1999/2000 durchführten, betrug 198/209 Fälle im Jahr. Die 84/104 "PCI-Ärzte" führten durchschnittlich 110/101 Interventionen aus. Das sind 307/308 PCI und 939/912 diagnostische Angiographien pro (entsprechendem) Tisch im Jahr 1999/2000.
 
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