Die laparoskopische Hodensuche beim Kryptorchismus im Erwachsenenalter
Journal für Urologie und Urogynäkologie 2007; 14 (2) (Ausgabe für Österreich): 5-8
Journal für Urologie und Urogynäkologie 2007; 14 (2) (Ausgabe für Schweiz): 5-7
Journal für Urologie und Urogynäkologie 2007; 14 (1) (Ausgabe für Deutschland): 4-6
Volltext (PDF) Summary Abbildungen
Keywords: Hodensuche, Kryptorchismus, Laparoskopie, Orchidopexie, Orchiektomie, cryptorchidism, Laparoscopy, non-palpable testis, orchidopexy, orchiectomy
Die EffektivitƤt der laparoskopischen Hodensuche beim nicht-palpablen Hoden im Kindesalter ist mittlerweile durch Studien mit z. T. groĆen Patientenkollektiven belegt. Derzeit sind jedoch nur wenige Daten zur Laparoskopie beim Kryptorchismus im Erwachsenenalter verfügbar. Bislang unterzogen sich neun Patienten mit nicht-palpablem Hoden einer laparoskopischen Hodensuche an unseren Kliniken. AbhƤngig von der Befundkonstellation erfolgte eine Orchidopexie oder Orchiektomie. Bei zwei Patienten war in AllgemeinanƤsthesie ein atropher Leistenhoden tastbar, der bei der nachfolgenden inguinalen Exploration entfernt wurde. Bei vier MƤnnern zeigte die Laparoskopie einen Eintritt von Ductus deferens und Vasa spermatica in den inneren Leistenring. Bei der inguinalen Exploration wurde in jeweils zwei FƤllen ein āvanishing testisā bzw. ein atropher Hoden entfernt. Bei zwei Patienten mit Einzelhoden fand sich ein morphologisch unauffƤlliger Bauchhoden mit intakter endokriner Funktion. In beiden FƤllen sistierte die Testosteronproduktion nach dem ersten Teil der Orchidopexie nach Fowler-Stephens vollstƤndig. Bei einem Patienten mit atrophem Bauchhoden wurde dieser laparoskopisch entfernt. Die vorliegenden Daten demonstrieren, daĆ die laparoskopische Hodensuche eine geeignete Technik im Management des nicht-tastbaren Hodens beim Erwachsenen darstellt. Im Falle eines erhaltungswürdigen Bauchhodens sollte aber eine Orchidopexie nach Fowler-Stephens vermieden werden, um die endokrine Funktion des Hodens zu erhalten.
Journal für Urologie und Urogynäkologie 2007; 14 (2) (Ausgabe für Österreich): 5-8
Journal für Urologie und Urogynäkologie 2007; 14 (2) (Ausgabe für Schweiz): 5-7
Journal für Urologie und Urogynäkologie 2007; 14 (1) (Ausgabe für Deutschland): 4-6
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Keywords: Hodensuche, Kryptorchismus, Laparoskopie, Orchidopexie, Orchiektomie, cryptorchidism, Laparoscopy, non-palpable testis, orchidopexy, orchiectomy
Die EffektivitƤt der laparoskopischen Hodensuche beim nicht-palpablen Hoden im Kindesalter ist mittlerweile durch Studien mit z. T. groĆen Patientenkollektiven belegt. Derzeit sind jedoch nur wenige Daten zur Laparoskopie beim Kryptorchismus im Erwachsenenalter verfügbar. Bislang unterzogen sich neun Patienten mit nicht-palpablem Hoden einer laparoskopischen Hodensuche an unseren Kliniken. AbhƤngig von der Befundkonstellation erfolgte eine Orchidopexie oder Orchiektomie. Bei zwei Patienten war in AllgemeinanƤsthesie ein atropher Leistenhoden tastbar, der bei der nachfolgenden inguinalen Exploration entfernt wurde. Bei vier MƤnnern zeigte die Laparoskopie einen Eintritt von Ductus deferens und Vasa spermatica in den inneren Leistenring. Bei der inguinalen Exploration wurde in jeweils zwei FƤllen ein āvanishing testisā bzw. ein atropher Hoden entfernt. Bei zwei Patienten mit Einzelhoden fand sich ein morphologisch unauffƤlliger Bauchhoden mit intakter endokriner Funktion. In beiden FƤllen sistierte die Testosteronproduktion nach dem ersten Teil der Orchidopexie nach Fowler-Stephens vollstƤndig. Bei einem Patienten mit atrophem Bauchhoden wurde dieser laparoskopisch entfernt. Die vorliegenden Daten demonstrieren, daĆ die laparoskopische Hodensuche eine geeignete Technik im Management des nicht-tastbaren Hodens beim Erwachsenen darstellt. Im Falle eines erhaltungswürdigen Bauchhodens sollte aber eine Orchidopexie nach Fowler-Stephens vermieden werden, um die endokrine Funktion des Hodens zu erhalten.
