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Meier B  
Evolution und Zukunftsperspektiven der perkutanen Koronarintervention (PCI)

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2010; 17 (7-8): 273-278

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Abb. 1: PCI - Arztbericht



Keywords: KardiologiePCI

Die kathetergestützte Behandlung der Koronaren Herzkrankheit (PCI) hat aus der vorwiegend diagnostischen Disziplin Kardiologie eine halbchirurgische gemacht. Als Geburtsstunde dieser sogenannten interventionellen Kardiologie gilt der 16. September 1977, als in Zürich durch Grüntzig zum ersten Mal ein Herzkranzgefäß aufgeweitet wurde. Dem damals 38-jährigen Patienten geht es auch heute, 33 Jahre später, ausgezeichnet. Zwischenzeitlich ist dieser Eingriff zum wesentlichsten medizinischen Eingriff schlechthin geworden. Man schätzt seine Frequenz global auf 2–3 Millionen pro Jahr. In Österreich werden jährlich über 20.000 solche Eingriffe durchgeführt. Etwa 34 österreichische Zentren bieten diesen Eingriff an. Heute werden solche Eingriffe etwa 2- bis 4- mal mehr durchgeführt als klassische herzchirurgische Bypass-Operationen, welche es seit den 1960er-Jahren gibt. Die zunehmende Frühabklärung der Koronaren Herzkrankheit führt dazu, dass sie meistens im noch wenig fortgeschrittenen Stadium entdeckt wird, welches durch kathetergestützte Behandlung ausreichend therapiert werden kann. Späte Stadien benötigen nach wie vor die offene Herzoperation. In den gut 3 Jahrzehnten ihres Bestehens hat die Koronardilatation mit dem Einsatz des Koronarstents ab 1986 eine wesentliche Verbesserung erfahren. Seit ca. 7 Jahren geben diese Metallgitterchen ein Medikament ab, welches eine überschießende Narbenbildung verhindert und damit die Notwendigkeit für erneute Eingriffe vermindert. Andere Verfahren, mit der Absicht den Ballon zu ersetzen (Laser, Bohrgeräte etc.) haben sich nicht durchgesetzt. Die Koronardilatation bleibt im Sandwich zwischen einer rein medikamentösen Therapie bei leichter Koronarer Herzkrankheit und der chirurgischen Therapie bei fortgeschrittener Koronarer Herzkrankheit. Die jeweiligen Grenzen sind Grauzonen, die nicht von allen Fachleuten gleich gehandhabt werden.
 
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