Krause und Pachernegg
Verlag für Medizin und Wirtschaft
 
Summary
Klikovits T et al.
State of the Art: Chirurgische Therapieoptionen beim malignen Pleuramesotheliom

Interdisziplinäre Onkologie 2013; 5 (1): 43-46

Volltext (PDF)    Summary    Praxisrelevanz    Abbildungen   

Abb. 1: Biopsie Abb. 1a-b: Pneumonektomiepräparat Abb. 3: Thoraxchirurgie

Keywords: AsbestPleuramesotheliomTherapieThoraxchirurgie

Das maligne Pleuramesotheliom (MPM) ist eine hochmaligne asbestassoziierte Erkrankung mit steigender Inzidenz und hoher Mortalität. Die Prognose ist trotz stetiger Entwicklung der Diagnose- und Therapieverfahren im Vergleich zu anderen Malignomen nach wie vor schlecht. Die Behandlungsoptionen hängen von vielen Faktoren ab, einschließlich Stadium, Lage und Infiltration des Tumors sowie Alter und Begleiterkrankungen des Patienten. Die Thoraxchirurgie hat sowohl in der Diagnostik als auch in der kurativen und palliativen Therapie des MPM einen hohen Stellenwert. In den vergangenen Jahren zeigten sich Vorteile im Überleben für Patienten, die unter Einbezug der Chirurgie einer multimodalen Behandlungsstrategie, Induktionschemotherapie, Tumorresektion und Strahlentherapie zugeführt werden. Die extrapleurale Pneumonektomie (EPP) und Pleurektomie/ Dekortikation (P/D) gehören hier zum chirurgischen Standard. Neue chirurgische intrakavitäre Verfahren, wie die hyperthermische thorakale Chemotherapie (HITOC) oder photodynamische Therapie (PDT), werden im Rahmen von Studien evaluiert und können zukünftig, vor allem in Kombination mit den chirurgischen Standardverfahren wie EPP und P/D, einen wichtigen Platz in der Behandlung des MPM einnehmen. Das chirurgische Spektrum wird im Falle rezidivierender Pleuraergüsse durch palliative Verfahren wie die videoassistierte Thorakoskopie (VATS) und Talkumpleurodese sowie das Einbringen eines PleurX-Katheters® vervollständigt.
copyright © 2003–2017 Krause & Pachernegg