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Ringler M  
Psychodynamische Aspekte traumatischen Geburtserlebens

Speculum - Zeitschrift für Gynäkologie und Geburtshilfe 2001; 19 (4) (Ausgabe für Schweiz): 23-23
Speculum - Zeitschrift für Gynäkologie und Geburtshilfe 2001; 19 (4) (Ausgabe für Österreich): 23-27

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Keywords: GeburtshilfePsychiatriePsychologietrauma

Geburtserleben wurde in den letzten 10 bis 15 Jahren kaum beforscht. Die wesentlichen Ursachen dafür sind, daß (1) Geburtserfahrungen für Frauen in der modernen westlichen Gesellschaft seltene und steuerbare Ereignisse geworden sind, (2) die Geburt sich auf eine sehr kurze Zeitspanne des weiblichen Lebenszyklus bezieht, weshalb sie vorschnell als unbedeutend betrachtet wird, (3) die wissenschaftliche Beschäftigung mit Geburtserfahrungen von anderen Forschungsfeldern der Frauengesundheit verdrängt wurde, und (4) die Veränderungen im geburtshilflichen Bereich in den 70er und 80er Jahren zu vermehrter Zufriedenheit und Sicherheit für die große Mehrheit von Müttern/Eltern und Kindern geführt haben. Der Wunsch, Schwangerschaft und Geburt möglichst ?natürlich? erleben zu dürfen, die vermehrte Flexibilität hinsichtlich "alternativer" Entbindungspositionen, findet derzeit ihren Gegenpol in der Propagierung der "Wunschsectio". Aus einer psychologischen Perspektive kann die Wunschsectio als ein Versuch betrachtet werden, emotionale/psychische Probleme, nämlich Geburtsängste, mit chirurgischen Mitteln zu bekämpfen. Daher stellt sich die Frage, wie Geburtsängste zu verstehen sind und ob auf diesen Erkenntnissen Hilfestellungen für hochgradig geburtsängstliche Frauen und solche mit traumatischen Geburtserfahrungen abgeleitet werden können.
 
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