Kardiovaskuläre Aspekte einer COVID-19-Infektion // Cardiovascular aspects of COVID-19 infection
Journal für Pneumologie 2021; 9 (2): 11-15
Volltext (PDF) Summary Praxisrelevanz
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- Auch wenn die kardiale Beteiligung in der Akutsituation häufig scheint, sind schwerwiegende Komplikationen eher selten und der kardiale Anteil an den Langzeitfolgen des Long-COVID-Syndroms scheint gering.
- Zu den kardialen Komplikationen in der akuten COVID- 19-Infektion zählen vor allem die Myokardischämie, Myokarditis, Pulmonalembolie mit Rechtsherzbelastung und Arrhythmien.
- Adipositas, männliches Geschlecht, höheres Alter sowie Komorbiditäten (vor allem kardiovaskuläre Risikofaktoren wie Hypertonie, körperliche Inaktivität und Diabetes mellitus) stellen die wichtigsten Risikofaktoren für einen schweren Verlauf dar.
- Wenn die kardialen Enzyme nicht erhöht sind, ein normaler Echokardiografiebefund sowie auch ein unauffälliges EKG vorliegen, kann eine kardiale Beteiligung mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden.
- Bei anhaltenden kardialen Beschwerden ist am ehesten an eine Myokarditis zu denken. Bei Bestätigung in der MRT-Untersuchung ist eine körperliche Schonung für 3 bis 6 Monate zu empfehlen.
