Krause und Pachernegg
Verlag für Medizin und Wirtschaft
Artikel   Bilder   Volltext

Mobile Version
A-  |   A  |   A+
Werbung
 
Summary
Sedlak M et al.  
Effektivität der CAPD zur Behandlung des akuten Nierenversagens bei Säuglingen und Kleinkindern nach Herzoperationen - 5-Jahreserfahrung in einem Single-Zentrum

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2001; 8 (11): 448-450

Volltext (PDF)    Summary   




Keywords: CAPDChirurgieKardiologieKindNephrologe MortalitätPeritonealdialyseSäugling

Das akute Nierenversagen ist eine seltene, jedoch schwerwiegende Komplikation bei Säuglingen und Kleinkindern nach Herzoperation. Die Peritonealdialyse ist neben der intermittierenden Hämodialyse und der kontinuierlichen Hämofiltration eine alternative Methode der Nierenersatztherapie bei diesen Patienten. Schlechte Gefäßsituationen und instabile kardiale Grunderkrankungen sind Hauptgründe für den Einsatz der Peritonealdialyse bei diesem Patientengut. Ziel unserer Arbeit war es, die Effektivität der CAPD (kontinuierliche ambulante Peritonealdialyse) in der Behandlung des akuten Nierenversagens bei Neugeborenen und Kleinkindern nach einer Herzoperation zu untersuchen. Im Zeitraum von 1995 bis Ende 1999 wurden am kinderkardiochirurgischen Zentrum am Allgemeinen Krankenhaus in Linz 565 Säuglinge und Kleinkinder (Alter im Mittel 9 (1-36) Monate) am Herzen operiert. In 12 Fällen (2,1 %) trat ein dialysepflichtiges Nierenversagen auf, welches mittels CAPD behandelt wurde. Untersucht wurden die Dauer des dialysepflichtigen Nierenversagens sowie die Überlebensrate der CAPD-behandelten Patienten. Zusätzlich wurde die Prävalenz CAPD-assoziierter Komplikationen eruiert. Die durchschnittliche Behandlungsdauer mittels CAPD betrug 3,5 (2-7) Tage. In 4 Fällen (33 %) kam es zu einer Normalisierung der Nierenfunktion und zu einer Stabilisierung der Hämodynamik. Weitere 4 Kinder starben trotz Wiederauftretens der Diurese infolge kardiorespiratorischer Insuffizienz bzw. im kardiogenen Schock, bei den anderen 4 Kindern erfolgte wegen Multiorganversagens ein vorzeitiger Therapieabbruch. CAPD-assoziierte Komplikationen traten nur in 2 Fällen auf, einmal eine Hyperhydratation und einmal eine Infektion der CAPD-Katheteraustrittsstelle. Die CAPD ist somit eine technisch einfache und effektive Methode der Nierenersatztherapie bei Säuglingen und Kleinkindern mit akutem Nierenversagen nach Herzoperation. Die Mortalität dieser Patienten ist hoch (66 %), dies ist jedoch nicht renal bedingt.
 
copyright © 2003–2017 Krause & Pachernegg GmbH | Sitemap | Impressum
 
Werbung