Laserangioplastie der Koronargefäße bei chronischen Totalverschlüssen und kalzifizierten Stenosen - Ein systemischer Review
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2010; 17 (11-12): 405-410
Volltext (PDF) Summary
Keywords: chronischer Totalverschluss, evidenzbasierte Medizin, Laserangioplastie, Refundierung, Stenose
Die Laserangioplastie bei hochgradig kalzifizierten Stenosen und chronischen Totalverschlüssen wurde entwickelt, um das Lumen für eine Ballondilatation/Stenting zu erweitern. In dieser Übersichtarbeit wurden ein RCT und 2 Beobachtungsstudien mit einer Gesamtpopulation von 444 Patienten eingeschlossen. Es wurde keine Studie identifiziert, die eine Aussage zur Wirksamkeit der Laserangioplastie (Laserablationskatheter) bei mit herkömmlichen Ballonkathetern nicht passierbaren Stenosen oder chronischen Totalverschlüssen zulassen. In der einzigen Wirksamkeitsstudie wurde ein laserbasierter Führungsdraht zur Passage chronischer Totalverschlüsse untersucht – mit dem Ergebnis, dass der Laserdraht keinen Vorteil gegenüber konventionellen mechanischen Drähten aufweist. Aufgrund des gegebenen Studiendesigns – ein RCT mit einer per Randomisierung und Protokollanalyse ("allocation-switch") und 2 Fallserien ohne Kontrollgruppen – ist die Stärke der Evidenz zur Wirksamkeit und Sicherheit niedrig. Eine Aufnahme in den Leistungskatalog der österreichischen Spitäler wird derzeit nicht empfohlen.
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2010; 17 (11-12): 405-410
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Keywords: chronischer Totalverschluss, evidenzbasierte Medizin, Laserangioplastie, Refundierung, Stenose
Die Laserangioplastie bei hochgradig kalzifizierten Stenosen und chronischen Totalverschlüssen wurde entwickelt, um das Lumen für eine Ballondilatation/Stenting zu erweitern. In dieser Übersichtarbeit wurden ein RCT und 2 Beobachtungsstudien mit einer Gesamtpopulation von 444 Patienten eingeschlossen. Es wurde keine Studie identifiziert, die eine Aussage zur Wirksamkeit der Laserangioplastie (Laserablationskatheter) bei mit herkömmlichen Ballonkathetern nicht passierbaren Stenosen oder chronischen Totalverschlüssen zulassen. In der einzigen Wirksamkeitsstudie wurde ein laserbasierter Führungsdraht zur Passage chronischer Totalverschlüsse untersucht – mit dem Ergebnis, dass der Laserdraht keinen Vorteil gegenüber konventionellen mechanischen Drähten aufweist. Aufgrund des gegebenen Studiendesigns – ein RCT mit einer per Randomisierung und Protokollanalyse ("allocation-switch") und 2 Fallserien ohne Kontrollgruppen – ist die Stärke der Evidenz zur Wirksamkeit und Sicherheit niedrig. Eine Aufnahme in den Leistungskatalog der österreichischen Spitäler wird derzeit nicht empfohlen.
