Krause und Pachernegg
Verlag für Medizin und Wirtschaft
Artikel   Bilder   Volltext

Mobile Version
A-  |   A  |   A+
Werbung
 
Summary
Witzmann A, Hejazi N  
Schmerzbehandlung chronischer Wirbelsäulenleiden

Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2001; 2 (4): 23-32

Volltext (PDF)    Summary   




Keywords: BandscheibenvorfallDiskushernieFacettensyndromInstabilitätNeurochirurgiePostdiskotomiesyndromSpinalkanalstenoseWirbelsäule

Patienten mit Wirbelsäulenschmerzen als Hauptsymptom stellen in den Vereinigten Staaten das Hauptkontingent aller neurochirurgischen Eingriffe. Sie umfassen ein Drittel aller Patienten einer neurochirurgischen Sprechstunde. Drei Prozent aller Amerikaner werden im Laufe ihres Lebens an der Wirbelsäule operiert. Diese Daten können auch auf europäische Verhältnisse übertragen werden. Standardisierte Richtlinien für die Behandlung von Wirbelsäulenschmerzen fehlen bislang. Die überwiegende Mehrheit der damit befaßten Ärzte ist sich darin einig, daß zumindest zu Beginn der Beschwerden bei Fehlen neurologischer Ausfälle nichtoperativen Behandlungsmodalitäten der Vorzug gegeben werden sollte. Klinisch werden akute Wirbelsäulenschmerzen, persistierende Wirbelsäulenschmerzen, rezidivierende Wirbelsäulenschmerzen und chronische Wirbelsäulenschmerzen unterschieden. Akute Wirbelsäulenschmerzen nehmen meist einen benignen Verlauf und bedürfen in der Regel keiner Operation. Bildgebend findet man in der Mehrzahl der Fälle keinen pathologischen Befund. Degenerativ spondylotisch-spondylarthrotische Veränderungen (60 %), Diskushernien (10 %), Instabilitäten (10 %) und andere Krankheitsentitäten zeichnen für persistierende Wirbelsäulenschmerzen verantwortlich. Obwohl Patienten mit persistierenden Rücken-/Beinschmerzen Operationskandidaten sind, sollten auch hier zunächst nichtoperative Maßnahmen ergriffen werden. Dasselbe gilt auch für rezidiviernde Rücken-/Beinschmerzen. Patienten mit chronischen Wirbelsäulenschmerzen sind schwer zu behandlen. Sehr häufig findet man multisegmentale spondylotisch-spondylarthrotische Veränderungen in diesem Patientenpool. Diskushernien, Wirbelkanalstenosen, Facettensyndrom, Instabilitäten und Postdiskotomiesyndrom stellen spezielle Krankheitsbilder dar, deren Symptomatologie und Therapie in der vorliegenden Übersicht dargestellt werden. Schließlich werden invasiv-therapeutische Methoden zur Schmerzbehandlung wie Epiduralblockaden, Hiatus sacralis-Blockaden, Wurzelblockaden, Facettenblockaden und Facettendenervationen und perkutane lumbale Radiofrequenzsympathikotomien beschrieben und diskutiert.
 
copyright © 2003–2016 Krause & Pachernegg GmbH | Sitemap | Impressum
 
Werbung