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Pollak J  
Hypertonie und Hormon-Ersatz-Therapie

Journal für Hypertonie - Austrian Journal of Hypertension 2001; 5 (4): 20-26

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Keywords: HormonsubstitutionHypertonieMenopause

In Österreich leben etwa 750.000 postmenopausale Frauen mit Hypertonie, die von kardiovaskulären Folgekrankheiten bedroht sind. Östrogene haben einen günstigen Effekt auf den Fettstoffwechsel, reduzieren Homozystein- und Endothelinspiegel, zirkulierende Katecholamine und zirkulierendes ICAM-1, wirken vasodilatatorisch, modulieren das Renin-Angiotensin-System, haben einen komplexen Einfluß auf das Gerinnungssystem und wirken im Tierexperiment antiatherosklerotisch. Hormonersatztherapien (HRT) wirken bei normotensiven Frauen auf den Blutdruck neutral oder positiv mit einem Absinken des 24-Stunden-Blutdruckmittelwerts oder der nächtlichen Blutdruckwerte. Kleinere randomisierte Studien mit HRT bei Hypertonikerinnen zeigten ebenfalls neutrale Effekte oder geringe Anstiege. Die individuelle Reaktion war dabei sehr variabel. Randomisierte Endpunktstudien an 3000 Frauen mit koronarer Herzkrankheit und einem Anteil von zwei Dritteln Hypertonikerinnen ergaben ähnlich Raten an Insult, TIA, Myokardinfarkt und vaskulärem Tod unter HRT und Placebo, jedoch ein erhöhtes Thromboembolierisiko unter HRT. Bis zum Vorliegen großer randomisierter Studien über den Effekt der HRT in der Primärprävention kann die Entscheidung zur HRT bei Hypertonikerinnen nur auf individueller Basis erfolgen, eine engmaschige Blutdruckkontrolle ist auf jeden Fall erforderlich.
 
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