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Pharma-News

Journal für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie - Journal of Reproductive Medicine and Endocrinology 2018; 15 (5-6): 283-288

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Pharma-News

REPLENISH: Neue Studie zeigt hohe endometriale ­Effektivität von Progesteron

Natürliches Progesteron ist bei einer Hormonersatztherapie (HRT) auch bei ­kontinuierlicher kombinierter Gabe effektiv am Endometrium. Das zeigte die ­REPLENISH-Studie, die beim 16. Weltkongress der International ­Menopause ­Society (IMS) in Vancouver (Kanada) vorgestellt wurde. Bei keiner Patientin konnte mittels Biopsie eine Endometrialhyperplasie festgestellt werden. Das Studienergebnis stützt die Verordnung von natürlichem Progesteron als Ge­stagen-Komponente im Rahmen einer HRT.

Die Ergebnisse der beim Weltkongress vorgestellten REPLENISH-Studie [1–3] sorgten unter den Fachleuten für Aufsehen. Die randomisierte, doppelblin­de, placebokontrollierte Phase-3-Studie verglich bei 1.835 nicht-hysterektomier­ten Frauen im Alter zwischen 40 und 65 Jahren (mittleres Alter: 55 Jahre) die orale Kombination von Estradiol und Progesteron in vier verschiedenen Tagesdosen (1/100 mg; 0,5/100 mg; 0,5/50 mg; 0,25/50 mg) mit Placebo. Die Teilnehmerinnen litten unter mäßigen bis starken vasomotorischen Beschwerden (mindestens 7/Tag oder 50/Woche).

Auch bei kontinuierlich kombinierter Gabe endometrial effektiv

In keiner Patientengruppe wurde innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten eine endometriale Hyperplasie anhand von Endometrium-Biopsien festgestellt. Die beiden HRT-Kombinationen von 0,5 mg sowie 1,0 mg Estradiol plus 100 mg Progesteron besserten bereits nach vier Wochen die Häufigkeit und den Schweregrad der Symptome signi­fikant [1, 2]. Die Amenorrhoe-Rate stieg mit jedem Trimester an und lag im vierten Trimester zwischen 83 und 93 % (Placebo 95 %) [3]. Die gute endometriale Sicherheit von Progesteron (200 mg/Tag) bei sequenzieller Gabe war bereits in der dreijährigen placebokontrollierten PEPI-Studie gezeigt worden [4]. Mikro­nisiertes Progesteron (200 mg/Tag an zwölf Tagen/Monat) erwies sich hier als vergleichbar effektiv wie Medroxyprogesteronacetat (MPA) 10 mg/Tag – mit einer ähnlich niedrigen Häufigkeit von Endometriumhyperplasien.

In-vitro-Untersuchungen untermauern hohe Brustverträglichkeit

Die Sonderstellung von Progesteron (z. B. Utrogest®) hinsichtlich der Verträglichkeit in der Brust wird durch In-vitro-Untersuchungen gestützt. Demnach können synthetische Gestagene über spezielle membranständige Progesteronrezeptoren mittels genomischer und nicht genomischer Mechanismen die Proliferation von Brustkrebszellen so beschleunigen, dass karzinoprotektive Prozesse, beispielsweise durch eine Estro­genmonotherapie, keinen Effekt mehr zeigen [5]. Progesteron verhält sich hingegen neutral [6].

Einzige echte „bioidentische“ ­Hormonersatztherapie

Beim Weltkongress wurde auch die Sonderstellung von transdermalem Estradiol in Kombination mit natürlichem Progesteron als echte „bioidentische HRT“ bestätigt. Durch die transdermale Applikation (z. B. ­Gynokadin® Dosiergel) wird das Risiko für venöse Thrombosen [7], auch für Schlaganfall [8–10], nicht erhöht – anders als bei der oralen Anwendung. Natürliches Progesteron ist stoffwechselneutral. Bei einer kombinierten HRT über einen Anwendungszeitraum von fünf Jahren steigt das Brustkrebs­risiko nicht [11].

Literatur:

1. Lobo RA, et al. A 17?-Estradiol-Progesterone oral capsule for vasomotor symptoms in postmenopausal women: A randomized controlled trial. Obstet Gynecol 2018; 132: 161–70.

2. Lobo RA, et al. 17 B-Estradiol/progesterone in a single oral soft capsule (TX-001HR) significantly reduces moderate to severe vasomotor symptoms without hyperplasia. https://ir.therapeuticsmd.com/­static-files/d1d0d0ee-1611-4150-964c-5c03c17a63d7 (zuletzt gesehen: 22.10.2018).

3. Goldstein SR, et al. Effects of TX-001HR on uterine bleeding rates in menopausal women with vasomotor symptoms. http://www.menopause.org/docs/­default-source/agm/goldstein-s-2017-abstract-slides.pdf (zuletzt gesehen: 22.10.2018).

4. Writing group for PEPI trial. Effects of hormone replacement therapy on endometrial histology in postmenopausal women. JAMA 1996; 275: 370–5.

5. Mueck AO, et al. Genomic and non-genomic actions of progestogens in the breast. J Steroid Biochem Molecular Biology 2014; 142: 62–7.

6. Ruan X, et al. Progestogens and membrane-initiated effects on the proliferation of human breast cancer cells. Climacteric 2012; 15: 467–472.

7. Scarabin PY. Progestogens and venous thromboembolism in menopausal women: an updated oral versus transdermal estrogen meta-analysis. Climacteric 2018; 21: 341–5.

8. Lokkegaard E, et al. Risk of stroke with various types of menopausal hormone therapies: A national cohort study. Stroke 2017; 48: 2266–9.

9. Canonico M, et al. Postmenopausal hormone therapy and risk of stroke: Impact of the route of estrogen administration and type of progestogen. Stroke 2016; 47: 1734–41.

10. Renoux C. et al. Transdermal and oral hormone replacement therapy and the risk of stroke: a nested case-control study. BMJ 2010; 340: c2519.

11. Stute P, et al. The impact of micronized progesterone on breast cancer risk: a systematic review. Climacteric 2018; 21: 111–22.

Weitere Informationen und ­verantwortlich für den Inhalt:

DR. KADE / BESINS Pharma GmbH

D-12277 Berlin

E-Mail: info@kade-besins.de

Web: www.kade-besins.de

Ist jedes Stimulationsprotokoll gleich erfolgreich? Was bewirkt hCG? Welche Art der Stimulation wähle ich für meine Patientin?

Seit es Methoden zur künstlichen Befruchtung gibt, wird auch daran gearbeitet, diese Methoden zu optimieren. Ziel ist es, die Belastung der Patientinnen möglichst gering zu halten und zum anderen das Outcome zu verbessern, um eine Schwangerschaft mit folgender Lebendgeburt eines gesunden Säuglings zu ­erreichen. Doch auf dem Weg dahin gibt es zahlreiche kleine Puzzleteile, die alle koordiniert agieren und zusammenpassen müssen – erst dann ist der Weg zu ­einer Schwangerschaft und einem gesunden Baby geebnet. Dabei können schon kleinste Unterschiede große Auswirkungen haben.

Eine kürzlich publizierte Studie, die breit gestreut in der Presse erschien, zeigt ein erhöhtes späteres Hypertonie-Risiko für Kinder, die durch eine IVF-Behandlung gezeugt wurden. Vermutet wird, dass Kulturmedien einen epigenetischen Einfluss auf die Gefäßentwicklung in dem sensiblen Zeitfenster der Embryo­nalentwicklung haben könnten [1]. Was kann der behandelnde Arzt jetzt seinen Patientinnen raten, die durch diese Studien­ergebnisse verunsichert sind? Ein direkter Kausalzusammenhang zwischen einer IVF und einem erhöhten Hypertonie-Risiko wurde in der Studie nicht dargestellt. Erhöhte Herz-Kreislauferkrankungen in der Kohorte können multifaktoriell sein und unter anderem z. B. auch auf das meist höhere Alter der IVF-Eltern zurückgehen.

Mit welchen „Stellschrauben“ kann der behandelnde Arzt eine Schwangerschaft fördern?

Die Studie von Berndt et. al. [2] zeigt, dass hCG eine Schlüsselrolle in der angiogenen Synchronität zwischen Blastozyste und mütterlichem Endometrium spielt. Die Studie zeigt eindeutig eine direkte, dosisabhängige Wirkung von hCG auf die Endothelzellen in verschiedenen Tiermodellen sowohl in vivo als auch in vitro. Auch wird durch die Studie die Hypothese untermauert, dass der Trophoblast über mindestens 2 Mechanismen verfügt, die die mütterliche Angiogenese stimulieren können: Zum einen über die Aktivierung der Endothelzellen durch hCG und zum anderen durch eine parakrine Schleife, die eine verstärkte Sekretion des vaskulären endothelialen Wachstumsfaktors (VEGF) in endometrialen Epithelzellen (EEC) fördert.

Im klinischen Alltag kann dies der eine wichtige Baustein in einer Stimulationsbehandlung sein, da hCG den Aufbau des Endometriums fördert – synchron zur Reifung der Eizellen in hoher Qualität.

Biologisch bildet jede Frau hCG – je nach Lebens- und Zyklusphase in unterschiedlichen Mengen. Die biologische Funktion des hCG ist u. a. die Förderung der Ovulation, die Angiogenese der Spiralarterien und die Versorgung der Plazenta mit Nährstoffen.

Patientinnen, die sich einer IVF-Behandlung unterziehen und deren Gonadotropinausschüttung anfangs chemisch unterdrückt wird, könnten durch die Supplementierung mit hCG in der Stimula­tionsphase durch den angiogentischen und implantationsfördernden Effekt deutlich profitieren. Postmenopausales Menotropin enthält neben FSH und LH auch hCG, welches eine 6–8-fach längere Halbwertszeit als LH hat.

Zusammenfassend fördert hCG die Angiogenese und bereitet den Körper gezielt auf die Einnistung des Embryos vor.

Literatur:

1. Meister TA, et al. Association of assisted reproductive technologies with arterial hypertension during adolescence. J Am Coll Cardiol 2018; 72: 1267–74.

2. Berndt S, et al. Angiogenic activity of human chorionic gonadotropin through LH receptor activation on endothelial and epithelial cells of the endometrium. FASEB J 2006; 20: 2630–2.

Weitere Informationen und ­verantwortlich für den Inhalt:

FERRING Arzneimittel GmbH

Fabrikstraße 7

D-24103 Kiel

Tel.: 0431/5852-0

Follitropin delta (Rekovelle®): Erfahrungen in der ­klinischen Praxis

Seit Februar 2017 ist Follitropin delta (­Rekovelle®, FERRING Arzneimittel GmbH) in Deutschland auf dem Markt. Es ist das erste rekombinante follikelstimulierende Hormon (FSH) aus einer humanen Zell-Linie und das erste Gonadotropin mit einem zugelassenen Dosierungsalgorithmus. Die bisherigen Erfahrungen mit Rekovelle® in der klinischen Praxis diskutierten IVF-Experten aus 12 Zentren aus ganz Deutschland bei einem Workshop in Frankfurt (22. September 2018). Diese Zentren waren unter den ersten, die den innovativen Therapieansatz mit ­Rekovelle® in ihre tägliche Praxis integriert hatten.

Gute Schwangerschaftsraten und gute Embryoqualität [1]*

Die Experten erzielten mit Rekovelle® gute Schwangerschaftsraten und zeigten sich insgesamt positiv überrascht von der beobachteten guten Embryoqualität. Im klinischen Alltag wurden mit Rekovelle® – gerade bei jungen Frauen – bei häufig moderater ovarieller Stimulation gute Wirksamkeitsergebnisse im Frischzyklus beobachtet. Mehrheitlich verwendeten die Experten – analog zur Zulassungsstudie – das GnRH-Antagonistenprotokoll, wobei vereinzelt auch das GnRH-Agonistenprotokoll durchgeführt wurde**.

Mit Rekovelle® steht das Wohlgefühl der Patientinnen im Mittelpunkt

Alle Experten schätzen an der Therapie mit Rekovelle®, dass das Wohlgefühl der Patientinnen im Vordergrund steht. Durch die gute Embryoqualität sei es möglich, moderat zu stimulieren und dabei eine gute Schwangerschaftsrate zu erzielen. Die moderate Stimulation war generell gut verträglich, berichteten die IVF-Experten.

Zudem hoben die Experten den Patientenkomfort hervor: Während der Behandlung mit Rekovelle® sind nur wenige Arztbesuche nötig. Größtenteils ist für die Patientinnen nur ein Kontrollbesuch (z. B. an Tag 8) notwendig, wodurch die Behandlung insbesondere Frauen mit Kinderwunsch entgegenkommt, die beruflich stark eingebunden sind. Die Experten lobten zudem die gleichbleibende Dosierung des Präparats während der Stimulation. Gerade für Einsteiger unter den Reproduktionsmedizinern sei dies eine große Hilfe und erleichtere die Therapie.

Für ein breites Patientenspektrum geeignet [1]***

Das Fazit der Experten war, dass Rekovelle® ein Präparat für ein breites Patien­tenkollektiv im Rahmen der Zulassung ist [1]***. Aufgrund einer moderaten Stimulation könnten sich Vorteile bei Patien­tinnen mit erwarteter hoher ovarieller Reaktion ergeben. Auch bei Patientinnen mit erwarteter niedriger ovarieller Reaktion lohne sich ein Versuch mit Rekovelle®. Die Teilnehmer sprachen die Empfehlung aus, dass erste Erfahrungen mit Rekovelle® bei einem Normalkollektiv gesammelt werden sollten, um das Potential des Präparats zu beurteilen. Bei extremem Gewicht und extremen AMH-Werten liegen bisher wenige Erfahrungen vor.

Literatur:

1. Fachinformation Rekovelle® 12 µg/0,36 ml, 36 µg/1,08 ml, 72 µg/2,16 ml Injektionslösung in einem Fertigpen; FERRING Arzneimittel GmbH; Stand Mai 2017

Fachkurzinformation untenstehend.

Weitere Informationen und ­verantwortlich für den Inhalt:

FERRING Arzneimittel GmbH

Fabrikstraße 7

D-24103 Kiel

Tel.: 0431/5852-0

*Anwendung lt. Anwendungsgebiete sowie Dosierung und Art der Anwendung 4.1 und 4.2 siehe Fachinformation [1].

**Es gibt aus klinischen Studien keine Erfahrungen mit Rekovelle® im langen GnRH-Agonisten-Protokoll (siehe [1]).

***Unter Berücksichtigung der Gegenanzeigen, Warnhinweise, Wechselwirkungen lt. Fachinformation [1]

Bemfola® – Hochwertiges r-hFSH [1] überzeugt mit ­einfacher Anwendung [2–4] und neuem Preisvorteil

Seit 1. Oktober 2018 profitieren Anwender von Bemfola® durch die Preis­senkung der 5er-Packungen (N2) von einer zusätzlichen Preisersparnis. Je nach ­Dosierung werden mehr als 20 % im Vergleich zum alten Preis eingespart [5].

Gedeon Richter stellt mit Bemfola® ein qualitativ hochwertiges rekombinantes humanes follikelstimulierendes Hormon (r-hFSH) zur Verfügung [1]. Das ­Bio­similar enthält Follitropin alfa, welches mittels rekombinanter DNA-Technologie aus Ovarialzellen des Chinesischen Hamsters (CHO-Zellen) gewonnen wird [6]. Um von der Europäischen Arzneimittelagentur eine Zulassung zu erhalten, muss ein Biosimilar mit umfassenden Studien seine Qualität, Sicher­heit und Wirksamkeit im Vergleich zum Referenzprodukt belegen. Bemfola® konnte in Vergleichsstudien mit dem Referenzprodukt eine vergleichbare Bioäquivalenz nachweisen [7] und erzielte eine statistisch vergleichbare Anzahl an entnommenen Oozyten [1].

Anwendung bei Frauen und Männern

Bemfola® wird bei erwachsenen Frauen angewendet, die keine Eizellen produzieren (Anovulation einschließlich polyzystisches Ovarialsyndrom [PCOS]) und auf eine Behandlung mit Clomifencitrat nicht angesprochen haben. Darüber hinaus wird das Biosimilar zur Stimulation einer multifollikulären Entwicklung bei Patientinnen eingesetzt, die sich einer Superovulation zur Vorbereitung auf eine Technik der assistierten Reproduktion unterziehen. Frauen, bei denen ein schwerer Mangel an FSH und luteini­sierendem Hormon (LH) vorliegt (endogener LH-Serumspiegel < 1,2 I.E./l), kann Follitropin alfa zusammen mit LH zur Stimulation der Follikelreifung verordnet werden. Bei erwachsenen Männern, die an angeborenem oder erworbenem hypogonadotropen Hypogonadismus leiden, ist Bemfola® zusammen mit humanem Choriongonadotropin (hCG) zur Stimulation der Spermatogenese indiziert [6].

Einmal-Pen mit leichter Handhabung [2–4]

Bemfola® steht den Anwendern als Einmal-Fertigpen in fünf verschiedenen Dosierungen (75–150–225–300–450 I.E. FSH) zur Verfügung und wird subkutan injiziert. Bei jeder Anwendung wird ein neuer Bemfola®-Pen mit der verordneten Dosis verwendet. Damit entfallen ein Einsetzen von Kartuschen sowie ein Nachrechnen bei gleichzeitig reduziertem Erklärungsbedarf [2–4]. Klar lesbare Dosierungsmarken und Klick-Signale erleichtern die Anwendung. Sollte eine Dosisanpassung erforderlich sein, kann dies in Abstufungen von 12,5 I.E. bzw. 25 I.E. erfolgen. Eine Sicherheitssperre verhindert die wiederholte Nutzung des Pens. Da Bemfola® glutenfrei, laktosefrei sowie frei von tierischen Bestandteilen und Konservierungsstoffen ist, eignet sich das Biosimilar auch für Patienten mit entsprechenden Unverträglichkeiten oder Allergien [6].

Attraktiver Preis

Seit 1. Oktober 2018 kann Bemfola® mit einem noch günstigeren Preis überzeugen. Durch die Preissenkung der 5er-Packung (N2) profitieren Anwender von einer zusätzlichen Preisersparnis. Je nach Dosierung werden > 20 % im Vergleich zum alten Preis eingespart. Dies lohnt sich besonders im Hinblick auf ganze Behandlungszyklen: Mit zwei 5er-Packungen reduzieren sich die Kosten um mindestens EUR 87,88,- im Vergleich zu 10 N1-Packungen [5].

Literatur:

1. Rettenbacher M, et al. A multi-centre phase 3 study comparing efficacy and safety of Bemfola® versus Gonal-f® in women undergoing ovarian stimulation for IVF. Reprod Biomed Online 2015; 30: 504–13.

2. Imthurn B, et al. Evaluation of the use and handling of three different pen systems considered for in vitro fertilization treatment. Expert Opin Drug Deliv 2014; 11: 1859–64*.

3. Quintero LA, et al. An evaluation by potential IVF/donor oocyte patients of the use and handling of the Bemfola® Pen compared with the Gonal-f® Pen and Puregon Pen. Rev IberoamFert Rep Hum 2016; 33: 42–51**.

4. Saunders H, et al. Functionality of a novel follitropin alfa pen injector: results from human factor interactions by patients and nurses. Expert Opin Drug Deliv 2018; 15: 549–58.

5. Lauer-Taxe, Stand: 01.10.2018.

6. Fachinformationen Bemfola® 75 I.E./150 I.E./225 I.E./300 I.E./450 I.E., Stand: Mai 2018.

7. Wolzt M, et al. Comparison of pharmacokinetic and safety profiles between Bemfola® and Gonal-f® after subcutaneous application. Eur J Drug Metab Pharmacokinet 2015; 41: 259–65***.

*Prospektive nicht-interventionelle Studie
(65 Patientinnen, 2 Zentren) zu Aussehen, Wahrnehmung und Handhabung der Pens Bemfola®, Gonal-f® und Puregon®.

**Marktuntersuchung zur Anwenderakzeptanz auf Grundlage von Fragebögen ohne Selbst-Injektion.

***Offene, randomisierte Phase-I-Studie

Weitere Informationen und ­verantwortlich für den Inhalt:

Gedeon Richter Pharma GmbH

Eiler Straße 3 W

51107 Köln

E-Mail: service@gedeonrichter.de

www.gedeonrichter.de

MyCalimera: Innovative Online-Therapiebegleitung fängt Kinderwunschpaare auf

Paare mit unerfülltem Kinderwunsch können häufig schon vor der Entscheidung, ärztliche Hilfe bei der Familienplanung in Anspruch zu nehmen, unter psychischem Druck stehen. Auch die Kinderwunschbehandlung selbst kann oft eine hohe psychische und emotionale Belastung mit sich bringen, die oft unterschätzt wird. In dieser Situation ist eine gute psychosoziale Beratung sinnvoll. Hier kommen – in Ergänzung zu ärztlichen Gesprächen – validierte Online-Tools wie z. B. die Internetplattform MyCalimera ins Spiel. Die innovative Online-Therapiebegleitung kann Kinderwunschpaare emotional und psychisch auffangen, liefert professionelle Informationen und kann die Paare letztlich darin unterstützen, ihre Chancen auf ein Kind optimal zu nutzen.

Klappt es nicht mit der ­Familienplanung, geraten Kinderwunschpaare oft zuneh­mend unter psychischen Druck. Ist die Belastung in der Phase des ersten Versuchs, schwanger zu werden, noch gering, so steigert sie sich bei längerer Erfolglosigkeit. Die Psychologin Dr. ­Almut Dorn konnte bei der Betreuung von Kinderwunschpaaren beobachten, dass die psychische und emotionale Belastung mit zunehmender Wartezeit auf eine Schwangerschaft stufenweise stärker wird. Auch wenn Paare während der Kinderwunschtherapie – u. a. durch die Therapie selbst, ausbleibende Schwangerschaften und erhöhte Fehlgeburtenraten – emotional stark belastet sind, nehmen sie kaum psychologische Unterstützung in Anspruch [1] – zumal sie in ihrem unerfüllten Kinderwunsch kein psychisches Problem sehen, sondern „bloß“ kein Kind bekommen können, so Dr. Dorn. Ein niederschwelliges Angebot zur emotionalen Begleitung werde deshalb dringend benötigt.

Digitale Welt: Fluch und Segen ­zugleich

Gute Möglichkeiten sieht Dr. Dorn in der – kritischen – Nutzung des Internets. Es bietet den Patienten zwar immer mehr Zugang zu Gesundheitsinformationen, führt aber auch dazu, dass die Zahl scheinbar aufgeklärter Patienten mit nicht validierten Informationen wächst. Dr. Dorn warnt z. B. vor Chatrooms. Sie ermöglichen zwar den Austausch über immer noch tabuisierte Themen, seien auch rund um die Uhr erreichbar, dürften aber nicht als neutrale Informationsplattform angesehen werden. Denn hier äußerten sich vorwiegend Frauen mit gescheitertem Kinderwunsch und zudem sei es ein Raum, in dem viele falsche bzw. schlecht recherchierte Informationen kursierten. Gefragt sei deshalb eine digitale Therapiebegleitung mit fundierten Informationen.

Emotionale Unterstützung und fachlich validierte Informationen

Um Kinderwunschpaare in ihrer individuellen Situation „abzuholen“, dabei emotional zu unterstützen und fachlich validiert zu informieren, haben die Firmen Merck Serono und GAIA in enger Zusammenarbeit mit erfahrenen Kinderwunsch-Experten, Psychologen und Psychotherapeuten, IT-Spezialisten und Kommunikationsexperten die ­innovative Online-Therapiebegleitung MyCalimera entwickelt. „Der entscheidende Vorteil der Plattform besteht darin, dass alle im Zusammenhang mit der Kinderwunschtherapie häufigen Fragen und aufkommenden Problemfelder adressiert werden, und die Paare oder auch Einzelbetroffene zu jedem Thema individuell informiert werden“, sagte Frau Dr. Dorn als Mitglied des Expertenteams MyCalimera. Sie hob hervor, dass diese Informationen nicht durch eigene Betroffenheitserfahrung „gefärbt“ sind. Vielmehr werden sie aus professioneller Sicht gegeben, wobei auch Patienten in die Entwicklung einbezogen wurden. Bei der Entwicklung des Tools machte man sich die Erfahrung mit ähnlichen von dem Mitentwickler GAIA angebotenen Devices zunutze, die in anderen Indikationen, z. B. Depressionen, bereits erfolgreich zum Einsatz kommen.

Für Franziska Ferber, Kinderwunsch-Coach und langjährige Patientin in der Kinderwunschtherapie, hat MyCalimera vor allem für diejenigen Patienten – und hier Frauen und Männer – einen besonderen Nutzen, die noch am Anfang ihrer Kinderwunschbehandlungszeit stehen. D. h. Patienten, die sich möglicherweise erst im 1. oder 2. (IVF/ICSI-) Behandlungszyklus oder in der IUI-Therapie befinden. Als selbstlernendes Programm holt MyCalimera den Patienten in seiner Situation ab – psychisch und vom Wissensstand her, und bietet als Herzstück interaktive Dialoge. Quantitativ werden nach Ansicht von Frau Ferber grundlegendes Know-how in Kombination mit Stressmanagementtechniken vermittelt. Qualitativ zeichnen sich die Gespräche durch eine hohe Authentizität und damit auch vertrauensbildende Glaubwürdigkeit aus. Nicht zuletzt, weil das Paar durch das vermittelte Wissen die Behandlung besser verstehen und lernen kann, mit besonderen, belastenden Situatio­nen umzugehen sowie Konflikte zu lösen.

MyCalimera ist rund um die Uhr erreichbar, auf Smartphone, Tablet und PC abrufbar. Es eignet sich, Kinderwunschpaare in Ergänzung zu Arzt-Patienten-Gesprächen psychologisch zu entlasten und fachlich valide zu informieren. Darüber hinaus könnte das Tool ggf. die Drop-out-Rate der Kinderwunschtherapie verringern. Geht es doch laut Frau Dr. Dorn auch darum, „Paare zumindest zu motivieren, so viele Versuche, wie optimalerweise möglich, mitzunehmen, um die Chance, schwanger zu werden, zu erhöhen“.

Zur aktuellen Drop-out-­Situation in Deutschland ist eine umfassende Auswertung des D·I·R unter Leitung von Prof. Dr. med. J.-S. Krüssel erfolgt. Die Veröffentlichung dieser Drop-out-Analyse ist in Vorbereitung.

Literatur:

1. Rohde A, Dorn A, Hocke A. Psychosomatik in der Gynäkologie: Kompaktes Wissen – Konkretes Handeln. 1. Aufl., Schattauer Verlag, Stuttgart, 2017; 136–60.

Weitere Informationen und ­verantwortlich für den Inhalt:

Merck Serono GmbH

Darmstadt, Deutschland


 
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