Krause und Pachernegg
Verlag für Medizin und Wirtschaft
 
Summary
Duller M
Auswirkungen des Ernährungsverhaltens auf den Krankheitsverlauf von COPD-Patienten // Influence of nutritional habits in COPD patients.

Journal für Pneumologie 2018; 6 (1): 21-28

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Keywords: COPDErnährungErnährungsverhalten

Chronic obstructive pulmonary disease is a complex heterogeneous disease associated with genetic, social, environmental and lifestyle risk factors. Smoking is a predominant risk factor, but many smokers do not develop COPD. There are more and more scientific indications that nutritional habits may influence the development and the course of pulmonary diseases. According to the available scientific evidence, nutritional status is an important influencing factor for COPD patients. Nutritional risk factors can be assessed due to longitudinal surveys of body weight and body composition by considering the different metabolic phenotypes. The efficacy of nutritional interventions in malnourished patients and the possible improvement in physical performance, body composition and quality of life could be observed mainly through the combination of multimodal nutritional and rehabilitation programs in COPD patients. Overall, the findings suggest that a healthy diet for COPD patients is recommended regarding the potential pulmological and metabolic benefits. Future research should focus on pathophysiological mechanisms of body composition and nutritional interventions. Results from these studies may possibly lead to interesting approaches and exciting pathways for additional therapeutic possibilities regarding the development and risk prognoses of COPD.
Kurzfassung: Bei der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung handelt es sich um eine komplexe heterogene Erkrankung, die mit genetischen, sozialen, Umwelt- und Lebensstilrisikofaktoren im Zusammenhang steht. Einen prädominanten Risikofaktor stellt das Rauchen dar, aber viele Raucher entwickeln keine COPD. Hinsichtlich der Ernährung als Risikofaktor gibt es immer mehr wissenschaftliche Anhaltspunkte dafür, dass bestimmte Ernährungsgewohnheiten bei der Entstehung und dem Krankheitsverlauf von Lungenerkrankungen eine Bedeutung haben könnten. Nach den vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnissen stellt der Ernährungsstatus einen wichtigen Einflussfaktor für COPDPatienten dar. Ernährungsbedingte Risikofaktoren können unter Beachtung der verschiedenen metabolischen Phänotypen mittels longitudinalen Erhebungen von Körpergewicht und Körperzusammensetzung bewertet werden. Die Wirksamkeit von Ernährungsinterventionen bei unterernährten Patienten und eine mögliche Verbesserung der Leistungsfähigkeit, Körperzusammensetzung und Lebensqualität konnte vor allem in Kombination mit multimodalen Ernährungsund Rehabilitationsbzw. Trainingsprogrammen bei COPDPatienten beobachtet werden. Insgesamt deuten die Erkenntnisse darauf hin, dass eine gesunde Ernährungsweise für COPDPatienten hinsichtlich der potenziellen pulmologischen und metabolischen Vorteile zu empfehlen ist. Zukünftige Studien im Hinblick auf pathophysiologische Mechanismen der Körperzusammensetzung und Ernährungsinterventionen lassen noch einiges an Spielraum für wissenschaftliche Untersuchungen offen und könnten möglicherweise interessante Ansätze bezüglich Entstehung der COPD, Risikoprognosen und spannende Wege für zusätzliche Therapiemöglichkeiten bringen.
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