Geschlechtsspezifische Unterschiede bei Depression und Suizidalität
Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2008; 9 (3): 40-45
Volltext (PDF) Summary Praxisrelevanz
Diagnose und Therapie psychischer Störungen, insbesondere depressiver Erkrankungen, sind ein wesentlicher Schritt in der Suizidprävention. • Es gibt konsistente Hinweise dafür, dass die Depressionsrate von Männern unterschätzt wird und dass Männer im Vergleich zu Frauen seltener professionelle Hilfe wegen depressiver Symptome in Anspruch nehmen. • Insbesondere für Hausärzte besteht eine große Herausforderung darin, depressive bzw. depressionsgefährdete Männer rechtzeitig zu identifizieren. Hilfreich ist dabei die Kenntnis männerspezifischer Risikofaktoren für Depression. • Depression bei Männern kann besser diagnostiziert werden, wenn die klassischen Depressionskriterien um männertypische Stresssymptome erweitert werden („male depression“). Eine geschlechtersensible Depressionsdiagnostik trägt wesentlich zur Suizidprophylaxe bei Männern bei
Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2008; 9 (3): 40-45
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Diagnose und Therapie psychischer Störungen, insbesondere depressiver Erkrankungen, sind ein wesentlicher Schritt in der Suizidprävention. • Es gibt konsistente Hinweise dafür, dass die Depressionsrate von Männern unterschätzt wird und dass Männer im Vergleich zu Frauen seltener professionelle Hilfe wegen depressiver Symptome in Anspruch nehmen. • Insbesondere für Hausärzte besteht eine große Herausforderung darin, depressive bzw. depressionsgefährdete Männer rechtzeitig zu identifizieren. Hilfreich ist dabei die Kenntnis männerspezifischer Risikofaktoren für Depression. • Depression bei Männern kann besser diagnostiziert werden, wenn die klassischen Depressionskriterien um männertypische Stresssymptome erweitert werden („male depression“). Eine geschlechtersensible Depressionsdiagnostik trägt wesentlich zur Suizidprophylaxe bei Männern bei
