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Altinbas M, Colak D  
Entwicklungen in der systemischen Therapie des Magenkarzinoms in den vergangenen 30 Jahren

Journal für Gastroenterologische und Hepatologische Erkrankungen 2011; 9 (3): 18-29

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Keywords: ChemotherapieGastroenterologieOnkologiePankreasRadiotherapie

In den vergangenen 30 Jahren sind die systemischen Therapiemöglichkeiten von Adenokarzinomen des Magens und gastroösophagealen Übergangs deutlich fortgeschritten. Dies gilt für die adjuvanten oder neoadjuvanten und palliativen Chemotherapien. Eine randomisierte Studie aus den USA zeigte uns zunächst die Wirksamkeit der adjuvanten Chemo- Radiotherapie des operierten Magenkarzinoms. Dann konnte in randomisierten Studien gezeigt werden, dass eine prä- und postoperative (= perioperative) Chemotherapie im Vergleich zur alleinigen Chirurgie das krankheitsfreie und das Gesamt- Überleben nach 5 Jahren signifikant um ca. 10–14 % verbessert. Aufgrund dieser Ergebnisse wird jetzt die perioperative Chemotherapie bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem (uT2–uT4-, N+-) Tumor als Therapie der Wahl angesehen (besonders in Europa). Die Rolle der präoperativen Chemo-Strahlentherapie ist noch nicht definitiv geklärt. Deswegen besteht für die präoperative Chemo-Radiotherapie derzeit kein Anhalt. Die postoperative Chemo-Strahlentherapie ist unter Umständen zu empfehlen. Ab pT3-/ pT4- oder pN+-Tumoren gibt man eine adjuvante Chemo-Radiotherapie (besonders in Nordamerika). Bei onkologisch-chirurgisch inadäquater Resektion ist auch eine postoperative Chemo-Strahlentherapie eine sinnvolle Therapiemaßnahme. Die postoperative Chemotherapie (S-1) wird in Asien als Standardtherapie favorisiert. Als palliative Therapie finden neben klassischen Zytostatika die neuen Chemotherapeutika Irinotecan und Oxaliplatin sowie Taxane und zielgerichtete Substanzen Verwendung. Die neuen Substanzen sollen noch in Phase-III-Studien untersucht werden.
 
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