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Borgo MJ, Sinaki M  
Back Progressive Resistive Exercise Program to Reduce Risk of Vertebral Fractures

Journal für Mineralstoffwechsel & Muskuloskelettale Erkrankungen 2010; 17 (2): 66-71

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Abb. 1: Resistive exercise Abb. 2: Back extensors



Keywords: MineralstoffwechselRehabilitationRückenmuskulaturTraining

Die Axialbelastung der Wirbelsäule kann bei Patienten mit Knochenmasseverlust zu Kompressionsfrakturen führen. Wir berichten über die Wirksamkeit eines progressiven Widerstandstrainings (PRE – „progressive resistive exercise“) der paravertebralen Muskulatur aus der Bauchlage, das zur Stärkung der Rückenmuskulatur mit Rücksicht auf etwaige Rückenschmerzen entworfen wurde. Es wurde eine randomisierte kontrollierte Studie eines PREProgramms durchgeführt, um die Inzidenz an Wirbelfrakturen einige Jahre nach Ende des Übungsprogramms festzustellen. In unserer Studie wurden 67 weiße Frauen im mittleren Alter von 56 Jahren (range: 49–65 Jahre) randomisiert der Kontroll- (n = 33) oder der Übungsgruppe (n = 34) zugeteilt. Die Teilnehmerinnen wurden hinsichtlich der korrekten dynamischen und statischen Körperhaltung geschult. Alle Teilnehmerinnen wurden mittels biplanarem Röntgen der thorakalen und lumbalen Wirbelsäule zur Diagnose etwaiger Wirbelfrakturen zu Studienbeginn, nach 2 und nach 10 Jahren untersucht. Aktivitätslevel und Rückenstreckkraft (BES – „back extensor strength“) wurden über 2 Jahre monatlich evaluiert. Die Übungsgruppe führte ein Trainingsprogramm aus der Bauchlage gegen gemessenen und progressiv ansteigenden Widerstand 4×/Woche mit einer Übungseinheit täglich durch, wohingegen die Kontrollgruppe kein Trainingsprogramm ausübte. Die isometrische Stärke der Rückenstreckmuskulatur wurde mit einem speziellen Rückendynamometer gemessen. Die Kräftigungsübungen wurden mit 30 % der Maximalkraft empfohlen. Nach 6 Monaten wies die Übungsgruppe eine beinahe 2-fach höhere BES (durchschnittl. 18,5 kg) wie die Kontrollgruppe (durchschnittl. 9,5 kg; p < 0,001) auf. Acht Jahre nach Beendigung des Trainingsprogramms wurden BES, Knochenmineraldichte der Wirbelsäule und Inzidenz von Wirbelfrakturen ausgewertet und die beiden Gruppen verglichen. Die statistische Analyse zeigte einen signifikanten Unterschied der BES zwischen den beiden Gruppen. Nach dem 10-jährigen Followup zeigte das Wirbelsäulenröntgen, dass die Anzahl der Patientinnen mit Wirbelfrakturen in der Kontrollgruppe 3x so hoch war wie in der Übungsgruppe. Diese Methode eines progressiven Widerstandstrainings der Rückenstrecker war effektiv hinsichtlich einer geringeren Inzidenz an Wirbelfrakturen und resultierte in einer größeren Stärke der Rückenstreckmuskulatur in der Übungsgruppe 8 Jahre nach Studienende.
 
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