Krause und Pachernegg
Verlag für Medizin und Wirtschaft
 
Summary
Rohla M et al.
Warum sind im Jahr 2015 nicht alle Patienten mit Hypertonie im Zielbereich?

Journal für Hypertonie - Austrian Journal of Hypertension 2015; 19 (3): 79-83

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Abb. 1: Hypertonie-Kontrollraten

Keywords: KontrollratenManagement von HypertoniePrimärprävention

Hypertonie ist der bedeutendste singulĂ€re Risikofaktor fĂŒr die Gesamtsterblichkeit, weltweit verantwortlich fĂŒr 7,5 Millionen TodesfĂ€lle jĂ€hrlich. Zahlreiche Erhebungen der letzten Jahre zeigen im europĂ€ischen Raum Kontrollraten, d.h. den Anteil bereits diagnostizierter und therapierter Patienten, die das Blutdruckziel erreichen, zwischen 35 und 50 %. Im Vergleich gelang es in Kanada durch ein spezifischen „Disease Management Program“ (DMP), dem „Canadian Hypertension Education Program“, Kontrollraten von 13 % in 1992 auf 67 % in 2009 anzuheben. Somit ist Kanada globaler Spitzenreiter. Von einer europĂ€ischen Expertenrunde wurden folglich Ziele und AnsĂ€tze zur Optimierung der Gesamtsituation formuliert. Darunter fallen eine Verbesserung der PrimĂ€rprĂ€vention (körperliche AktivitĂ€t, ErnĂ€hrung), Überwindung der therapeutischen TrĂ€gheit und somit konsequente Senkung bis zur Erreichung des Blutdruckziels, Vereinfachung der Therapie u. A. unter Verwendung von KombinationsprĂ€paraten, Miteinbeziehung der Betroffenen (Stichwort Selbsttitration) und enge Zusammenarbeit mit GesundheitstrĂ€gern. Diese Empfehlungen finden womöglich Eingang in nationale DMPs.
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