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Savvatis K et al.  
Lipidtherapie beim älteren Patienten: Was ist zu beachten?

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2010; 17 (9-10): 330-334

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Keywords: AlterLIPIDTherapie

Die kardiovaskulären Erkrankungen gehören zu den häufigsten Todesursachen bei älteren Patienten. Im Alter kommt es zu einem Anstieg des Gesamt- und LDL-Cholesterinspiegels. Ansteigender Cholesterinspiegel ist auch bei älteren Menschen mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko verbunden, dieser Zusammenhang ist aber nicht so ausgeprägt wie bei jüngeren Patienten. Allerdings steigt im Alter das absolute Risiko für atherosklerotische Ereignisse. Eine lipidsenkende Therapie, hauptsächlich mit Statinen, hat sich bei älteren Patienten effektiv in der Sekundärprävention in mehreren großen randomisierten Studien erwiesen. Patienten im Alter von 65– 75 Jahren profitieren ebenso von einer Statintherapie in der Primärprävention, die Datenlage ist allerdings bei Patienten > 75 Jahre nicht sehr eindeutig. Im Gegensatz profitieren Patienten in spezifischen Gruppen mit Endorganschädigung, wie terminaler Herz- oder Niereninsuffizienz, von einer Statintherapie nicht, wie es in 2 großen Studien (CORONA und 4D) gezeigt werden konnte. Paradoxerweise werden ältere Patienten trotz des ähnlich erhöhten kardiovaskulären Risikos aufgrund des erhöhten Cholesterinspiegels seltener mit der entsprechenden Medikation behandelt als jüngere Patienten. Nebenwirkungen einer Statintherapie sind ein wichtiges Bedenken und können im Alter ausgeprägter sein. Deswegen sollten Statine bei Indikation in angepasster Dosierung und Kombination mit anderen Medikamenten bei älteren Patienten eingesetzt werden, um Interaktionen und Nebenwirkungen möglichst zu vermeiden.
 
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