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Medizinprodukte - Labortechnik: IQ.SPECT: Bildgebung mit Intelligenz

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2016; 23 (5-6): 169-170

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Abb. 1: Produkt: IQ.SPECTY<br>Vertrieb: Siemens AG Abb. 2: Produkt: IQ.SPECT<br>Vertrieb: Siemens AG Abb. 3: Produkt: SPECT<br>Vertrieb: Siemens AG  Abb. 4: Produkt: SPECT<br>Vertrieb: Siemens AG



Keywords: KardiologieKardiologie-MTSiemens Healthcare GmbHSPECT

IQ.SPECT: Bildgebung mit Intelligenz

Die Myokardperfusionsszintigraphie (MPS) an SPECT-Geräten (Single Photon Emission Computed Tomography) ist ein ausführlich validiertes, funktionelles bildgebendes Verfahren und wird eingesetzt wenn es darum geht, stress-induzierte Perfusionsdefekte im Herzmuskel darzustellen. Diese Untersuchung ist seit Jahren neben der Stress-Echokardiographie in der klinischen Praxis etabliert. Sie wird zum Ausschluss, Nachweis und zur Ermittlung des Ausmaßes einer wirksamen koronaren Herzkrankheit eingesetzt und nach einer Injektion eines radioaktiven Tracers in der Regel in pharmakologischer Belastung und in Ruhe durchgeführt. Die Hybridtechnologie SPECT/CT, eine Kombination aus SPECT-Kamera und Mehrzeilen-Computertomograph bringt bildtechnische und ­somit diagnostische Vorteile. Einerseits trägt die damit mögliche CT-basierte Schwächungskorrektur zu einer diagnostisch relevanten Bildqualitätsverbesserung bei, da die naturgemäß stärkere Strahlen­schwächung aus detektorfernen oder durch andere Organe überlagerten Herzmuskelabschnitten dadurch individuell korrigiert werden kann. Andererseits kann in derselben Sitzung zusätzlich ein Kalzium-Scoring durchgeführt werden, das Informationen über das Ausmaß der arteriosklerotischen Veränderungen an den Koronararterien bietet. Eine typische MPS an konventionellen SPECT- oder SPECT/CT-Systemen dauert etwa 16 Minuten. Das begrenzt die Zahl möglicher Untersuchungen pro Tag. Außerdem erhöhen lange Akquisitionszeiten das Risiko für Patientenbewegungen während der Aufnahme, die die Bildqualität beeinträchtigen.

Ultraschnelle Kardio-Bildgebung

IQ.SPECT von Siemens Healthcare ist eine intelligente Lösung zur Verkürzung der Aufnahmezeit und/oder Reduktion der Strahlendosis bei SPECT-Untersuchungen der ­Myokardperfusion. Mit IQ.SPECT erhalten Sie in 4 Minuten mehr Information über das Herz als mit einer konventionellen SPECT-Untersuchung in 16 Minuten. Hardware und Software spielen dabei intelligent zusammen. IQ.SPECT nutzt 3 Schlüssel­technologien – fokussierte ­Einblendung, herzzentrierte Bewegung der Kamera und ein weiterentwickeltes 3-dimensionales Rekonstruktionsverfahren –, um die Aufnahmezeit bei SPECT-Untersuchungen der Myokardperfusion um den Faktor 4 auf 4 Minuten zu verkürzen. Und das ohne Beeinträchtigung der Bildqualität [1, 2].

Die innovativen SMARTZOOM Kollimatoren haben eine speziell für Herzuntersuchungen entwickelte ­Geometrie. Im Zentrum der multifokalen Kollimatoren sind die Detektorkanäle fokussierend angeordnet, während deren Abstände zum Rand hin gleichmäßig verlaufend parallel werden. Durch diese Anordnung wird das Herz vergrößert dargestellt, gleichzeitig wird die Aufnahme der umliegenden Körperstrukturen artefaktfrei gehalten. Die Fokussierung auf das Zielorgan führt zu einer 4x höheren Sensitivität und zu einer viel höheren Zählrate pro Zeiteinheit.

Für die Optimierung dieser Technologie auf die Herzuntersuchung richten sich beide hochflexiblen Kollimatorköpfe mit optimalem Abstand auf das naturgemäß exzentrisch im Körper liegende Herz mittig aus. Der Patient fühlt sich dadurch weniger eingeengt und komfortabler. Die Softwarelösung cardio-centric orbit ist für eine kardiozentrische Akquisition der Radionuklidanreicherung verantwortlich. Während der halbkreisförmigen Bewegung des Aufnahmesystems um den Patienten bleibt das Herz entlang von insgesamt 208° Winkelgraden exakt im sensitiven Zentrum, dem sogenannten „sweet spot“.

Die weiterentwickelte, 3D-iterative Rekonstruktion sorgt für eine präzise Darstellung des Verteilungsmusters und der Aktivitätskonzentration des Radiopharmakons im Herzmuskel. Neben der CT-basierten Schwächungskorrektur, der Streustrahlenkorrektur und dem rechnerischen Ausgleich der Bildverzerrung durch die Kollimatorbewegung, berücksichtigt der iterative Rechenalgorithmus zusätzlich die Einflüsse der Kollimatorgeometrie und korrigiert entlang der Projektionslinien der Detektoren. Durch das Zusammenspiel dieser Maßnahmen wird ein höherer Korrektureffekt erzielt, der sich in einer deutlich verbesserten Bildqualität zeigt.

Intelligenz für mehr Individualität und Effizienz

Mit IQ.SPECT haben Sie die Möglichkeit, Ihre Myokardperfusionsszintigraphien zu individualisieren. Je nach Patient und Fragestellung kann entweder die Untersuchungszeit verkürzt, oder bei längeren Messzeiten die Menge des benötigten Radiopharmakons verringert werden. Für beispielsweise jüngere Patienten kann somit die Strahlenbelastung deutlich reduziert werden. IQ.SPECT hilft Ihnen, den Tageszeitplan der Untersuchungen zu optimieren, mehr Patienten zu versorgen und/oder Tracervolumen zu sparen und so die Effizienz Ihrer Abteilung und Ihres Teams zu steigern. IQ.SPECT ist eine Option oder ein Upgrade für Bildsysteme der Symbia S- und Symbia-T-Reihe von Siemens. SMARTZOOM Kollimatoren sind voll kompatibel mit bereits vorhandenen integrierten Kollimatorwechselsystemen und der automatischen Qualitätskontrolle.

Literatur:

1. Caobelli F, et al. Evaluation of patients with coronary artery disease. IQ-SPECT protocol in myocardial perfusion imaging: Preliminary results. Nuklearmedizin 2013; 52: 178–85.

2. Pirich C, et al. Diagnostic accuracy and functional parameters of myocardial perfusion scintigraphy using accelerated cardiac acquisition with IQ SPECT technique in comparison to conventional imaging. Q J Nucl Med Mol Imaging 2014 [Epub ahead of print].

Weitere Informationen:
Siemens Healthcare Diagnostics GmbH
Wolfgang Gruber
E-Mail: wolfgang.c.gruber@siemens.com
www.siemens.com/mi

 
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