Versorgung älterer psychisch Kranker in Österreich: stationäre akutpsychiatrische, Langzeit- und ambulante Betreuungsaspekte
Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2015; 16 (4): 149-158
Volltext (PDF) Summary Praxisrelevanz Abbildungen
Keywords: akutstationäre Behandlung, Alterspsychiatrie, ambulante Behandlung, Gerontopsychiatrie, psychiatrische Versorgung, ältere psychisch Kranke
Einleitung: In dieser Arbeit werden Versorgungsstrukturen für ältere psychisch kranke Menschen in Österreich dargestellt. Der Fokus liegt in der bisher erstmaligen Zusammenführung der unterschiedlichen Angebote im Bereich der Akutversorgung, in der Versorgung in Pflegeheimen oder in speziellen psychiatrisch betreuten Wohnformen sowie in der ambulanten Betreuung. Die öffentlich zugänglichen Daten sind leider oft inkonsistent oder nicht vorhanden, sodass in Zukunft eine große Kraftanstrengung erforderlich ist, diese zu erheben, um eine adäquate Versorgungsplanung ermöglichen zu können. Ergebnisse: Für den Bereich der akutpsychiatrischen Versorgung > 65-jähriger psychisch kranker Patienten kann davon ausgegangen werden, dass die unterste Bettenmessziffer von 0,07/1000 Einwohner erreicht wird, wenn separierte und integrierte Versorgung zusammengefasst werden. Der Anteil der stationären Aufnahmen > 65-jähriger Patienten wurde für die Universitätskliniken und die regionalisierten psychiatrischen Abteilungen mit 20 % pro Jahr angegeben. Die Ärzte in den akuten Einrichtungen sind durch ihre Fort- und Weiterbildung auf die Betreuung älterer Patienten gut vorbereitet. Eine ambulante, qualitativ hochwertige, multiprofessionelle Betreuung psychisch kranker alter Menschen ist möglich und führt zu einer massiven Verbesserung aller individuellen Parameter. Es besteht immenser Druck, die ambulante Versorgung zu diversifizieren und Wege über die Dichotomisierung Angehörige vs. Pflegeheim hinaus zu entwickeln.
Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2015; 16 (4): 149-158
Volltext (PDF) Summary Praxisrelevanz Abbildungen
Keywords: akutstationäre Behandlung, Alterspsychiatrie, ambulante Behandlung, Gerontopsychiatrie, psychiatrische Versorgung, ältere psychisch Kranke
Einleitung: In dieser Arbeit werden Versorgungsstrukturen für ältere psychisch kranke Menschen in Österreich dargestellt. Der Fokus liegt in der bisher erstmaligen Zusammenführung der unterschiedlichen Angebote im Bereich der Akutversorgung, in der Versorgung in Pflegeheimen oder in speziellen psychiatrisch betreuten Wohnformen sowie in der ambulanten Betreuung. Die öffentlich zugänglichen Daten sind leider oft inkonsistent oder nicht vorhanden, sodass in Zukunft eine große Kraftanstrengung erforderlich ist, diese zu erheben, um eine adäquate Versorgungsplanung ermöglichen zu können. Ergebnisse: Für den Bereich der akutpsychiatrischen Versorgung > 65-jähriger psychisch kranker Patienten kann davon ausgegangen werden, dass die unterste Bettenmessziffer von 0,07/1000 Einwohner erreicht wird, wenn separierte und integrierte Versorgung zusammengefasst werden. Der Anteil der stationären Aufnahmen > 65-jähriger Patienten wurde für die Universitätskliniken und die regionalisierten psychiatrischen Abteilungen mit 20 % pro Jahr angegeben. Die Ärzte in den akuten Einrichtungen sind durch ihre Fort- und Weiterbildung auf die Betreuung älterer Patienten gut vorbereitet. Eine ambulante, qualitativ hochwertige, multiprofessionelle Betreuung psychisch kranker alter Menschen ist möglich und führt zu einer massiven Verbesserung aller individuellen Parameter. Es besteht immenser Druck, die ambulante Versorgung zu diversifizieren und Wege über die Dichotomisierung Angehörige vs. Pflegeheim hinaus zu entwickeln.
