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Kemeter P et al.  
Psychosomatik und assistierte Reproduktion

Journal für Fertilität und Reproduktion 2001; 11 (5) (Ausgabe für Österreich): 34-36

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Keywords: FertilitätPsychosomatikReproduktionsmedizin

Nach unserem psychosomatischen Konzept hat die Berücksichtigung der bio-psycho-somatischen Zusammenhänge den gleichen Rang wie die ART. Dies wurde von unseren PatientInnen insoferne gewürdigt, als die meisten mit einer Beratung das Auslangen fanden, obwohl ihnen auch die ART angeboten wurde. Natürlich richtet sich die Behandlungsstrategie zunächst nach den organischen Befunden, läßt aber die psychosozialen Einflußfaktoren nie außer acht. Dies hat z. B. große Bedeutung für die Wahl des Behandlungszeitpunktes, für die Behandlungsumstände, Behandlungspausen, sowie für etwaige Interventionen im psychosozialen Umfeld. Diese mehr personen- als schwangerschaftsorientierte Strategie soll die Kinderwunschproblematik entschärfen und entlastend wirken. Die Tatsache, daß etwa ein Viertel der Betroffenen in der Folge schwanger wurde, kann (auch) als Folge dieser Entlastung angesehen werden. Wenn man die doch deutlich höhere Rate an gestörten Schwangerschaften (Aborte, EU) und Mehrlingsschwangerschaften nach ART bedenkt, so haben die spontan schwanger gewordenen PatientInnen, die sich, gestützt auf die Autorität eines Reproduktionsmedizinischen Zentrums mehr auf die eigenen Ressourcen zur Gesundung verlassen haben, eindeutig gewonnen.
 
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