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Unterbegriffe: AV-Knoten,
AV-Knoten-Leitungszeit,
AV-Knoten-Reentry,
AV-Knoten-Reentry-Schlag,
AV-Knoten-Reentry-Tachykardie,
AV-Knotenablation,
AV-Knotenarterie,
AV-Knotendepression,
Clusterknoten,
DSRCT-Knoten,
DSRCT-Tumorknoten,
Entscheidungsknoten,
Ereignisknoten,
Guard™-Funkknoten,
Knotenabklärung,
Knotenparenchyms,
Knotenpunkten,
Knoten“,
Lymphknoten,
Lymphknoten-Elastographie
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1. Glaser F;
Rohla M;
sen.
Technologie des 12-Ableitungs-Elektrokardiogramms – Review und Empfehlungen // 12-Lead electrocardiogram technology
– review and recommendations
Low-Pass-Filterung
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2025; 32 (1-2): 4-12
EKG-Dokumentation der Beendigung einer Slow-Fast- AV- Knoten-Reentry-Tachykardie
(AVNRT) mit Adenosin bei einem 18-jährigen Patienten. Registrierung mit einem im Notarztsystem
verwendeten kompakten Kombinationsgerät mit Monitor (inklusive O₂-Sättigung, Blutdruck, Kapnometrie),
Defibrillator und technologisch relativ einfachem EKG-Modul. Optimale Signalkette durch
Verwendung von Klebeelektroden. Die Filterung ist am Streifen ersichtlich. Der HPF lässt eine nicht
störende Grundlinienschwankung zu. Der LPF-Cut-off von 150 Hz zeigt durch seine hohe zeitliche
Auflösung die hochfrequente Fragmentierung des QRS in der 2. Hälfte der Aufzeichnung. Die (durch
Pfeile markierten) P-Wellen während der AVNRT sind schmal und hoch durch die gleichzeitige schnelle
retrograde Aktivierung beider Vorhöfe. Das Beispiel zeigt, dass auch mit technologisch einfacheren
EKG-Geräten qualitativ hochwertige EKGs registriert werden können. Das Vorhandensein von sehr
hochfrequenten, in jedem Herzzyklus sich wiederholenden Signalen ist ein gutes Kriterium, um die
Qualität der Low-Pass-Filterung zu erkennen. Keywords: EKG,
EKG-Filterung,
hohe Frequenz,
Kardiologie,
Low-Pass-Filter,
LPF-Cut-off
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2. Glaser F;
Rohla M;
sen.
Technologie des 12-Ableitungs-Elektrokardiogramms – Review und Empfehlungen // 12-Lead electrocardiogram technology
– review and recommendations
Low-Pass-Filterung
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2025; 32 (1-2): 4-12
EKGs einer 81-jährigen
Patientin.
Biventrikuläre Stimulation bei
Vorhofflimmern und stattgehabter Ablation
des AV- Knotens. Der linksventrikuläre Stimulus
erfolgt 30 msec früher als der rechtsventrikuläre.
Registrierung der beiden EKGs
unmittelbar hintereinander. Geändert wurde
lediglich der Low-Pass-Filter von 40 auf
150 Hz (siehe technische Angaben unterhalb
des Tracings).
Bei einem Cut-off von 40 Hz sind die Amplituden
der Stimulationsimpulse wesentlich
niedriger. Der rechtsventrikuläre Stimulus
ist in den Extremitätenableitungen in beiden
Registrierungen
nicht zu erkennen. In
den Brustwandableitungen ist dieser beim
Cut-off von 40 Hz praktisch nicht, bei 150 Hz
in V₄, V₅ und V₆ klar erkennbar (Pfeile). Zu
beachten ist auch die wesentlich höhere
Amplitude der QRS-Komplexe beim Cut-off
von 150 Hz. Die Grundlinie erscheint im Vergleich
mit 40 Hz etwas „verzittert“. Keywords: EKG,
EKG-Filterung,
hohe Frequenz,
Kardiologie,
Low-Pass-Filter,
LPF-Cut-off
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3. Kaufmann B;
Glaser F
EKG-Beispiel: Leiterdiagramm für Experten
EKG
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2024; 31 (9-10): 246-249
EKG einer 78-jährigen Patientin. Grundrhythmus Sinusrhythmus mit einer Frequenz von 88/min. Es besteht ein „Group Beating“; nach 3 PQRST-Zyklen mit zunehmender PQ-Verlängerung ist regelhaft eine Pause zu beobachten. Alle QRS-Komplexe vor den Pausen weisen am Ende Deformierungen
auf, die schmal, spitz und in III negativ sind (A, Pfeile). Es handelt sich um ein 2-Bahn-Phänomen mit einem AV-nodalen Reentry: Die letzte AV-Überleitung
vor der Pause (PQ-Zunahme von 350 auf 440 msec) erfolgt aufgrund einer Blockierung des Fast Pathway (β) über den Slow Pathway (α), und wird über den
Fast Pathway retrograd auf die Vorhöfe zurückgeleitet (eine Umkreisung, Reentry). Durch Reset des Sinus knotens entsteht eine Pause. In V₁ verursacht die
retrograde simultane atriale Aktivierung eine schmale, positive P-Welle („Rabbit Ear“, B, Pfeil), wie bei einer typischen AV-Knoten-Reentry-Tachykardie. Dieser Mechanismus wird mittels Leiterdiagramm (B unten) und auch schematisch (C) dargestellt. Es besteht eine Kombination aus AV-Überleitungsstörung,
und 2-Bahn-Physiologie. Aufgrund der auf den ersten Blick schwer zu erkennenden retrograden P-Welle wird dieses Phänomen auch „Empty Wenckebach“
genannt. Nachdem hier der AVN-Reentry Vorhof und Kammer erreicht, ist das Konzept der Common Pathways hier nicht erforderlich, um den Erregungsablauf darzustellen. Aus: [Rohla M, Glaser F, Littmann L. EKG-Beispiel: AV-Block II. Grades Typ „Empty“ Wenckebach. J Kardiol 2003; 10: 394].
Keywords: EKG,
Kardiologie
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4. Kaufmann B;
Glaser F
EKG-Beispiel: Leiterdiagramm für Experten
EKG
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2024; 31 (9-10): 246-249
(a): 2:1-Muster, scheint nun intermittierend durch ein „Group Beating“ unterbrochen; (b): Leiterdiagramm.
A: Atrium; UCP: Upper Common Pathway; AVN: AV- Knoten; LCP: Lower Common Pathway; HIS+V: His-Bündel und Ventrikel; Rot: PQ-Zeit; Schwarz: RR- Intervalle. Keywords: EKG,
Kardiologie
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5. Hrncic D;
Blessberger H;
Nahler A;
Hönig S;
Steinwender C
EPU-Corner: Anfallsartige, mittels Adenosin terminierbare rhythmische Breitkomplextachykardie
EKG
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2022; 29 (11-12): 320-324
Anfallstachykardie mit einer Kammerfrequenz 130/min; P-Wellen unmittelbar nach dem QRS-Komplex erkennbar, P-Wellenmorphologie
hinweisend auf einen Ursprung aus dem Bereich des AV- Knotens (pos. in I, aVR, aVL, V6, neg. in III, aVF).
Keywords: EKG,
Kardiologie
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6. Derndorfer M;
Martinek M;
Aichinger J;
Pürerfellner H;
Kollias G
Kardiale Resynchronisationstherapie 2.0: Physiologisches Pacing – His-Bündel- und Linksschenkel-Stimulation // Cardiac resynchronization therapy 2.0: Physiological pacing – His-Bundle- and Left-Bundle-Branch-Pacing
Schrittmacherimplantation
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2021; 28 (5-6): 158-165
Schematische Darstellung verschiedener Varianten
transvenöser Schrittmacherimplantation: Standard-RV-Apex
(blau), His-Bündel (grün) und Linksschenkel-Stimulation (rot). Abkürzungen:
AVN = AV- Knoten, His = His-Bündel, RS = Rechtsschenkel,
RV = rechter Ventrikel, LS = Linksschenkel, LAF = links-anteriorer
Faszikel, LPF =links-posteriorer Faszikel, IVS = interventrikuläres
Septum, LBBP = Left Bundle Branch Pacing. © M. Derndorfer Keywords: Kardiologie,
Schema,
Schrittmacherimplantation
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7. Glaser F
EKG-Beispiel: Plötzlicher Herztod - leicht zu verhindern
EKG
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2021; 28 (3-4): 110-112
Vorhofflimmern bei hochfrequent leitender akzessorischer Bahn (kürzestes RR-Intervall 200 msec, entsprechend einer
Frequenz von 300/min!): Konkurrenz der AV-Überleitung über die akzessorische Bahn und das physologische Reizleitungssystem. Der
physiologische Schutz vor zu hohen Kammerfrequenzen durch die Filterwirkung des AV- Knotens wird durch die akzessorische Bahn
gebypasst, somit sind sehr hohe Kammerfrequenzen möglich. Diese Tachyarrhythmie wird treffend FBI-Tachykardie genannt: F für fast,
B für broad, und I für irregular, wobei sich irregular sowohl auf die RR-Intervalle als auch auf die QRS-Breite bezieht. Keywords: EKG,
Kardiologie,
Vorhofflimmern
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8. Glaser F;
Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
AV-Block
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
Hochgradiger AV-Block. AV-junctionaler Escape-Rhythmus (E) mit 1380 msec Zykluslänge. Der 3. QRS ist ein Capture (C). Die Sinus-P-Wellen sind mit Pfeil markiert. Der QRS-Komplex ist normal breit, die Stelle des Blocks ist der AV- Knoten. Aus [19].
Keywords: AV-Block,
EKG
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9. Glaser F;
Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
AV-Block
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
Atropin-Gabe bei einem 75-jährigen Landwirt mit rezidivierenden Schwindelzuständen unter Belastung. Durch Erhöhung der Sinusfrequenz und Verkürzung der Überleitungszeit im AV- Knoten kommt es zu einem intrahissären 2:1-AV-Block (elektrophysiologisch nachgewiesen). Die QRS-Komplexe sind normal breit, die übergeleiteten PR-Intervalle sind ausgesprochen kurz. Der 5. QRS mit gegenüber den übrigen leicht veränderter Morphologie ist vermutlich ein Escape-Schlag aus dem oder knapp distal des geschädigten His-Bündels. (12,5 mm/sec). Aus [19].
Keywords: Atropin,
AV-Block,
EKG
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10. Glaser F;
Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
AV-Block II
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
Intrahissärer AV-Block II (Mobitz II, Typ 2) bei einer 80-Jährigen. Oben (A): Monitorableitung mit Entwicklung eines 2:1-AVBlocks. Das PR-Intervall ist kurz und konstant. B: Standardableitungen I und II bei weiterbestehendem 2:1-AV-Block. C: Intrakardiales EKG, abgeleitet von der Ventrikelsonde während Implantation eines Zweikammer-Schrittmachersystems. Die Sonde wurde kurz in His-Position gebracht und zeigt einen 2:1-AV-Block mit zwei His-Potentialen (H1, H2) bei den übergeleiteten und einem (H1) bei den im His-Bündel blockierten Impulsen. Dieser Block entsteht daher innerhalb des His-Bündels, die QRS-Komplexe sind normal breit. Das AH-Intervall (entspricht der Leitung im AV- Knoten) ist normal. Aus [19]. Keywords: AV-Block II,
EKG
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11. Glaser F;
Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
Sinusknoten - AV-Knoten
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
Koronarversorgung des Sinus- und des AV- Knotens (schematisch eingezeichnet). A, links: Der Sinusknoten (SN) wird typischerweise durch den ersten, ganz proximal abgehenden, kräftigen RCA-Vorhofast, der AVN über die vom posterolateralen Ast abgehende AV-Knoten Arterie versorgt (AVNA, LAO 60°, von der Herzspitze her betrachtet). B, Mitte: RAO 30° Projektion der RCA-Anatomie. Koronarversorgung des AV-Knotens und des proximalen His-Purkinje-Systems durch die AVNA. Bei Verschluss der RCA proximal der Abgabe der AVNA sind in der Akutphase AV-Blöcke im AVN häufig. C, rechts: Der erste Septumast der LAD nimmt hauptsächlich an der Versorgung des His-Bündels und der proximalen Tawara-Schenkel teil (RAO 30°). Bei Verschluss dieses Astes oder der LAD proximal davor kann deswegen mit infrahissären Blockierungen und Schenkelblöcken (meistens RSB) gerechnet werden. SN: Sinusknoten, SNA: Sinusknotenarterie, AVN: AV-Knoten, AVNA: AV-Knotenarterie, 1. SA: 1. Septumast des LAD, LBB: linker Tawara-Schenkel, RBB: rechter Tawara-Schenkel, RA: rechter Vorhof, CT: Crista terminalis, RV 1, RV 2: rechtsventrikuläre Äste der RCA, PL: posterolateraler Ast, RIVP: Ramus interventricularis posterior.
Keywords: AV-Knoten,
Echo,
Sinusknoten
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12. Glaser F;
Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
Wenckebach-Typ 3:2-AV-Block
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
Nächtlicher Wenckebach-Typ 3:2- AV-Block bei einem beschwerdefreien 73-Jährigen, welcher kurz in einen 2:1-AVBlock übergeht. In diesem Bereich sind die PR-Intervalle (mit 310 msec) erwartungsgemäß konstant. Aus [19]. SN: Sinus knoten, A: Vorhof, AVN: AV-Knoten, V: Ventrikel. Erklärung siehe Text!
Keywords: EKG,
Wenckebach-Typ AV-Block
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13. Glaser F;
Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
VES - AVN
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
Verborgene Penetration zweier VES in den AVN. Es besteht eine nächtliche Sinusbradykardie mit einer Frequenz von 48/min (CL = 1240 msec). Die erste VES mit längerer Kopplungszeit depolarisiert den AV- Knoten, deswegen wird die 440 msec nach der VES einfallende nächste P-Welle (Pfeil) durch den noch absolut refraktären AVN nicht übergeleitet. Die zweite VES mit kürzerem Kopplungsintervall depolarisiert früher den AVN, die nächste Sinus P-Welle folgt 540 msec nach der VES. Der AV-Knoten ist noch „relativ refraktär“, weswegen die P-Welle mit deutlich verlängerter AV-Zeit übergeleitet wird. (Holter-EKG-Aufzeichnung). Obwohl im Oberflächen-EKG die retrograde Leitung in den AVN nicht direkt erkennbar ist, kann in Kenntnis der Pathophysiologie durch das Phänomen der verborgenen retrograden Leitung der Block bzw. die Leitungsverzögerung beim jeweils nächsten Schlag erklärt werden. Aus [19].
Keywords: AVN,
EKG,
VES
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14. Glaser F;
Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
„Empty“ Wenckebach
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
„Empty“ Wenckebach auf Basis der 2-Bahn-Physiologie des AV- Knotens. Grundrhythmus Sinusrhythmus mit einer Frequenz von 88/min. Nach 3 PQRST-Zyklen mit zunehmender PQ-Verlängerung ist immer eine Pause zu beobachten, wie bei WenckebachTyp AV-Block II. Die Pausen sind aber scheinbar leer; die blockierte Sinus-P-Welle fehlt! Bei genauer Betrachtung weisen jedoch alle QRS-Komplexe vor den Pausen Deformierungen des terminalen Anteils auf, die schmal, spitz und in III negativ sind (A, Pfeile). Es handelt sich um ein 2-Bahn-Phänomen; die letzte AV-Überleitung vor der Pause erfolgt über den Slow Pathway (α, mit einer PQ-Zunahme von 350 auf 440 msec), und wird über den Fast Pathway (β) retrograd auf die Vorhöfe zurückgeleitet. Die Pause entsteht durch Resettierung des SN. In V1 verursacht die retrograde atriale Aktivierung eine schmale, positive P-Welle („rabbit ear“) (B, Pfeil), wie auch bei typischer AV-Knoten-Reentry-Tachykardie. Der Mechanismus der 2-Bahn-Physiologie mit Block im Fast Pathway, anschließender antegrader AVÜberleitung über den Slow Pathway und Reentry über den Fast Pathway wird mittels Leiterdiagramm (B, unten) und auch schematisch (C) dargestellt. Es handelt sich um eine 78-jährige Patientin mit rezidivierenden paroxysmalen Schmal-QRS-Komplex- Tachykardien. Die elektrophysiologische Untersuchung bestätigte die Diagnose einer typischen AV-Knoten-Reentry-Tachykardie, die mittels Slow- PathwayAblation erfolgreich behandelt wurde. Aus [19, 25]. Keywords: EKG,
Schema,
„Empty“ Wenckebach
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15. Glaser F;
Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
AV-Knoten-Reentry
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
Schematische Darstellung des typischen AV- Knoten-Reentry. Der Sinus-Impuls wird unter Basisbedingungen über den Fast Pathway (β) antegrad übergeleitet (links oben). Ein frühzeitiger und im (refraktären) Fast Pathway blockierter Impuls kann über den Slow Pathway (α) übergeleitet werden. Der Impuls kann unter „günstigen“ Umständen über den Fast Pathway umkehren (rechts oben, A); es entsteht damit ein AV-Knoten-Reentry-Schlag mit retrograder P-Welle am Ende des QRS-Komplexes. Die weiteren Umkreisungen ergeben das typische Bild einer AV-Knoten-Reentry-Tachykardie (rechts oben, B). Unten die Auslösung der AV-Knoten-Reentry durch eine atriale Extrasystole, welche über den Slow Pathway übergeleitet wird. Die retrograden P-Wellen mit „typisch junctionaler“ Morphologie sind am Ende des QRS-Komplexes abgrenzbar. Aus [19]. Keywords: AV-Knoten-Reentry,
Schema
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16. Glaser F;
Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
Dekrementale Leitung - AVN
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
Veranschaulichung der dekrementalen Leitung im AVN. Die EKG-Aufzeichnungen A, B und C zeigen eine Vorhofstimulation mit einer Basiszykluslänge von 500 msec (S1-S1). Bei dieser Zykluslänge besteht ein A1-H1-Intervall von 170 msec (entspricht der AV- Knoten-Leitungszeit) und ein H1-V1-Intervall von 42 msec (entspricht der Leitungszeit des HPS bis zur Ventrikelaktivierung). Ein vorzeitiger Stimulus (S2) mit einem Kopplungsintervall von 300 msec (S1-S2) benötigt eine längere Leitungszeit (260 msec) im AVN (A2-H2), die Überleitungszeit im HPS bleibt praktisch unverändert (46 msec, H2-V2). Bei Verkürzung des S1-S2-Intervalls auf 290 msec verlängert sich die AH-Zeit auf 285 msec bei unveränderter HV-Zeit. Ein noch kürzer gekoppelter Stimulus (280 msec S1-S2) wird im AVN blockiert (A2 ohne H2). Die ERP des AV-Knotens ist bei diesem Beispiel 280 msec. Unten links ist eine schematische Darstellung der AV-Überleitungszeiten abgebildet. Je kürzer die Kopplungszeit (R-P), umso länger wird die Überleitungszeit (P-R). Es besteht ein annähernd lineares Verhältnis im Rahmen eines breiteren Spektrums. Aus [19].
Keywords: AVN,
Dekrementale Leitung,
EKG
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17. Glaser F;
Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
ERP
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
ERP zweier kardialer Strukturen. Bei einem Patienten mit WPW-Syndrom wird eine Vorhofstimulation mit
einer Basiszykluslänge von 500 msec (S1, 120/min) mit vorzeitigen Stimuli (S2) vorgenommen. Bei Verkürzung des Kopplungsintervalls auf 370 msec Block in der akzessorischen Bahn, die AV-Überleitung erfolgt über das normale AV-Überleitungssystem (keine δ-Welle mehr vorhanden). Bei einem Kopplungsintervall von 260 msec Block im AV- Knoten. Damit ist die ERP der akzessorischen Bahn 380, des AV-Knotens 270 msec. Aus [19].
Keywords: EKG,
ERP,
WPW-Syndrom
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18. Schönbauer R;
Fiedler L;
Roithinger FX
EPU-Corner: Komplexe Diagnose, einfache Lösung: Fallbericht einer nodofaszikulären Tachykardie
Antidrome nodofaszikuläre Tachykardie
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (11-12): 410-412
Schematische Darstellung des Mechanismus einer
antidromen nodofaszikulären Tachykardie. AVN = AV- Knoten; FP =
„fast pathway“; SP = „slow pathway“; RBB = rechter Schenkel;
LBB = linker Schenkel; NF = nodofaszikuläre Bahn mit Ursprung
aus dem SP und Mündung in den RBB Keywords: Antidrome nodofaszikuläre Tachykardie,
Kardiologie,
Schema
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19. Neuhold U;
Rohla M;
Glaser F;
Mihalcz A
Fallbericht: Eine seltene Rhythmusstörung
EKG
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2018; 25 (1-2): 30-33
Während Ablation am Mahaim-Bündel. Zyklus 1, 2, 4,
5, 7 und 8 weisen eine idente atriale Aktivierungssequenz auf, entsprechend
einer fokalen Automatie im Ablationsbereich. Es liegt
eine nahezu vollständige Präexzitation der Kammerkomplexe vor.
Die gering wechselnde QRS-Morphologie dieser Zyklen spricht gegen
vollständige Präexzitation bei allen Schlägen, vermutlich wird
ein geringer Teil des Ventrikelmyokards auch über das physiologische
Reizleitungssystem aktiviert. Das AV-Intervall wechselt im
Sinne der dekrementalen Leitung sowohl der Bahn als auch des
AV- Knotens. Die atrialen Potentiale nach Zyklus 8 und 10 entsprechen
ebenfalls lokaler Aktivierung aus dem Bahnbereich, werden
aber nicht geleitet (Bahnleitung entweder durch Ablation blockiert
oder Mahaim-Bündel ebenso wie AV-Knoten nach kurz vorangegangener
Aktivierung gerade refraktär). Zusätzlich dürfte eine lokale
Aktivierung des Ventrikelmyokards nahe der Ablationsstelle
QRS 3, 6 und 12 verursachen (QRS 3 geht keine atriale Erregung in
„vernünftigem“ Abstand voraus, also muss ein vorzeitiger ventrikulärer
Schlag vorliegen, auch 6 und 12 „kommen“ gering vorzeitig).
QRS 10 weist eine gänzlich andere Morphologie auf und dürfte
einer zufälligen rechtsventrikulären Extrasystole entsprechen. QRS
9 und 11 weisen bereits fehlende Bahnleitung durch die Ablation
auf. Das bunte Bild spricht für nicht-optimale Katheterstabilität. Keywords: EKG,
Mahaim-Bündel
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20. Neuhold U;
Rohla M;
Glaser F;
Mihalcz A
Fallbericht: Eine seltene Rhythmusstörung
EKG
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2018; 25 (1-2): 30-33
VA-Block bei ventrikulärer Stimulation (Ausschluss
einer retrograden Leitung sowohl der akzessorischen Bahn als
auch des AV- Knotens unter Basisbedingungen). Keywords: EKG,
VA-Block
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21. Neuhold U;
Rohla M;
Glaser F;
Mihalcz A
Fallbericht: Eine seltene Rhythmusstörung
EKG
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2018; 25 (1-2): 30-33
Spontane Verlangsamung der Sinusfrequenz (A–
A-Zunahme von 850 auf 900 ms). Gleichzeitig Zunahme des AH-Intervalls,
hinweisend für einen Vagusreiz, der auf Sinus- und
AV- Knoten wirkt. Das AV-Intervall und damit das PQ-Intervall am
Oberflächen-EKG bleibt unverändert („Hineinwandern“ des His-
Potentials in das ventrikuläre
Signal). Dies ist beweisend für das
Vorliegen einer ventrikulären Präexzitation.
Beachte die gleichzeitige
Zunahme der QRS-Breite am Oberflächen-EKG Keywords: EKG
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22. Michalski T
EKG-Beispiel: Oberer AV-Knoten-Rhythmus
EKG
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2015; 22 (9-10): 224
Normfrequentes EKG mit negativen P-Wellen in allen Ableitungen, am deutlichsten in den Ableitungen II, III, aVF, keine Erregungsrückbildungsstörungen. Keywords: EKG,
Fallbericht,
Kardiologie
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23. Strohmer S
Katheterablation von supraventrikulären Tachykardien
Katheter
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2011; 18 (3-4): 61-65
Fluoroskopische Katheterpositionen bei Ablation einer AV- Knoten-Reentry-Tachykardie (HRA: hohes rechtes Atrium; HIS: His-Bündel; RVA: rechtsventrikulärer Apex; CS: Koronarsinus; ABL: Ablationskatheter; RAO/LAO: rechts- bzw.
linksschräge Projektion). Keywords: AVNRT,
Kardiologie
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24. Schönbauer R;
Richter S;
Freihoff F
Fallbericht: AV-Block-II Typ-Mobitz-II während einer typischen AV-nodalen Reentrytachykardie
AVNRT - AVB
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2011; 18 (1-2): 40-41
AVNRT- und AVB-II-Mobitz-II: Es zeigt sich eine typische AV- Knoten-
Reentry-Tachykardie mit antegrad langsamer Leitung (antegrad slow, lange AH-Zeit
[b]), sowie einer retrograd schnelleren Leitung (retrograd fast, kurze HV-Zeit bzw. kurze
HA-Zeit [a]). Außerdem zeigen sich auch hier immer wieder spontane infrahisäre
AV-Blockierungen (c) (His-Poztenzial) Keywords: AVB,
AVNRT,
Elektrophysiologische Untersuchung,
Kardiologie
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25. Glaser F;
Rohla M
EKG-Differentialdiagnostik der Breit-QRS-Komplex-Tachykardien
RSB-Aberration
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2008; 15 (7-8): 218-235
Rechtsatriale Tachykardie mit typischer RSB-Aberration und 1:1- AV-Überleitung (die P-Wellen sind in Ableitung II mit Pfeilen markiert. Nach Karotisdruck teilweise Block im AV- Knoten mit weiterlaufender AT und damit Beweis einer SVT-A. Keywords: EKG,
Kardiologie,
Tachykardie
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26. Rauscha F
EKG-Beispiel: AV-Knoten-Reentry-Tachykardie (AVNRT)
AVNRT
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2006; 13 (7-8): 257
Injektion von 6 mg Adenosin i.v., intermittierende AV-Blockierung. Keywords: AVNRT,
EKG,
Elektrokardiogramm,
Kardiologie
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27. Rauscha F
EKG-Beispiel: AV-Knoten-Reentry-Tachykardie (AVNRT)
AVNRT
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2006; 13 (7-8): 257
Schmalkomplextachykardie 165/Min. Keywords: AVNRT,
EKG,
Elektrokardiogramm,
Kardiologie
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28. Tilz RR;
Kriatselis C;
Höher M
AV-Reentry-Tachykardie - Ein aktueller Fall
AVRT
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2006; 13 (Supplementum C - Forum Rhythmologie): 9-11
Schematische Darstellung der AVRT: antegrade Erregung über AV- Knoten und HIS-Purkinje-
System, retrograde Erregung über links-posteroseptale Leitungsbahn Keywords: AVRT,
Kardiologie,
Schema
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29. Stark G;
Sommer K
Wieviel Suppressionstherapie braucht ein AV-Knoten?
AV-Knoten - Suppression
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2004; 11 (Supplementum A - Forum Rhythmologie): 16-17
Sinusrhythmus nach elektrischer Kardioversion (Frequenz: 78 Schläge/Minute) Keywords: EKG,
Elektrokardiographie,
Kardiologie,
Kardioversion,
Sinusrhythmus
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30. Stark G;
Sommer K
Wieviel Suppressionstherapie braucht ein AV-Knoten?
AV-Knoten - Suppression
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2004; 11 (Supplementum A - Forum Rhythmologie): 16-17
Vorhofflattern mit irregulärer Überleitung unter frequenzregularisierender Therapie (Frequenz: 72 Schläge/Minute) Keywords: EKG,
Elektrokardiographie,
Frequenz,
Kardiologie,
Regulierung,
Vorhofflattern,
Überleitung
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34. Stark G;
Lueger A
Adenosin in der Notfalltherapie von Herzrhythmusstörungen - von der Tachykardie bis zur Bradyasystolie
Adenosin - AVNRT
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2003; 10 (Supplementum B - Forum Rhythmologie): 3-7
Konversion einer AV- Knoten-Reentry-Tachykardie (AVNRT) unter 6 mg Adenosin. Keywords: Adenosin,
AV-Knoten-Reentry-Tachykardie,
AVNRT,
Kardiologie,
Sinusrhythmus
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35. Stark G;
Lueger A
Adenosin in der Notfalltherapie von Herzrhythmusstörungen - von der Tachykardie bis zur Bradyasystolie
Wirkung von Adenosin
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2003; 10 (Supplementum B - Forum Rhythmologie): 3-7
Der Effekt von Adenosin auf die Herzfrequenz ist gering ausgeprägt und tritt langsamer in Kraft als jener am AV- Knoten, wo es zu einer beinahe schlagartigen Leitungsverzögerung kommt. Diese Abbildung zeigt die Effekte von Adenosin an isolierten, nach der Methode von Langenhoff perfundierten Meerschweinchenherzen (nach [7]). Keywords: Adenosin,
AV-Knoten,
Diagramm,
Herzfrequenz,
Kardiologie
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