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Baghai TC et al.  
DFP: Antidepressive Pharmakotherapie: Aktueller Stand und neue Entwicklungen

Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2011; 12 (1): 70-81

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Keywords: AntidepressivumDopaminMAO-HemmerMelatoninPsychiatrieSSRI

Während der vergangenen Dekade wurden vielversprechende neue Substanzen und Therapieprinzipien in die Pharmakotherapie depressiver Störungen eingeführt, die nicht nur die serotonerge und noradrenerge Neurotransmission verstärken, sondern ebenso das Dopaminoder das Melatonin-System beeinflussen. Die Hauptvorteile neuer Substanzen bestehen in der Erweiterung des Behandlungsspektrums und der besseren Verträglichkeit im Vergleich zu älteren Präparaten. Fortbestehende Probleme sind immer noch eine zu hohe Nichtansprechrate, die Wirklatenz von mitunter einigen Wochen sowie verschiedene unerwünschten Arzneimittelwirkungen, die auch bei Einsatz moderner Substanzen auftreten können. Vor allem mittel- bis schwergradige Depressionen sollten pharmakotherapeutisch behandelt werden, wobei bei besonders schweren Depressionen dual wirksame Substanzen überlegen sein können. Neben dem Schweregrad der Depression können die Subtypologie und Symptomatik der Erkrankung sowie Alter und Begleiterkrankungen der Patienten eine den Therapieverlauf beeinflussende Rolle spielen. Hierbei sollten sowohl die Wahrscheinlichkeit eines Therapieerfolges als auch die bestmögliche Verträglichkeit der Therapie in die Therapieplanung miteinbezogen werden. Die Erforschung neuer Behandlungsmöglichkeiten ist von höchster Wichtigkeit, um in Zukunft bessere klinische Strategien in der Behandlung depressiver Erkrankungen gewährleisten zu können. Dies ist zudem von herausragender sozioökonomischer Bedeutung.
 
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