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Gasser RW  
Glukokortikoid-induzierte Osteoporose

Journal für Mineralstoffwechsel & Muskuloskelettale Erkrankungen 2001; 8 (4): 13-16

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Keywords: GlukokortikoidMineralstoffwechselOsteoporose

Die Osteoporose ist eine gravierende Nebenwirkung einer langfristigen Glukokortikoid-Therapie. Steroide wirken sich negativ auf den Knochenstoffwechsel aus, vorwiegend durch Hemmung der Osteoblastenaktivität, durch Verminderung der enteralen Kalziumabsorption, durch Steigerung der renalen Kalziumausscheidung sowie durch einen steroidinduzierten Hypogonadismus. Eine langfristige Steroidtherapie führt zu einer Abnahme der Knochendichte und in der Folge zu einer erhöhten Frakturinzidenz. Die Glukokortikoid-induzierte Osteoporose ist potentiell reversibel, daher sind präventive und therapeutische Maßnahmen bei jeder langfristigen Glukokortikoid-Therapie (5 mg oder mehr Prednison-Äquivalent über 3 oder mehr Monate) erforderlich. Bisphosphonate sind die derzeit wirksamsten Medikamente in Prävention und Therapie der Glukokortikoid-induzierten Osteoporose. Eine Basistherapie mit Kalzium und Vitamin D sollte grundsätzlich erfolgen. Effektiv ist eine Hormonersatztherapie bei postmenopausalen Frauen. Adjuvant stehen Vitamin D-Metabolite und Calcitonin zur Verfügung.
 
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