Hormonersatztherapie - Nutzen und Risiken
Journal für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie - Journal of Reproductive Medicine and Endocrinology 2004; 1 (2): 77-81
Volltext (PDF) Summary
Keywords: Endokrinologie, Gynäkologie, HERS-Studie, Hormonersatztherapie, HRT, Million Women Study, MWS-Studie, Nutzen, Risiko, WHI-Studie, Womens Health Initiative
Zwei placebokontrollierte Interventionsstudien mit kombinierter Hormontherapie hatten die Diskussion ausgelöst, ob diese von Nutzen sei, da erhöhte Risiken für Brustkrebs, Herzinfarkte, Thrombosen und Hirninsult berechnet wurden. Bei vorbestehender Disposition müssen diese Risiken stets beachtet werden; insgesamt sind bei individueller Bilanzierung diese gegenüber dem erreichbaren Nutzen zu relativieren. Eine Prävention von kolorektalen Karzinomen scheint möglich, obwohl dieser präventive Ansatz derzeit keine Indikation für eine Hormonersatztherapie darstellt. Die Osteoporoseprävention wurde bestätigt, die klassischen Indikationen wie vasovegetative und urogenitale Beschwerden waren nie angezweifelt worden. Bei individualisierter, niedrig dosierter, indizierter und kontrollierter Anwendung der Hormonersatztherapie ist davon auszugehen, daß der Nutzen die Risiken überwiegt.
Journal für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie - Journal of Reproductive Medicine and Endocrinology 2004; 1 (2): 77-81
Volltext (PDF) Summary
Keywords: Endokrinologie, Gynäkologie, HERS-Studie, Hormonersatztherapie, HRT, Million Women Study, MWS-Studie, Nutzen, Risiko, WHI-Studie, Womens Health Initiative
Zwei placebokontrollierte Interventionsstudien mit kombinierter Hormontherapie hatten die Diskussion ausgelöst, ob diese von Nutzen sei, da erhöhte Risiken für Brustkrebs, Herzinfarkte, Thrombosen und Hirninsult berechnet wurden. Bei vorbestehender Disposition müssen diese Risiken stets beachtet werden; insgesamt sind bei individueller Bilanzierung diese gegenüber dem erreichbaren Nutzen zu relativieren. Eine Prävention von kolorektalen Karzinomen scheint möglich, obwohl dieser präventive Ansatz derzeit keine Indikation für eine Hormonersatztherapie darstellt. Die Osteoporoseprävention wurde bestätigt, die klassischen Indikationen wie vasovegetative und urogenitale Beschwerden waren nie angezweifelt worden. Bei individualisierter, niedrig dosierter, indizierter und kontrollierter Anwendung der Hormonersatztherapie ist davon auszugehen, daß der Nutzen die Risiken überwiegt.
