Krause und Pachernegg
Verlag für Medizin und Wirtschaft
 
Summary
Neuner T et al.
Reduktion der Suizidraten der Männer durch das Bündnis gegen Depression

Blickpunkt der Mann 2009; 7 (4): 42-45

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Abb. 1: Suizidraten Abb. 2: Suizidrate - Geschlecht

Keywords: AndrologieNeurologiePsychiatriePsychosomatik

FĂŒr an Depression erkrankte Menschen besteht noch immer ein hoher Optimierungsbedarf hinsichtlich der korrekten Diagnosestellung und Behandlung. Insbesondere bei depressiven MĂ€nnern ist von einer betrĂ€chtlichen Unterdiagnostizierung auszugehen: Einerseits werden mĂ€nnerspezifische Depressionssymptome gemĂ€ĂŸ dem Konzept der „Male Depression“ oft nicht erkannt, andererseits suchen MĂ€nner aber auch seltener professionelle Hilfe auf als Frauen. Zur Verbesserung der FrĂŒherkennung und Behandlung depressiv erkrankter Menschen fĂŒhrt das Regensburger BĂŒndnis gegen Depression seit 2003 das bereits im Modellprojekt in NĂŒrnberg bewĂ€hrte Vier-Ebenen- Programm durch. FĂŒnf Jahre nach dem Kampagnenstart wurden die Suizidraten der Stadt Regensburg vor und nach Etablierung des Regensburger BĂŒndnisses gegen Depression im Vergleich zu den Suizidraten der Kontrollregionen Landkreis Regensburg und Landkreis Neumarkt sowie der Bundesrepublik Deutschland evaluiert. Die Ergebnisse zeigen, dass es nur in der Interventionsregion zu einer signifikanten Abnahme der Suizidraten kam. Die Reduktion der Suizidrate lĂ€sst sich dabei auf eine signifikante Abnahme der Suizide von MĂ€nnern zurĂŒckfĂŒhren. Die Interventionsmaßnahmen scheinen damit auch die mĂ€nnliche Bevölkerung erreicht zu haben.
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