Krause und Pachernegg
Verlag für Medizin und Wirtschaft
 
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Canova CR
Behandlung bei akuter tiefer Beinvenenthrombose und Pulmonalembolie

Zeitschrift für Gefäßmedizin 2014; 11 (3): 15-21

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Keywords: Antikoagulationiliofemorale ThromboseLungenarterienembolieLysetherapiePulmonalembolievenöse Thromboembolie

Venöse Thromboembolien (VTE) umfassen die Manifestationsformen der Lungenarterienembolie oder Pulmonalembolie (PE). Venöse Thrombosen (VT) sind am hĂ€ufigsten in der unteren ExtremitĂ€t lokalisiert, sie kommen regelmĂ€ĂŸig mit einer jĂ€hrlichen Inzidenz von 0,1–0,3 % vor und können beim Vorliegen einer PE fatal enden. Das Therapieziel der Antikoagulation in der Akutphase ist das Verhindern der Thrombose- und PE-Ausdehnung. Bei hĂ€modynamischer InstabilitĂ€t aufgrund von PE muss lysiert werden. Das Therapieziel bei VTE außerhalb der Akutphase ist mittelfristig die Verhinderung von Rezidiven und lĂ€ngerfristig das Verhindern chronischer postthrombotischer Folgen wie der Claudicatio intermittens venosa und chronischer venöser Stasefolge wie Ulcus cruris. Dies kann neben der langfristigen Kompressionstherapie in speziellen Situationen wie der ilio-femoralen oder deszendierenden Beckenbeinvenenthrombose durch thrombusentfernende Maßnahmen operativ oder auch kathetertechnisch erreicht werden. Die VTE-Therapie ist heute anspruchsvoller geworden, da verschiedene Manifestationsformen und UmstĂ€nde des Auftretens die Wahl der Therapie und Dauer der Antikoagulation beeinflussen. Differenzierte und interdisziplinĂ€re Beurteilungen und AbwĂ€gen der verschiedenen TherapiemodalitĂ€ten sind zielfĂŒhrend.
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