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1. Tinhofer F; Lunzer L
EKG-Beispiel: Die Durchführung einer Magnetresonanztomographie mit 2 unterschiedlichen Schrittmacher- / Defibrillatorsystemen ist sicher
12-Ableitungs-EKG
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2025; 32 (1-2): 21-23
12-Ableitungs-EKG bei einem CRT-Patienten

Keywords: 12-Ableitungs-EKG,  CRT-Patient,  EKG,  Kardiologie,  kardiologische Kontrolle
2. Glaser F; Rohla M; sen.
Technologie des 12-Ableitungs-Elektrokardiogramms – Review und Empfehlungen // 12-Lead electrocardiogram technology – review and recommendations
Elektrodenposition
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2025; 32 (1-2): 4-12
Elektrodenposition an Extremitäten (A), und Thorax (B und C).
MCL: Medioklavikularlinie. AAL: Anteriore Axillarlinie. MAL: Mittlere Axillarlinie.
(B: Shutterstock 2293671173, modifiziert. C: Shutterstock 2238871047 Sebastian Kaulitzki, modifiziert. Abdruck mit Shutterstock-Lizenz.)

Keywords: EKG,  EKG-Elektrodenposition,  Kardiologie,  Schema
3. Glaser F; Rohla M; sen.
Technologie des 12-Ableitungs-Elektrokardiogramms – Review und Empfehlungen // 12-Lead electrocardiogram technology – review and recommendations
Ergänzende Ableitungen
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2025; 32 (1-2): 4-12
Position der ergänzenden Ableitungen V₇–V₉ (A). Präkordiale und posteriore Ableitungen bei einem 81-Jährigen mit Verschluss des Ramus circumflexus 5 Stunden nach Schmerzbeginn im Vergleich mit normalem EKG (B). Beim akuten Posteriorinfarkt bieten V₁–₃ die spiegelbildliche Information der posterioren Ableitungen V₇–₉ sowohl betreffend den QRS als auch das ST-Segment: reziproke Überhöhung und Verbreiterung der R-Welle als Spiegelbild der Q-Welle posterior sowie ST-Senkung als Spiegelbild der posterioren ST-Hebung, gefolgt von einer terminal positiven T-Welle. Normalerweise repräsentiert die kleine, schmale (bis 30 ms) R-Welle in V₁ und V₂ die initiale septale Aktivierung (1), worauf die gleichzeitige Aktivierung des rechten und linken Ventrikels erfolgt (2), repräsentiert durch die S-Welle. Der Summenvektor weist aufgrund der größeren Muskelmasse des linken Ventrikels nach posterior. Beim akuten Posteriorinfarkt kommt es auch im linken Ventrikel zu einem initialen elektrischen Summenvektor nach anterior, resultierend in einer etwas überhöhten, vor allem aber verbreiterten R-Welle präkordial. Alle infarktbedingten Veränderungen sind in den präkordialen Ableitungen besser zu erkennen als in den posterioren.

Keywords: EKG,  ergänzende Ableitungen,  Kardiologie,  Position,  Schema
4. Glaser F; Rohla M; sen.
Technologie des 12-Ableitungs-Elektrokardiogramms – Review und Empfehlungen // 12-Lead electrocardiogram technology – review and recommendations
Ergänzende Ableitungen
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2025; 32 (1-2): 4-12
Anatomische Beziehung der Brustwandableitungen sowie der ergänzenden Ableitungen V₃R und V₄R zu den Herzabschnitten, illustriert anhand 3D-CT-Rendering (links) und Illustration der Projektion der Brustwandableitungen auf das Herz anhand eines Transversalschnitts.

Keywords: 3D-CT,  Brustwandableitungen,  EKG,  ergänzende Ableitungen,  Kardiologie,  Schema
5. Glaser F; Rohla M; sen.
Technologie des 12-Ableitungs-Elektrokardiogramms – Review und Empfehlungen // 12-Lead electrocardiogram technology – review and recommendations
Elektrodenplatzierung
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2025; 32 (1-2): 4-12
EKGs einer 61-jährigen Patientin mit ischämischer Kardiomyopathie. Oben: Platzierung der Armelektroden unterhalb der Clavicula am Rand des Deltoideus, Beinelektroden in Nabelhöhe (oberhalb des Hosenbunds), seitlich abdominal annähernd die Mason/Likar-Position. Unten: Ordnungsgemäße Platzierung knapp oberhalb der Hand- und Fußgelenke.
Es ergibt sich bei Platzierung am Rumpf in der Frontalebene eine massive Drehung der QRS-Achse nach rechts mit scheinbarem linksposteriorem Hemiblock. In den Brustwandableitungen liegt die QRS-Transition bei V₄/₅ statt V₅/₆. Zusätzlich relevante Veränderungen sowohl der QRS-Morphologie als auch des ST-T-Segments.

Keywords: Armelektroden,  EKG,  Kardiologie,  Platzierung
6. Glaser F; Rohla M; sen.
Technologie des 12-Ableitungs-Elektrokardiogramms – Review und Empfehlungen // 12-Lead electrocardiogram technology – review and recommendations
Low-Pass-Filterung
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2025; 32 (1-2): 4-12
EKG-Dokumentation der Beendigung einer Slow-Fast-AV-Knoten-Reentry-Tachykardie (AVNRT) mit Adenosin bei einem 18-jährigen Patienten. Registrierung mit einem im Notarztsystem verwendeten kompakten Kombinationsgerät mit Monitor (inklusive O₂-Sättigung, Blutdruck, Kapnometrie), Defibrillator und technologisch relativ einfachem EKG-Modul. Optimale Signalkette durch Verwendung von Klebeelektroden. Die Filterung ist am Streifen ersichtlich. Der HPF lässt eine nicht störende Grundlinienschwankung zu. Der LPF-Cut-off von 150 Hz zeigt durch seine hohe zeitliche Auflösung die hochfrequente Fragmentierung des QRS in der 2. Hälfte der Aufzeichnung. Die (durch Pfeile markierten) P-Wellen während der AVNRT sind schmal und hoch durch die gleichzeitige schnelle retrograde Aktivierung beider Vorhöfe. Das Beispiel zeigt, dass auch mit technologisch einfacheren EKG-Geräten qualitativ hochwertige EKGs registriert werden können. Das Vorhandensein von sehr hochfrequenten, in jedem Herzzyklus sich wiederholenden Signalen ist ein gutes Kriterium, um die Qualität der Low-Pass-Filterung zu erkennen.

Keywords: EKG,  EKG-Filterung,  hohe Frequenz,  Kardiologie,  Low-Pass-Filter,  LPF-Cut-off
7. Glaser F; Rohla M; sen.
Technologie des 12-Ableitungs-Elektrokardiogramms – Review und Empfehlungen // 12-Lead electrocardiogram technology – review and recommendations
Low-Pass-Filterung
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2025; 32 (1-2): 4-12
EKGs eines 64-jährigen Patienten mit postmyokarditischer Kardiomyopathie und ausgedehnten Late- Enhancement-Arealen in der Magnetresonanztomographie. Ein EKG wurde mit LPF-Cut-off 40 Hz registriert, neuerliche Registrierung mit identer Elektrodenlage mit 150 Hz. Sinusrhythmus mit PQ 200, bifaszikulärer Block, massive Fragmentierung des QRS. Diese hochfrequenten Komponenten des QRS werden bei 40-Hz-Filterung zu einem großen Teil weggefiltert oder abgerundet. Die QRS-Amplitude ist in einigen Ableitungen kleiner, in V₃ jedoch führen die nicht aufgelösten Fragmentierungen aufgrund eines Summierungseffekts und Interpolation fälschlich zu einer größeren QRS-Amplitude als bei 150-Hz-Filterung. Bei 40 Hz Filterung deutlich weniger „verzitterte“ Grundlinie. Der proprietäre HPF ist nicht aktiviert, der Cut-off bei 0,04 Hz. Dies führt zu deutlicher Grundlinienschwankung, die aber die Diagnostik nicht stört.
Oben am Beginn der Aufzeichnung grobe Grundlinienschwankung bei nicht intakter Signalkette (meist mangelnder Elektrodenkontakt), unten geringer, durch Atmung verursacht.

Keywords: EKG,  EKG-Filterung,  hohe Frequenz,  Kardiologie,  Low-Pass-Filter,  LPF-Cut-off
8. Glaser F; Rohla M; sen.
Technologie des 12-Ableitungs-Elektrokardiogramms – Review und Empfehlungen // 12-Lead electrocardiogram technology – review and recommendations
Low-Pass-Filterung
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2025; 32 (1-2): 4-12
EKGs einer 81-jährigen Patientin. Biventrikuläre Stimulation bei Vorhofflimmern und stattgehabter Ablation des AV-Knotens. Der linksventrikuläre Stimulus erfolgt 30 msec früher als der rechtsventrikuläre. Registrierung der beiden EKGs unmittelbar hintereinander. Geändert wurde lediglich der Low-Pass-Filter von 40 auf 150 Hz (siehe technische Angaben unterhalb des Tracings).
Bei einem Cut-off von 40 Hz sind die Amplituden der Stimulationsimpulse wesentlich niedriger. Der rechtsventrikuläre Stimulus ist in den Extremitätenableitungen in beiden Registrierungen nicht zu erkennen. In den Brustwandableitungen ist dieser beim Cut-off von 40 Hz praktisch nicht, bei 150 Hz in V₄, V₅ und V₆ klar erkennbar (Pfeile). Zu beachten ist auch die wesentlich höhere Amplitude der QRS-Komplexe beim Cut-off von 150 Hz. Die Grundlinie erscheint im Vergleich mit 40 Hz etwas „verzittert“.

Keywords: EKG,  EKG-Filterung,  hohe Frequenz,  Kardiologie,  Low-Pass-Filter,  LPF-Cut-off
9. Glaser F; Rohla M; sen.
Technologie des 12-Ableitungs-Elektrokardiogramms – Review und Empfehlungen // 12-Lead electrocardiogram technology – review and recommendations
High-Pass-Filter
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2025; 32 (1-2): 4-12
Anwendung eines digitalen HPF mit 0,56-Hz-Cut-off, verglichen mit 0,04 Hz: Das Kürzel ADS kennzeichnet die Anwendung eines proprietären digitalen „Zero Phase Distortion-“ (ZPD-) Filters. Das Kurvenbild bleibt unverändert. Der in V₂ milde „baseline shift“ wird eliminiert, alle QRS-Komplexe befinden sich auf gleicher Höhe.

Keywords: EKG,  EKG-Filterung,  High-Pass-Filter,  HPF-Cut-off,  Kardiologie,  niedrige Frequenz
10. Glaser F; Rohla M; sen.
Technologie des 12-Ableitungs-Elektrokardiogramms – Review und Empfehlungen // 12-Lead electrocardiogram technology – review and recommendations
High-Pass-Filter
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2025; 32 (1-2): 4-12
EKG-Beispiel mit HPF-Cut-off von 0,05; 0,1; 0,5 und 1 Hz. Das Ende des QRS ist durch die in den inferioren Ableitungen erkennbare J- Wave definiert (senkrechte Linien). Ab dem 0,5-Hz-Cut-off kommt es zu erkennbaren Veränderungen des QRS-ST-Übergangs mit dessen Anhebung präkordial und Absenkung inferior. Zusätzlich weist das gesamte ST-T-U-Segment in nahezu allen Ableitungen eine ausgeprägte Formveränderung auf (aus [6], Nachdruck mit Genehmigung der Firma Berger Medizintechnik GmbH).

Keywords: EKG,  EKG-Filterung,  High-Pass-Filter,  HPF-Cut-off,  Kardiologie,  niedrige Frequenz
11. Redl N; Glaser F
EKG-Beispiel: Aktuer Hauptstammverschluss
EKG - Angiographie
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2024; 31 (3-4): 68-71
Links: EKG eines 71-Jährigen mit akutem Verschluss des LM drei Stunden nach Schmerzbeginn; rechts: Angiographie. Es bestehen ein breiter bifaszikulärer Block, geringe ST-Hebung in aVR, deutlich in aVL. Formal liegt ein NSTEMI vor. Massive ST-Senkung in den inferioren Ableitungen, geringer in V₆. Der isoelektrische ST- Abgang in V₁–V₅ spricht dafür, dass entgegengesetzt gerichtete Verletzungsvektoren Richtung anterior und posterior vorliegen, wie am Beispiel unserer Patientin (Abb. 2, Diskussion) beschrieben. Die QRS-Amplitude ist in vielen Ableitungen reduziert. Es ist somit von massivem Verlust an Myokardmasse und Transmuralität des Infarkts auszugehen. Gerade bei Infarkten, die aufgrund ihrer Größe gegenüberliegende Myokardareale betreffen, wird die Definition eines STEMI oft nicht erfüllt.

Keywords: Angiographie,  EKG,  Kardiologie
12. Redl N; Glaser F
EKG-Beispiel: Aktuer Hauptstammverschluss
EKG - Angiographie
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2024; 31 (3-4): 68-71
Links: EKG eines 80-Jährigen mit kritischer Stenose des LM drei Stunden nach Schmerzbeginn; rechts: Koronarangiographie. Es besteht eine ST-Hebung in aVR, geringer in V₁. Acht der übrigen Ableitungen weisen ST-Senkungen im Sinne einer diffusen Innenschichtischämie auf. Gleiche Bilder findet man bei LM-Verschluss mit Kollateralisierung [6].

Keywords: Angiographie,  EKG,  Kardiologie
13. Blessberger H; Nahler A; Hrncic D; Bötscher J; Patrasso M; Hönig S; Steinwender C
EPU-Corner: Eiskalt abladiert – erfolgreiche Kryo-Ablation einer parahisären akzessorischen Leitungsbahn
Kryo-Ablation
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2024; 31 (11-12): 294-297
Intrakardiale Elektrogramme während der Kryo-Ablation. His-Katheter liegt im rechten Ventrikel, CS-Katheter in CS-Position, Kryo-Tip-Ablationskatheter (Abl) am atrialen Exit der parahisären akzessorischen Leitungsbahn. (A): Unter Ruhebedingungen zeigt sich im Sinusrhythmus ein Fusionspotenzial am Abl mit frühester ventrikulärer Erregung. Im Oberflächen-EKG zeigt sich eine deutliche Präexzitation. (B): Start des Kryo-Mappings mit Artefaktbildung auf der Ableitung des Abls (Pfeil). (C): Während des Kryo-Mappings Verlust der Präexzitation im Oberflächen-EKG mit Auftauchen des His-Signals am Abl (Pfeile). (D): Nun Start der Kryo-Ablation nach 40 Sekunden (Pfeil). (E): Nach Beendigung der vierminütigen Kryo-Ablation zeigt sich am Abl ein großes, klassisches His-Signal.

Keywords: Kardiologie,  Monitoring
14. Mair J
Interpretation des kardialen Troponins im klinischen Alltag. Teil 1: Myokardinfarkt // Interpretation of cardiac troponin in daily routine. Part 1: Myocardial infarction
Troponin T - Print-Abbildung 3
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2023; 30 (9-10): 232-238
Typischer biphasischer Konzentrationsverlauf des kardialen Troponins T bei einem Myokardinfarktpatienten mit frustraner Gewebsreperfusion des Infarktareals. Frustrane interventionelle Verschlusseröffnung eines nicht-dominanten Ramus interventricularis anterior. Es fanden sich persistierende ST-Streckenhebungen in den anteroseptalen Ableitungen am 1. Tag nach Klinikaufnahme. Das cTnT zeigte einen ausgeprägten Anstieg in der subakuten Infarktperiode mit sehr hohen 2. Gipfelwerten. Die Kreatinkinaseaktivitäten zeigten einen späten Gipfelwert am 1. Tag nach Symptombeginn, im Anschluss waren sie konstant fallend.

Keywords: Kardiales Troponin T,  Kardiologie,  Schema
15. Aigner A; Lambert T
EKG-Beispiel: Fallbeispiel eines akuten Koronarsyndroms mit Kammerflimmern
EKG - Notaufnahme
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2023; 30 (7-8): 182-184
EKG bei Vorstellung in der Notaufnahme. Es zeigen sich eine geringe ST-Streckenhebung in der Ableitung aVL sowie reziproke ST-Streckensenkungen in den Ableitungen II und III. Da die Ableitung III im Cabrerakreis in Richtung –60 ° zeigt, verhalten sich die Ableitungen aVL und III eindeutig reziprok zueinander, weswegen die Kombination der ST-Streckensenkungen in III gemeinsam mit der ST-Streckenhebung in aVL quasi einem STEMI-Äquivalent in zwei benachbarten Ableitungen des Cabrerakreises entspricht.

Keywords: EKG,  Kardiologie
16. Nimpf J; Glaser F
EKG-Beispiel: Infarktdiagnostik bei Linksschenkelblock
EKG
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2023; 30 (5-6): 144-147
EKG intrahospital mit komplettem (wenn auch nicht sehr breitem) Linksschenkelblock mit Linksachsenabweichung, konkordanten ST-Senkungen (ca. 0,2 mV) in V₂–V₅, sowie konkordant positiver T-Welle in V₆ (oben). Die Ableitungen V₇–V₉ sind inkonklusiv mit isoelektrischer ST-Strecke am J-Punkt, aber konvexem ST-Segment und flach negativem T. Beschreibung der ST-Strecke siehe Text.

Keywords: EKG,  Kardiologie
17. Nimpf J; Glaser F
EKG-Beispiel: Infarktdiagnostik bei Linksschenkelblock
EKG
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2023; 30 (5-6): 144-147
EKG der Hausärztin. Oben: Darstellung eines Herzzyklus in allen Ableitungen. Beschreibung siehe Text. Unten: Brustwandableitungen mit Arrhythmie: Der 1. QRS-Komplex entspricht einer ventrikulären Extrasystole mit links-posteriorem Ursprung (hohe R-Welle in V₁, ₂), der 2. und 3. QRS-Komplex sind Normalschläge. Der 4. QRS ist ein Fusionsschlag einer atrialen Extrasystole mit einer ventrikulären Extrasystole, deren Morphologie eine Mischung aus Normalschlag und dem ersten QRS ist. Der 5. QRS verdient besondere Beachtung: Die typische Rechtsschenkelblock-Morphologie legt einen supraventrikulären Ursprung mit aberranter Leitung nahe. Kurz nach dem QRS findet sich aber eine Sinus-P-Welle, was eine vorangegangene supraventrikuläre Aktivität praktisch ausschließt (dementsprechend ist vor QRS 5 auch keine P-Welle zu sehen). Es handelt sich also definitiv um eine ventrikuläre Extrasystole. Die typische Rechtsschenkelblock-Morphologie ist dadurch erklärbar, dass der Fokus aus dem oder aus der Gegend des linken Schenkels kommt. Bei genauer Betrachtung ist die Sinus-P-Welle verspätet: Dies ist durch die atriale Extrasystole vor QRS 4 zu erklären, die zu einer Sinusdepression führt, die bis zum Ende des Tracings anhält.

Keywords: EKG,  Kardiologie
18. Stojkovic S; Schönbauer R
EPU-Corner: Arrhythmische Schmalkomplextachykardie: „What‘s the mechanism“?
EKG
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2023; 30 (3-4): 80-83
Panel A zeigt den Beginn einer AVRT nach 2 (mechanischen) atrialen Extraschlägen mit dem „jump“.
Im Panel B sieht man das VAV-Response nach dem Entrainment von RV, die Differenzen PPI-TCL und SA-VA, sowie die Akzeleration der Tachykardie nach dem Entrainment auf Zykluslänge von 275 ms. Die genaue Analyse der intrakardialen Ableitungen im Panel Cerklärt die Ursache der abwechselnden Zykluslängen, mit AH-Zeit über „fast pathway“ von 135 ms und AH-Zeit über „slow pathway“ von 225 ms. Die Differenz zwischen beiden AH-Zeiten entspricht genau der Differenz zwischen zwei Tachykardiezykluslängen.

Keywords: EKG
19. Lichtenberger M; Burkart-Küttner D
EKG-Beispiel: Ist eine Beurteilung der ST-Strecke bei einem Schrittmacher-EKG möglich?
EKG
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2023; 30 (1-2): 36-40
Im Erst-EKG zeigt sich ein Sinusrhytmus mit regelmäßigen Schrittmacherpotenzialen ausgehend von einer Schrittmachersonde im apikalen rechten Ventrikel (LSB-artig). Bei Anwendung der Smith-Sgarbossa-Kriterien zeigen sich alle drei Kriterien positiv. In Ableitung V₂ zeigt sich bei positivem QRS-Komplex eine konkordante ST-Streckenhebung > 1 mm. Zudem zeigt sich in Ableitung V₆ bei negativem QRS-Komplex eine konkordante ST-Streckensenkung. In Ableitung V₃ zeigte sich eine S-Zacke von etwa 12 mm. Die darauffolgende ST-Strecke gemessen am J-Punkt weist eine Hebung von etwa 3 mm auf. Somit besteht eine S/ST-Ratio von 25 %. In diesem Patientenfall sind somit alle drei Smith-Sgarbossa-Kriterien positiv.

Keywords: EKG,  Kardiologie
20. Lichtenberger M; Burkart-Küttner D
EKG-Beispiel: Ist eine Beurteilung der ST-Strecke bei einem Schrittmacher-EKG möglich?
EKG
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2023; 30 (1-2): 36-40
Drittes EKG bei Inhibierung des Schrittmachers: Es besteht ein junktionaler Ersatzrhytmus bei AV-Block III, deutliche ST-Hebungen und Q-Zacken in den Ableitungen V₁–V₃ und aVR. Deutliche T-Negativierungen in II, III, aVF, V₅ und V₆. Diese T-Negativierungen sind dem sog. „cardiac memory“ geschuldet. Die Prävalenz dieses „cardiac memory“ ist sehr häufig bei Patienten mit ventrikulärer Stimulation und hat keinen Krankheitswert [2].

Keywords: EKG,  Kardiologie
21. Mair J
Interpretation des kardialen Troponin I und Troponin T im klinischen Alltag. Teil 2: Mythen // Interpretation of cardiac troponin I and troponin T in daily routine. Part 2: Myths.
Troponin T - Troponin I - Online-Abbildung 4
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2023; 30 (11-12): 293-298
Verlauf des hochsensitiven kardialen Troponin T und Troponin I bei einer 64-jährigen chronisch hämodialysepflichtigen Frau, die zu einer akuten Koronarangiographie zugewiesen wurde. Im Bezirkskrankenhaus wurde eine akute Pulmonalembolie mittels Computertomographie Angiographie der Pulmonalarterien ausgeschlossen, die Echokardiographie war bis auf einen geringen Perikarderguss unauffällig. Die Zuweisung erfolgte wegen atypische Angina pectoris bei erhöhtem hs-cTnT und negativen T-Wellen in Ableitungen V5 und V6. In der Verlaufskontrolle beider Troponine nach Transfer fand sich keine signifikante Konzentrationsänderung, das hs-cTnI war jedoch im Gegensatz zum hs-cTnT durchwegs im Normbereich. Da keine rezente Koronarangiographie vorlag, wurde diese durchgeführt, es fand sich kein Hinweis für ein akutes Koronarsyndrom oder eine relevante koronare Herzerkrankung. Adaptiert nach [24]. hs: hochsensitiv; cTnI: kardiales Troponin I; cTnT: kardiales Troponin T

Keywords: Kardiologie,  Schema
22. Mair J
Interpretation des kardialen Troponin I und Troponin T im klinischen Alltag. Teil 2: Mythen // Interpretation of cardiac troponin I and troponin T in daily routine. Part 2: Myths.
Herz-Kreislaufstillstand - Online-Abbildung 3
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2023; 30 (11-12): 293-298
50-jähriger Mann mit Laienreanimation bei Herz-Kreislaufstillstand. Bei Eintreffen des Notarztes fand sich Kammerflimmern, das erfolgreich defibrilliert werden konnte. Das EKG bei Klinikaufnahme (A) zeigt eine ausgeprägte Repolarisationsstörung in fast allen Ableitungen mit ST-Streckenhebungen in aVR. Das hochsensitive kardiale Troponin T bei Klinikaufnahme war 71,4 ng/L (Normwert < 14 ng/L). Eine relevante koronare Herzerkrankung wurde in der akut durchgeführten Koronarangiographie ausgeschlossen. Die im Anschluss durchgeführte zerebrale Computertomographie (B) zeigte eine schwere Subarachnoidalblutung aus einem großen Aneurysma der Arteria cerebri posterior sinistra. Die massive zentrale Sympathikusaktivierung im Rahmen der Subarachnoidalblutung führte zu einer sekundären Myokardischämie mit ausgeprägter Repolarisationsstörung im EKG. In unklaren Fällen ist daher eine zerebrale Computertomographie vor einer akuten Koronarangiographie dringend zu empfehlen, um derartige „Fallgruben“ auszuschließen.

Keywords: CT,  EKG,  Kardiologie
23. Stühlinger M; Schgör W
EPU-Corner: Ein faszinierender linksventrikulärer Reentry
EKG
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2022; 29 (7-8): 214-217
Intrakardiale Elektrokardiogramme während der faszikulären Tachykardie bei Lage des multipolaren Katheters (transseptal) am Septum des linken Ventrikels. Von oben nach unten sind 3 Ableitungen des Oberflächen-EKGs sichtbar (Ableitung I, aVF, V1), dann das Signal des Katheters im rechten Ventrikel (RV) und die des 10-poligen Katheters im linken Ventrikel (CS1–10). Das charakteristische spät-diastolische P1-Signal (antegrader Schenkel der VT, rote Pfeile) und P2-Purkinje-Potentiale (retrograder Schenkel der VT, blaue Pfeile) vor der frühesten ventrikulären Aktivierung (CS 3–4) während der VT werden abgebildet. Die grüne Linie markiert die antegrade und retrograde Aktivierung am Septum.

Keywords: EKG,  Kardiologie
24. Stühlinger M; Schgör W
EPU-Corner: Ein faszinierender linksventrikulärer Reentry
EKG
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2022; 29 (7-8): 214-217
12-Ableitungs-EKG bei idiopathischer, linksventrikulärer Tachykardie. Die QRS-Morphologie weist auf einen infero-apikalen linksventrikulären Ursprung hin (kompletter Rechtsschenkelblock, superiore Achse), die VA-Dissoziation (P-Wellen nur nach jedem 2. ventrikulären Schlag; rote Pfeile) beweist den ventrikulären Ursprung der Tachykardie.

Keywords: EKG,  Kardiologie
25. Pfeffer M; Fiedler L; Roithinger FX
EPU-Corner: Fallbericht einer Ablation multipler ventrikulärer Tachykardien bei schwerer ischämischer Kardiomyopathie
Oberflächen-EKG
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2022; 29 (3-4): 108-111
Links: Oberflächen-EKG der 2. Tachykardie; positiv in Ableitung I und negativ in II, III und aVF als Zeichen des inferoseptalen Exits, beinahe negative Konkordanz als Zeichen des apikalen Exits der Tachykardie. Rechts: Voltage-Map des LV mit Ansicht von septal und apikoseptal. Die Pfeile zeigen auf den Isthmus der Tachykardie. Die roten und rosa Punkte stellen die Ablationsstellen dar

Keywords: EKG,  Kardiologie
26. Burkart-Küttner D; Winter A
Editorial: Die verschiedenen Gesichter der AV-nodalen Reentry-Tachykardie (AVNRT)
AVNRT
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2022; 29 (1-2): 10-16
Typische AVNRT (slow-fast) während der EPU: intrakardiale Ableitungen. Die Zykluslänge von 360 ms entspricht 167 bpm. Ventrikel und Atrium werden fast gleichzeitig erregt. Die V-A-Zeit ist < 60 ms.

Keywords: AVNRT,  EKG,  Kardiologie
27. Strohmer B; Danmayr F; Kraus J; Motloch L; Hoppe UC
EPU-Corner: Seltene Variante eines Präexzitationssyndroms – elektrophysiologische Risikostratifizierung und Differentialdiagnostik
EPU-Katheter
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2021; 28 (5-6): 182-187
(A): EPU-Katheter in RAO-Projektion. (B): Schematische Darstellung des FV-Traktes (Isolationsdefekt des His bzw. proximalen rechten Bündels, grüner Pfeil) mit entsprechenden intrakardialen Ableitungen. (C): Elektroanatomisches Map des FV-Traktes (Pfeil) mit frühester ventrikulärer Aktivierung (weiß) im Bereich des distalen His-Bündels deutlich vor dem RVA (violett).

Keywords: EPU,  Kardiologie,  Katheter,  RAO
28. Derndorfer M; Martinek M; Aichinger J; Pürerfellner H; Kollias G
Kardiale Resynchronisationstherapie 2.0: Physiologisches Pacing – His-Bündel- und Linksschenkel-Stimulation // Cardiac resynchronization therapy 2.0: Physiological pacing – His-Bundle- and Left-Bundle-Branch-Pacing
Linksschenkel-Sonde
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2021; 28 (5-6): 158-165
EKG-Ableitungen und Signale während Implantation der Linksschenkel-Sonde: 1) Auffinden einer geeigneten His-Position bei einem Patienten mit VHF; 2) Verschmälerung des QRSKomplexes von initial 176 ms auf nunmehr 128 ms durch effektive His-Bündel- Stimulation mit 10V@1 ms; 3) Aufsuchen des interventrikulären Septums, wo durch unipolare Stimulation mit 5V@1 ms in Ableitung V1 ein Notching im LSB („w“-Pattern) bewirkt wird; 4) nach Einschrauben der LBBP-Sonde in das Septum kann während Stimulation eine Verkürzung der linksventrikulären Aktivierungszeit (LVAT), ein Zeichen für Capture des spezifischen Reizleitungssystems, erreicht werden.

Keywords: EKG,  Kardiologie,  Linksschenkel-Sonde
29. Barbieri F; Adukauskaite A; Senoner T; Rubatscher A; Schgör W; Stühlinger M; Pfeifer B; Bauer A; Hintringer F; Dichtl W
Kardiale Resynchronisationstherapie (CRT) // Cardiac Resynchronisation
Ablate und Pace Therapiekonzept
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2021; 28 (3-4): 87-92
Ablate & Pace Therapiekonzept: (A): Im ursprünglichen Langzeit-EKG zeigt sich eine unzureichende Frequenzkontrolle des Vorhofflimmerns (trotz medikamentöser Mehrfachkombination). (B): 12-Ableitungs- EKG vor und (C) nach Implantation eines CRT-Geräts mit anschließender AV-Knotenablation.

Keywords: EKG,  Kardiologie
30. Weihs W; Saurer G
Echokardiographie aktuell: Don’t forget: High-Flow-High-Gradient-Aortic Stenosis
EKG
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2021; 28 (3-4): 115-117
12-Ableitungs-EKG. AV-Block II° (2:1).

Keywords: EKG,  Kardiologie
31. Aigner A; Lambert T
EKG-Beispiel: Fallbeispiel einer Osborn-Welle bei Hypothermie
EKG
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2021; 28 (11-12): 408-409
Vollständige Rückbildung der Osborn-Wellen in den Ableitungen V4–V6 bei Normothermie.

Keywords: EKG,  Kardiologie
32. Aigner A; Lambert T
EKG-Beispiel: Fallbeispiel einer Osborn-Welle bei Hypothermie
EKG
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2021; 28 (11-12): 408-409
Osborn-Wellen (Pfeile) in den Ableitungen V4–V6 bei Hypothermie.

Keywords: EKG,  Kardiologie
33. Peters S
Neue Aspekte in der Diagnostik und Therapie der arrhythmogenen Kardiomyopathie // New aspects in diagnostics and therapy of arrhythmogenic cardiomyopathy
Beispiel einer Konfiguration
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (9-10): 340-343
Beispiel einer Konfiguration in Ableitung aVR (große Q-Zacke, kleine R-Zacke und negative T-Welle < 2 mm) und Ableitung V1 mit einer T-Inversion von > 2 mm (©S. Peters)

Keywords: Ableitung,  aVR,  EKG,  Kardiologie,  Konfiguration,  V1
34. Glaser F; Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
Vorhofflattern
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
Typisches Vorhofflattern bei einer 64-Jährigen. Die Flatterwellen (F) mit einer Frequenz von 270/min sind in den inferioren Ableitungen negativ und positiv in V1. Jede zweite F-Welle wird übergeleitet, es handelt sich daher um ein Vorhofflattern mit 2:1-AV-Überleitung. Regelmäßige atriale Rhythmen über Frequenzen von 240–250/min werden unter Ruhebedingungen und ohne Medikamenteneinfluss sehr häufig mit 2:1 AV-„Block“ übergeleitet. Der Bereich des „Normalen“ ist groß. Ein intakter AVN bietet akuten Schutz vor gefährlich hohen Frequenzen, nicht aber vor der Entwicklung einer tachykardieinduzierten Kardiomyopathie. Aus [19].

Keywords: EKG,  Vorhofflattern
35. Glaser F; Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
AV-Block
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
Totaler AV-Block im Rahmen eines inferioren Infarktes (Ableitung II). Es besteht ein regelmäßiger AVJR mit normal breiten QRS-Komplexen und pathologischen Q-Wellen. Keine Relation zum Sinusrhythmus. Siehe auch „Koronarversorgung des AV-Überleitungssystems“. Aus [19].

Keywords: AV-Block,  EKG
36. Glaser F; Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
Bi-Level-AV-Block
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
Bi-Level-AV-Block bei einem 55-Jährigen. Leistungslimitierung bei der Arbeit durch Dyspnoe und Schwindel. Holter-EKG (12,5 mm/sec Ableitung mV5). Während der Aufzeichnung überwiegend 1:1 AV-Überleitung und RSB. Oben, A: Bei nächtlicher Vagotonie Wenckebach-Typ AV-Block II, Übergang in 2:1-AV-Block: Block offensichtlich im AVN (PR vor Block länger, als danach). Unten, B: Bei körperlicher Belastung (Sinusfrequenz-Anstieg bis ca 120/ min) Wechsel zwischen 3:1, 3:2 und schließlich 2:1-AV-Block. Das Leiterdiagramm erklärt den Bi-Level-Block: Bei 2:1-Überleitung Block im HPS, bei 3:1-Überleitung Block zuerst im HPS, dann im AVN, bei 3:2-AV-Block im HPS. In diesem Fall besteht eine klare Schrittmacherindikation, da eine Progression im distalen Blockbereich (HPS) jederzeit entstehen kann. Erklärung siehe Text!

Keywords: Bi-Level-AV-Block,  EKG
37. Glaser F; Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
AVJR
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
AVJR-„Sinus-coronarius“-Rhythmus bei einer gesunden 34-Jährigen. Es sind relativ breite, in den inferioren Ableitungen negative P-Wellen mit kurzem PR-Intervall (100 msec) zu beobachten. Es handelt sich um einen akzelerierten AVJ (HF um 78/min), welcher bei jungen, gesunden Menschen als Normalvariante gilt. Aus [19]. bei einer gesunden 34-Jährigen. Es sind relativ breite, in den inferioren Ableitungen negative P-Wellen mit kurzem PR-Intervall (100 msec) zu beobachten. Es handelt sich um einen akzelerierten AVJ (HF um 78/min), welcher bei jungen, gesunden Menschen als Normalvariante gilt. Aus [19].

Keywords: AVJR,  EKG
38. Glaser F; Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
AVJR
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
AVJR mit einer Frequenz von 57/ min. bei einem gesunden 38-Jährigen. In den inferioren Ableitungen sind schmalbasige, negative, in V1 monophasisch positive P-Wellen zu beobachten. Das PR-Intervall ist sehr kurz, bzw. ist die P-Welle mit dem initialen QRS-Komplex verschmolzen. Bei höherer Frequenz besteht ein Sinusrhythmus mit normalem PR-Intervall. Es handelt sich um ein häufiges Normalphänomen. Aus [19].

Keywords: AVJR,  EKG
39. Hrncic D; Blessberger H
EKG-Beispiel: Akuter Hinterwandinfarkt mit Sinusarrest
Aufnahme-EKG
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (3-4): 102-103
Aufnahme-EKG: Sinusknotenarrest mit junktionalem Ersatzrhythmus und retrograden P-Wellen (schwarze Pfeile) nach dem QRS-Komplex in den Extremitäten­ableitungen, normaler Sinusrhythmus im Bereich der Brustwandableitungen.

Keywords: EKG,  Kardiologie,  Sinusarrest
40. Petzl A; Haindl L; Doruska N; Glaser F; Kollias G; Martinek M; Pürerfellner H; Frey B
EPU-Corner: Ablation einer inzessanten ventrikulären Tachykardie durch Mapping des diastolischen Pfades unter ECMO-Unterstützung
Diatolischer Pfad - Kritischer Isthmus
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (3-4): 104-106
Darstellung des diastolischen Pfades/kritischen Isthmus mittels Aktivierungsmap der ventrikulären Reentry- Tachykardie im apikalen Narbenareal in LAO-Projektion (nur die diastolische Aktivität wird angezeigt, die systolische Aktivität ist ausgeblendet). Oberes Bild: Oben Elektrogramm mit Darstellung des „window of interest“, welches auf die Zeit zwischen zwei QRS-Komplexen begrenzt wurde (diastolisches Mapping). Man erkennt ein frühes diastolisches Potential im intrakardialen Elektrogramm (mittlere Ableitung). Auf dem Map sind die Ablationspunkte in rot dargestellt, die Punkte ohne jegliche elektrische Voltage dunkelgrau. Der blaue Punkt (durch den Pfeil gekennzeichnet) markiert den ersten Ablationspunkt, der auch gleichzeitig die Tachykardie beendete. Unteres Bild: Die diastolische Aktivierung verläuft vom roten Areal zum violetten Areal. Der Pfeil markiert die Aktivierungsrichtung im Isthmus. Man erkennt die Ablationslinie, welche den Isthmus durchtrennt und so die Arrhythmie beendete. Die Farbskala oben rechts in den Bildern stellt die lokale diastolische Aktivierungszeit (LAT) dar: rot: frühe Diastole, violett: späte Diastole, grau: keine diastolischen Potentiale; die Systole wird nicht dargestellt.

Keywords: Kardiologie,  Reentry-Tachykardie
 

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