1.
Dreier JP;
Vajkoczy P;
Bohner G;
Graf R;
Vatter H;
Sakowitz OW;
Martus P;
Dohmen C;
Sarrafzadeh A;
Scheel M;
Major S;
Woitzik J
"Spreading Depolarization" bei Migräneaura und Schlaganfall im menschlichen Gehirn
Spreading Depolarization
Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2013; 14 (1): 8-17
„Spreading Depolarization“ beim Menschen. Die langsame Gleichstrompotenzialänderung
(„direct current“ [DC]) im Frequenzbereich unterhalb von
etwa 0,05 Hz identifiziert die „Spreading Depolarization“. Die oberen 4 Spuren
zeigen eine „Spreading Depolarization“, die sich zwischen vier 1 cm voneinander
entfernt liegenden subduralen Elektroden ausbreitet. Zu beachten ist die enorme
Größe dieser bioelektrischen Signale des Gehirns. In den darunterliegenden 4 Ableitungen
ist die „Spreading Depression“ der hirnelektrischen Aktivität im Frequenzbereich
oberhalb von 0,5 Hz des Elektrokortikogramms (ECoG) dargestellt,
die die „Spreading Depolarization“ begleitet. Deutlich erkennbar ist, dass es sich
bei „Spreading Depolarization“ und „Spreading Depression“ um 2 unterschiedliche
Signale mit unterschiedlicher Dauer handelt. Die unteren 4 Spuren zeigen, abgesehen
von Optode 2, eine im Wesentlichen physiologische zerebrale
Blutflussantwort
(ZBF) mit einem initialen Anstieg („Spreading Hyperemia“; Messung mittels
Laser-Doppler-Sonden). Optode 2 zeigt einen minimalen Abfall des Blutflusses,
der aber noch nicht als „Spreading Ischemia“ gewertet werden kann.
Keywords:
ECoG