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Medizinprodukte - Labortechnik: Gezielter Einsatz der therapeutischen Hypothermie nach Reanimation

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2014; 21 (7-8): 242

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Abb. 1: Produkt: Hypothermie<br>Vertrieb: Zoll Medical



Keywords: HypothermieKardiologie-MTZoll Medical

Gezielter Einsatz der therapeutischen Hypothermie nach Reanimation

Die therapeutische Hypothermie stellt nach außerklinischem Kreislaufstillstand seit der Aufnahme in die Leit­linien 2005 eine Standardtherapie in der Versorgung reanimierter Patienten dar.

Vor Kurzem geriet die Kühlung dieser Patienten auf 32,0–34,0 °C für 24 Stunden jedoch in Kritik, da eine aktuelle Studie von Nielsen [1] keinen Vorteil beim neurologischen Überleben im Vergleich zur Kühlung auf 36,0 °C zeigen konnte. Allerdings konnte in dieser Studie nur eine ganz bestimmte Patientenpopulation untersucht werden. So lag zum Beispiel die Stillstandzeit im Median bei nur 1 Minute, womit das Gehirn nur einer kurzen Ischämiephase ausgesetzt war.

Testori [2] und Kollegen konnten in ihrer Untersuchung aber zeigen, dass sich der Nutzen der Hypothermie bei Reanimierten auf das neurologische Outcome erst ab der 3. Minute signifikant von einer Behandlung ohne Hypothermie unterscheidet und ab einer Ischämiezeit von über 8 Minuten maximal wird.

In der Studie von Nielsen wurde bei
73 % der Patienten durch Laien mit der Basisreanimation begonnen, mit einer so guten Qualität, dass selbst beim Eintreffen des Rettungsdienstes nach 10 Minuten noch bei 80 % der Patienten ein defibrillierbarer Rhythmus vorlag.

Aktuelle Daten aus dem Deutschen Reanimationsregister [3] zeigen, dass hierzulande leider nur bei etwa 17 % der Patienten von Laien mit der Wiederbelebung begonnen wird.

Die Zieltemperatur von 33 °C konnte in Nielsens Studie erst etwa 12 Stunden nach Wiederkehr eines Spontankreislaufs erreicht werden, wobei bei 75 % der Patienten Oberflächenkühlsysteme zum Einsatz kamen.

Pittl [4] und Kollegen konnten in ihrer Untersuchung zeigen, dass die Zeitdauer von Initiierung der Kühlung bis Zieltemperatur mit dem Einsatz eines intravaskulären Kühlsystems um ¼ verkürzt werden konnte und dieser Zeitraum damit eine Stunde geringer war.

Mit dem Thermogard XP aus dem Hause ZOLL Medical steht Ihnen weiterhin ein Feedback-kontrolliertes Temperaturmanagementsystem zur Verfügung, mit dem Sie schnellstmöglich die Induktion der Hypothermie schon im Katheterlabor einleiten können, eine präzise Temperaturkontrolle während der Kühlphase haben und Ihren Patienten eine ebenso langsame wie schonende Wiedererwärmung ermöglichen. Durch die Kühlung von innen nach außen wird sowohl das Shivering als auch die Menge der benötigten Vasopressoren reduziert.

Für Fragen zu unseren Therapien wenden Sie sich bitte an:

E-Mail: infotms@zoll.com

Literatur:
1. Nielsen N, et al. Targeted Temperature Management at 33°C versus 36°C after Cardiac Arrest. N Engl J Med 2013; 369: 2197–206.
2. Testori C, et al. The beneficial effect of mild therapeutic hypothermia depends on the time of complete circulatory standstill in patients with cardiac arrest. Resuscitation 2012, 80: 596–601.
3. Deutsches Reanimationsregister. www.reanimationsregister.de
4. Pittl U, et al. Invasive versus non-invasive cooling after in- and out-of-hospital cardiac arrest: a randomized trial. Clin Res Cardiol 2013; 102: 607–14.

Weitere Informationen:
Zoll Medical Deutschland GmbH
Emil-Hoffmann-Straße 13
D-50996 Köln
www.zoll.com


 
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