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1. Kaufmann B; Glaser F
EKG-Beispiel: Leiterdiagramm für Experten
EKG
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2024; 31 (9-10): 246-249
EKG einer 78-jährigen Patientin. Grundrhythmus Sinusrhythmus mit einer Frequenz von 88/min. Es besteht ein „Group Beating“; nach 3 PQRST-Zyklen mit zunehmender PQ-Verlängerung ist regelhaft eine Pause zu beobachten. Alle QRS-Komplexe vor den Pausen weisen am Ende Deformierungen auf, die schmal, spitz und in III negativ sind (A, Pfeile). Es handelt sich um ein 2-Bahn-Phänomen mit einem AV-nodalen Reentry: Die letzte AV-Überleitung vor der Pause (PQ-Zunahme von 350 auf 440 msec) erfolgt aufgrund einer Blockierung des Fast Pathway (β) über den Slow Pathway (α), und wird über den Fast Pathway retrograd auf die Vorhöfe zurückgeleitet (eine Umkreisung, Reentry). Durch Reset des Sinusknotens entsteht eine Pause. In V₁ verursacht die retrograde simultane atriale Aktivierung eine schmale, positive P-Welle („Rabbit Ear“, B, Pfeil), wie bei einer typischen AV-Knoten-Reentry-Tachykardie. Dieser Mechanismus wird mittels Leiterdiagramm (B unten) und auch schematisch (C) dargestellt. Es besteht eine Kombination aus AV-Überleitungsstörung, und 2-Bahn-Physiologie. Aufgrund der auf den ersten Blick schwer zu erkennenden retrograden P-Welle wird dieses Phänomen auch „Empty Wenckebach“ genannt. Nachdem hier der AVN-Reentry Vorhof und Kammer erreicht, ist das Konzept der Common Pathways hier nicht erforderlich, um den Erregungsablauf darzustellen. Aus: [Rohla M, Glaser F, Littmann L. EKG-Beispiel: AV-Block II. Grades Typ „Empty“ Wenckebach. J Kardiol 2003; 10: 394].

Keywords: EKG,  Kardiologie
2. Kaufmann B; Glaser F
EKG-Beispiel: Leiterdiagramm für Experten
EKG
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2024; 31 (9-10): 246-249
(a): EKG; (b): Leiterdiagramm. K: Kollision im UCP (hier keine Angabe der PQ-Zeit, da keine AV-Überleitung besteht); α: Slow Pathway; β: Fast Pathway.

Keywords: EKG,  Kardiologie
3. Glaser F
EKG-Beispiel: Plötzlicher Herztod - leicht zu verhindern
EKG
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2021; 28 (3-4): 110-112
Vorhofflimmern bei hochfrequent leitender akzessorischer Bahn (kürzestes RR-Intervall 200 msec, entsprechend einer Frequenz von 300/min!): Konkurrenz der AV-Überleitung über die akzessorische Bahn und das physologische Reizleitungssystem. Der physiologische Schutz vor zu hohen Kammerfrequenzen durch die Filterwirkung des AV-Knotens wird durch die akzessorische Bahn gebypasst, somit sind sehr hohe Kammerfrequenzen möglich. Diese Tachyarrhythmie wird treffend FBI-Tachykardie genannt: F für fast, B für broad, und I für irregular, wobei sich irregular sowohl auf die RR-Intervalle als auch auf die QRS-Breite bezieht.

Keywords: EKG,  Kardiologie,  Vorhofflimmern
4. Glaser F; Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
Vorhofflattern
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
Typisches Vorhofflattern bei einer 64-Jährigen. Die Flatterwellen (F) mit einer Frequenz von 270/min sind in den inferioren Ableitungen negativ und positiv in V1. Jede zweite F-Welle wird übergeleitet, es handelt sich daher um ein Vorhofflattern mit 2:1-AV-Überleitung. Regelmäßige atriale Rhythmen über Frequenzen von 240–250/min werden unter Ruhebedingungen und ohne Medikamenteneinfluss sehr häufig mit 2:1 AV-„Block“ übergeleitet. Der Bereich des „Normalen“ ist groß. Ein intakter AVN bietet akuten Schutz vor gefährlich hohen Frequenzen, nicht aber vor der Entwicklung einer tachykardieinduzierten Kardiomyopathie. Aus [19].

Keywords: EKG,  Vorhofflattern
5. Glaser F; Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
AV-Block
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
Nächtliche Vagotonie bei einer gesunden 20-Jährigen (Holter). Bei Verlangsamung des Sinusrhythmus AV-Block mit AV-junctionalem Escape (E), dann wieder 1:1-AV-Überleitung. Es ist auch eine charakteristische Änderung der Sinus-P-Morphologie in dieser Phase zu beobachten (P durch Pfeile markiert). Der Grund dafür ist eine Verschiebung der Stelle der Impulsbildung unter Vaguseinwirkung in den kaudalen Bereich des Sinusknotens. Aus [19].

Keywords: AV-Block,  EKG
6. Glaser F; Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
SR - AVJR
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
SR und gleichzeitig AVJR bei einem 67-Jährigen (Zufallsbefund beim Internisten). Die P-Wellen sind mit Pfeil markiert. Es besteht eine leichte ventrikulophasische Schwankung des PP-Intervalls. Der AVJR (E) mit normal breiten QRS-Komplexen ist langsam und regelmäßig (CL 1680 msec). Zwei QRS-Komplexe sind vorzeitig: (C). Der scheinbar höhergradige AV-Block ist bedingt durch versteckte retrograde Leitung des AVJR in den AVN. Bei zwei günstigen RP-Intervallen kann eine AV-Überleitung stattfinden, weil der AVN nach der retrograden Depolarisation nicht mehr refraktär ist. Diese zwei übergeleiteten QRS haben auch eine von den Escape-Komplexen etwas abweichende Morphologie. Praktische Konsequenz: Eine Schrittmacherimplantation ist in diesem Fall nur bei klinischer Symptomatik notwendig. Aus [19].

Keywords: AVJR,  EKG,  SR
7. Glaser F; Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
Bi-Level-AV-Block
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
Bi-Level-AV-Block bei einem 55-Jährigen. Leistungslimitierung bei der Arbeit durch Dyspnoe und Schwindel. Holter-EKG (12,5 mm/sec Ableitung mV5). Während der Aufzeichnung überwiegend 1:1 AV-Überleitung und RSB. Oben, A: Bei nächtlicher Vagotonie Wenckebach-Typ AV-Block II, Übergang in 2:1-AV-Block: Block offensichtlich im AVN (PR vor Block länger, als danach). Unten, B: Bei körperlicher Belastung (Sinusfrequenz-Anstieg bis ca 120/ min) Wechsel zwischen 3:1, 3:2 und schließlich 2:1-AV-Block. Das Leiterdiagramm erklärt den Bi-Level-Block: Bei 2:1-Überleitung Block im HPS, bei 3:1-Überleitung Block zuerst im HPS, dann im AVN, bei 3:2-AV-Block im HPS. In diesem Fall besteht eine klare Schrittmacherindikation, da eine Progression im distalen Blockbereich (HPS) jederzeit entstehen kann. Erklärung siehe Text!

Keywords: Bi-Level-AV-Block,  EKG
8. Glaser F; Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
AV-Block
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
Überleitungsstörungen im Rahmen eines akuten RCA-Infarktes bei einem 47-Jährigen. Der obere Monitorstreifen (A) zeigt noch einen Wenckebach-TypAV-Block II bis zu einem Blockgrad von 2:1. Dann Entwicklung eines totalen AV-Blocks (B); keine Korrelation zwischen P und QRS, es besteht ein AVJ-Escape-Rhythmus. Durch eine Kurzinfusion von 400 mg Theophyllin Besserung der AV-Überleitung (C). Die QRS-Komplexe sind normal breit, die Stelle des Blocks ist im AVN (siehe „Versorgung des AV-Überleitungssystems“), die Prognose ist ausgesprochen günstig. Die Erholung des AVN kann bis zu 2 Wochen dauern: So lange soll mit der Implantation eines permanenten Schrittmachers zugewartet werden! Aus [19].

Keywords: AV-Block,  EKG
9. Glaser F; Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
Infrahissärer Wenckebach-Typ AV-Block II
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
Infrahissärer Wenckebach-Typ AV-Block II bei einer 70-Jährigen mit rezidivierenden ungeklärten Synkopen. Oben: Sinus rhythmus, 88/min. Die PQ-Zeit vor dem Block beträgt 200 msec, nach dem Block 240 msec., LSB. Mitte: Elektrophysiologische Untersuchung mit Elektrodenbipolen im Vorhof (HRA), am HIS (HBEp und d), RV und Oberflächenableitung V1: Im Gegensatz zu oben bei ausgeprägter Sinusbradykardie von 41/min 1:1-Überleitung mit einer extrem langen HV-Zeit von 150 msec. Unten: Bei Stimulation mit 1200 msec (50/min) Nachweis des infrahissären Wenckebach mit einem HV-Intervall vor dem Block von 180 msec und 140 msec nach dem Block. Der Patientin wurde ein Zweikammer-Schrittmachersystem implantiert. In weiterer Folge entwickelte sich ein totaler AV-Block ohne Escaperhyhtmus mit kompletter Schrittmacherabhängigkeit. (Fall aus 1999, Elektrophysiologie-Dokumentation mit Tintenstrahldruck).

Keywords: EKG,  Wenckebach-Typ AV-Block II
10. Glaser F; Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
AV-Block
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
AV-Block I mit einer PQ-Zeit von 280 msec bei einem 82-Jährigen. Eine interpolierte VES penetriert in den AVN und verlängert die Überleitung des nächsten (rechtzeitig einfallenden) Sinus-Impulses noch mehr (Pfeil: P Welle, erkennbar an der Deformierung der T-Welle). Schönes Beispiel auch für verborgene Leitung in die AVJ. Aus [19].

Keywords: AV-Block I,  EKG
11. Glaser F; Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
„Empty“ Wenckebach
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
„Empty“ Wenckebach auf Basis der 2-Bahn-Physiologie des AV-Knotens. Grundrhythmus Sinusrhythmus mit einer Frequenz von 88/min. Nach 3 PQRST-Zyklen mit zunehmender PQ-Verlängerung ist immer eine Pause zu beobachten, wie bei WenckebachTyp AV-Block II. Die Pausen sind aber scheinbar leer; die blockierte Sinus-P-Welle fehlt! Bei genauer Betrachtung weisen jedoch alle QRS-Komplexe vor den Pausen Deformierungen des terminalen Anteils auf, die schmal, spitz und in III negativ sind (A, Pfeile). Es handelt sich um ein 2-Bahn-Phänomen; die letzte AV-Überleitung vor der Pause erfolgt über den Slow Pathway (α, mit einer PQ-Zunahme von 350 auf 440 msec), und wird über den Fast Pathway (β) retrograd auf die Vorhöfe zurückgeleitet. Die Pause entsteht durch Resettierung des SN. In V1 verursacht die retrograde atriale Aktivierung eine schmale, positive P-Welle („rabbit ear“) (B, Pfeil), wie auch bei typischer AV-Knoten-Reentry-Tachykardie. Der Mechanismus der 2-Bahn-Physiologie mit Block im Fast Pathway, anschließender antegrader AVÜberleitung über den Slow Pathway und Reentry über den Fast Pathway wird mittels Leiterdiagramm (B, unten) und auch schematisch (C) dargestellt. Es handelt sich um eine 78-jährige Patientin mit rezidivierenden paroxysmalen Schmal-QRS-Komplex- Tachykardien. Die elektrophysiologische Untersuchung bestätigte die Diagnose einer typischen AV-Knoten-Reentry-Tachykardie, die mittels Slow- PathwayAblation erfolgreich behandelt wurde. Aus [19, 25].

Keywords: EKG,  Schema,  „Empty“ Wenckebach
12. Glaser F; Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
AVNRT - Typ-5-Gap
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
Typ-5-Gap im SP des AV-Überleitungssystems. Bei einer 42-jährigen Patientin mit rezidivierender, klinisch dokumentierter AVNRT wird eine Vorhofstimulation mit einer Basiszykluslänge von 500 msec (S1-S1) mit vorzeitigen Einzelstimuli (S2) durchgeführt. Oben, A: Bei einer S2-Kopplungszeit von 350 msec ungestörte AV-Überleitung über den FP. Das lokale A2-H2-Intervall beträgt 105 (HV ist überall annähernd konstant und mit 30 msec kurz). Mitte, B: Bei Verkürzung das A1-A2-Intervalls um 20 msec kommt es zu einem Block im distalen AVN durch Kollision der Impulse über SP und FP. Unten, C: Bei weiterer Verkürzung das A1-A2-Intervalls um 10 msec kommt es wieder zu einer AV-Überleitung über den SP mit einer deutlichen Zunahme der antegraden Leitungszeit (A2-H2 = 170 msec) mit Entstehung einer typischen AVNRT.

Keywords: AVNRT,  EKG,  Typ-5-Gap
13. Glaser F; Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
Vorhofflattern
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
Demaskierung der atrialen Tätigkeit bei Vorhofflattern mit 1:1 AV-Überleitung mittels Vagusmanöver (Karotisdruck): Durch Verlangsamung der AV-Überleitung werden die F-Wellen erkennbar.

Keywords: EKG,  Vorhofflattern
14. Glaser F; Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
ERP
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
ERP zweier kardialer Strukturen. Bei einem Patienten mit WPW-Syndrom wird eine Vorhofstimulation mit einer Basiszykluslänge von 500 msec (S1, 120/min) mit vorzeitigen Stimuli (S2) vorgenommen. Bei Verkürzung des Kopplungsintervalls auf 370 msec Block in der akzessorischen Bahn, die AV-Überleitung erfolgt über das normale AV-Überleitungssystem (keine δ-Welle mehr vorhanden). Bei einem Kopplungsintervall von 260 msec Block im AV-Knoten. Damit ist die ERP der akzessorischen Bahn 380, des AV-Knotens 270 msec. Aus [19].

Keywords: EKG,  ERP,  WPW-Syndrom
15. Zechner R; Glaser F
EKG-Beispiel: Hochgradiger AV-Block
EKG
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2019; 26 (3-4): 78-81
SR 96/ min, AV-Block 2 mit 2:1-Überleitung, somit 48 QRS/ min, Linksschenkelblock, PQ bei AV-Überleitung 170 msec. Geringes ventrikulophasisches PP-Intervall. Diskussion siehe Text.

Keywords: EKG,  Kardiologie
16. Fellner A
EKG-Beispiel: Ubiquitäre ST-Hebungen nach lokaler Epinephrin-Applikation im Rahmen einer Bronchoskopie
EKG
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2018; 25 (9-10): 250-251
Bereits nach 26 Minuten kam es zu einer vollständigen Rückbildung aller ST-Hebungen und Senkungen, auch die AV-Überleitung normalisierte sich wieder (PQ-Zeit 0,12 Sekunden).

Keywords: EKG,  Kardiologie
17. Glaser F; Rohla M
EKG-Beispiel: Sinoatrialer Block Typ II
Sinusrhythmus mit Pausen
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2018; 25 (3-4): 85-87
Sinusrhythmus mit Pausen. Das Sinusintervall beträgt 950–1080 Millisekunden (ms), entsprechend einer Frequenz von etwa 60/min. Es sind 2 Pausen dokumentiert, diese sind doppelt so lang wie die P-P-Intervalle. Dies wiederholt sich bei langer Aufzeichnungszeit regelhaft. Abnorme P-Wellen mit tief und breit negativem Anteil in V1 (> 40 ms und > 0,1 mV) und einer Dauer von 120 ms. Verlängerte AV-Überleitung von ca. 250 ms. Pathologische QRS-Komplexe mit pathologischen Q-Wellen in I, aVL, V1, V2 und mangelnder R-Amplitude V3–V6. Persistierende ST-Streckenhebung mit terminal negativen T-Wellen V1–4, persistierende T-Negativierung in I, avL, V5, V6.

Keywords: EKG,  Elektrokardiogramm,  Intervall,  Kardiologie,  Pause,  Sinusrhythmus
18. Reiter C; Lambert T; Kiblböck D; Steinwender C
EKG-Beispiel: Fokale atriale Tachykardie mit 1:1-Überleitung
EKG - Monitoring
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2017; 24 (1-2): 13-14
EKG-Monitoring nach parenteraler Adenosin-Gabe: Passagere Terminisation der Schmalkomplextachykardie mit medikamentös induziertem AV-Block III. Grades sowie auffälliger monomorpher atrialer Tachykardie (Frequenz 220–225/min).

Keywords: EKG,  Kardiologie
19. Blessberger H; Kammler J; Lambert T; Kypta A; Hönig S; Saleh K; Grund M; Kerschner K; Steinwender C
Inzidenz von kardialen Reizleitungsstörungen und Schrittmacher-Implantationen nach transfemoralem Aortenklappenersatz mit dem CoreValve(R)-System - Ein Single-Center-Erfahrungsbericht
AV-Block-Episode
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2014; 21 (3-4): 86-91
Episode eines AV-Blocks III° im intrakardialen EKG des Schrittmacherspeichers. Auf 2 wahrgenommene ventrikuläre Schläge (Vs) folgen ein wahrgenommener atrialer Impuls (As) ohne Überleitung und daraufhin ein stimulierter atrialer Impuls ohne ventrikuläre Überleitung (Ap). Nach 3070 ms ohne Kammerkomplex beginnt der Schrittmacher nach dem zweiten stimulierten atrialen Impuls (Ap) im Ventrikel erstmalig zu stimulieren (Vp), dann erfolgt ein Pacing im DDD-Modus. Das intrakardiale EKG wird nur bei Detektion eines Ereignisses mit einer kurzen Verzögerung mitgeschrieben, da eine dauerhafte Aufzeichnung des intrakardialen EKGs zuviel Batteriespannung kosten würde (daher zuvor Null-Linie).

Keywords: AV-Block,  AV-Überleitungsstörung,  EKG,  Schrittmacherimplantation,  TAVI
20. Lehr A; Oberrauner A; Watzinger N
EKG-Beispiel: Ermüdungserscheinungen des Reizleitungssystems
EKG
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2013; 20 (7-8): 226
12-Ableitungs-EKG. Interpretation siehe Text.

Keywords: Arrhythmie,  AV-Überleitung,  EKG,  Extrasystolie,  Kardiologie
21. Michalski T; Viertbauer K
EKG-Beispiel: Höhergradiger AV-Block II Mobitz mit 3:1-Überleitung unter Fingolimod-Therapie
AV-Block II
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2013; 20 (11-12): 356
AV-Block II Typ Mobitz mit 3:1-Überleitung. In Ableitung V1 sind die Vorhofaktionen am deutlichsten.

Keywords: 3:1-Überleitung,  AV-Block II,  EKG,  Kardiologie
22. Glaser F; Rohla M
EKG-Differentialdiagnostik der Breit-QRS-Komplex-Tachykardien
RSB-Aberration
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2008; 15 (7-8): 218-235
Rechtsatriale Tachykardie mit typischer RSB-Aberration und 1:1-AV-Überleitung (die P-Wellen sind in Ableitung II mit Pfeilen markiert. Nach Karotisdruck teilweise Block im AV-Knoten mit weiterlaufender AT und damit Beweis einer SVT-A.

Keywords: EKG,  Kardiologie,  Tachykardie
23. Anelli-Monti M; Anelli-Monti B; Mächler H; Oberwalder P; Rigler B; Salaymeh L
Vermeidung unnötiger Ventrikelstimulation bei Sick-Sinus-Syndrom (SSS) - neue Ansätze in der Stimulationstherapie des Herzens
SSS - Stimulation
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2005; 12 (9-10): 238-242
MVP™-Grundfunktionen II – Ventrikuläres Back-up: Ventrikelstimulation nur bei Ausfall der AV-Überleitung; b: MVP™-Grundfunktionen III – DDD(R)-Switch: AV-sequentielle Stimulation mit optimiertem AV-Intervall nach 2 nicht geleiteten atrialen Ereignissen (Quelle: Medtronic)

Keywords: Kardiologie,  Myokard,  Stimulation
24. Anelli-Monti M; Anelli-Monti B; Mächler H; Oberwalder P; Rigler B; Salaymeh L
Vermeidung unnötiger Ventrikelstimulation bei Sick-Sinus-Syndrom (SSS) - neue Ansätze in der Stimulationstherapie des Herzens
SSS - Stimulation
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2005; 12 (9-10): 238-242
MVP™-Grundfunktionen I – AAI(R)-Mode: Atrial based Pacing erlaubt intrinsische AV-Überleitung; PR-Intervalle werden nur durch den eigenen Vorhof oder durch die Sensorfrequenz bestimmt, ein Ventrikel-Sensing (VS) vor dem nächsten AS oder AP ist ausreichend, um den AAIR-Modus zu erhalten (Quelle: Medtronic).

Keywords: Kardiologie,  Myokard,  Stimulation
25. Anelli-Monti M
Automatische Funktionen moderner Schrittmachersysteme - Medtronic ENPULSE (TM)
Schrittmacher - AV Conduction
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2004; 11 (3): 115-116
AV Conduction (AVC)-Prinzip: Bei Patienten mit Vorhofstimulation und intakter AV-Überleitung führt ein effektiver Vorhofstimulus zum Auftreten eines VS. (Backup AP: Atriale Stimulation mit höherer Energie 70 ms nach jedem Test-AP führt zu einem um 70 ms verspäteten QRS-Komplex bei ineffektiver Stimulation durch den Testimpuls.)

Keywords: AV-Überleitung,  EKG,  Elektrokardiogramm,  Enpulse,  Kardiologie,  Medtronic GmbH,  Schrittmacher
26. Stark G; Sommer K
Wieviel Suppressionstherapie braucht ein AV-Knoten?
AV-Knoten - Suppression
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2004; 11 (Supplementum A - Forum Rhythmologie): 16-17
Vorhofflattern mit irregulärer Überleitung unter frequenzregularisierender Therapie (Frequenz: 72 Schläge/Minute)

Keywords: EKG,  Elektrokardiographie,  Frequenz,  Kardiologie,  Regulierung,  Vorhofflattern,  Überleitung
27. Stark G; Sommer K
Wieviel Suppressionstherapie braucht ein AV-Knoten?
AV-Knoten - Suppression
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2004; 11 (Supplementum A - Forum Rhythmologie): 16-17
Vorhofflattern mit 2:1-Überleitung (Frequenz: 153 Schläge/Minute)

Keywords: EKG,  Elektrokardiographie,  Kardiologie,  Vorhofflattern,  Überleitung
28. Steinwender C; Hofmann R
Typische AV-nodale Reentrytachykardie mit rhythmisch wechselnder Zykluslänge
AV-nodale Reentrytachykardie
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2003; 10 (Supplementum F - Forum Rhythmologie): 9-10
Überleitung über den langsamen (a) und über den schnellen (b) Anteil des "slow pathway".

Keywords: AV-nodale Reentrytachykardie,  Kardiologie,  Schema,  Slow pathway
 

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