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1. Glaser F; Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
AV-Block
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
Vorhofflimmern, hochgradiger AV-Block mit idioventrikulärem Escape-Rhythmus bei einer 72-Jährigen unter Betablocker- und Digitalistherapie. Nach einem übergeleiteten Schlag Escape mit breiten und rechtsschenkelblockartig deformierten QRS-Komplexen. Das Escape-Intervall ist konstant. Der letzte QRS-Komplex ist wieder ein übergeleiteter Schlag. Aus [19].

Keywords: AV-Block,  EKG
2. Glaser F; Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
SR - AVJR
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
SR und gleichzeitig AVJR bei einem 67-Jährigen (Zufallsbefund beim Internisten). Die P-Wellen sind mit Pfeil markiert. Es besteht eine leichte ventrikulophasische Schwankung des PP-Intervalls. Der AVJR (E) mit normal breiten QRS-Komplexen ist langsam und regelmäßig (CL 1680 msec). Zwei QRS-Komplexe sind vorzeitig: (C). Der scheinbar höhergradige AV-Block ist bedingt durch versteckte retrograde Leitung des AVJR in den AVN. Bei zwei günstigen RP-Intervallen kann eine AV-Überleitung stattfinden, weil der AVN nach der retrograden Depolarisation nicht mehr refraktär ist. Diese zwei übergeleiteten QRS haben auch eine von den Escape-Komplexen etwas abweichende Morphologie. Praktische Konsequenz: Eine Schrittmacherimplantation ist in diesem Fall nur bei klinischer Symptomatik notwendig. Aus [19].

Keywords: AVJR,  EKG,  SR
3. Glaser F; Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
AV-Block
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
Hochgradiger AV-Block. AV-junctionaler Escape-Rhythmus (E) mit 1380 msec Zykluslänge. Der 3. QRS ist ein Capture (C). Die Sinus-P-Wellen sind mit Pfeil markiert. Der QRS-Komplex ist normal breit, die Stelle des Blocks ist der AV-Knoten. Aus [19].

Keywords: AV-Block,  EKG
4. Glaser F; Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
AV-Block
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
Atropin-Gabe bei einem 75-jährigen Landwirt mit rezidivierenden Schwindelzuständen unter Belastung. Durch Erhöhung der Sinusfrequenz und Verkürzung der Überleitungszeit im AV-Knoten kommt es zu einem intrahissären 2:1-AV-Block (elektrophysiologisch nachgewiesen). Die QRS-Komplexe sind normal breit, die übergeleiteten PR-Intervalle sind ausgesprochen kurz. Der 5. QRS mit gegenüber den übrigen leicht veränderter Morphologie ist vermutlich ein Escape-Schlag aus dem oder knapp distal des geschädigten His-Bündels. (12,5 mm/sec). Aus [19].

Keywords: Atropin,  AV-Block,  EKG
5. Glaser F; Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
AV-Block
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
Überleitungsstörungen im Rahmen eines akuten RCA-Infarktes bei einem 47-Jährigen. Der obere Monitorstreifen (A) zeigt noch einen Wenckebach-TypAV-Block II bis zu einem Blockgrad von 2:1. Dann Entwicklung eines totalen AV-Blocks (B); keine Korrelation zwischen P und QRS, es besteht ein AVJ-Escape-Rhythmus. Durch eine Kurzinfusion von 400 mg Theophyllin Besserung der AV-Überleitung (C). Die QRS-Komplexe sind normal breit, die Stelle des Blocks ist im AVN (siehe „Versorgung des AV-Überleitungssystems“), die Prognose ist ausgesprochen günstig. Die Erholung des AVN kann bis zu 2 Wochen dauern: So lange soll mit der Implantation eines permanenten Schrittmachers zugewartet werden! Aus [19].

Keywords: AV-Block,  EKG
6. Glaser F; Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
AV-Block - LSB
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
Oben: 2:1-AV-Block und LSB bei einer 72-Jährigen. Einige P-Wellen links sind mit Pfeil markiert. Es besteht auch hier ein ventrikulophasisches PP-Intervall. Unten: Unter emotionalem Stress (Zählen in 3er-Schritten von 200 herunter) Steigerung der Sinusfrequenz und Entwicklung eines 3:1, später eines totalen AV-Blocks mit idioventrikulärem Escape (E) vom Bereich des linken Tawara-Schenkels (die Escape-Komplexe weisen eine RSB-artige Morphologie auf). Die Blockzone liegt im HPS. Aus [19].

Keywords: AV-Block,  EKG,  LSB
7. Glaser F; Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
Ventrikulophasische Sinusarrhythmie - Wenckebach-Typ AV-Block
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
Ventrikulophasische Sinusarrhythmie bei einer 80-jährigen Patientin im Rahmen eines RCA-Infarktes mit Entwicklung eines AV-Blocks III. Oben: Wenckebach-Typ-AV-Block mit Übergang in einen 2:1-AV-Block nach dem 4. QRS-Komplex (Block im AVN: PR vor Block > als nachher, schlanker QRS-Komplex). PP-Intervalle, die QRS-Komplexe beinhalten, sind kürzer, als P-P, die keine einschließen. Unten: Entwicklung eines AVBL III (im AVN) mit AV-Junctionalem Escape-Rhythmus (schlanke QRS-Komplexe). Auch hier bleibt die ventrikulophasische Sinusarrhythmie aufrecht. Aus [19].

Keywords: EKG,  Ventrikulophasische Sinusarrhythmie,  Wenckebach-Typ AV-Block
8. Glaser F; Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
Ashman-Phänomen - VES
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
Oben, A: Ashman-Phänomen bei einem 67-Jährigen mit tachykardem Vorhofflimmern. Nach längeren RR-Intervallen werden die ersten QRS-Komplexe mit RSB-Aberration übergeleitet (o), obwohl die Kopplungszeit dieser Komplexe deutlich länger ist als die kürzesten RR-Intervalle ohne Aberration bzw. die RR-Intervalle vor der RR-Verlängerung. Der Grund dafür ist die physiologische, frequenzabhängige Adaptierung (Verkürzung) der ERP des HPS (25 mm/sec, V1). Mitte, B: Retrograde Penetration einer VES in das HPS während einer laufenden AVNRT mit LSB-Aberration bei einer 34-Jährigen. Die Ventrikelaktivierung erfolgt über den rechten Tawara-Schenkel, dadurch wird der linke Tawara-Schenkel retrograd immer wieder depolarisiert und der LSB aufrechterhalten. Eine septumnahe VES depolarisiert beide Tawara-Schenkel („peeling back“), sodass die absolute Refraktärzeit auch des linken Tawara-Schenkels ablaufen und eine antegrade Leitung erfolgen kann, wodurch sich die Ventrikelaktivierung normalisiert. Durch diese VES wird die AVNRT nicht beeinflusst, da der Impuls nicht in den Reentry-Kreis in die AVJ penetriert. Die retrograde Aktivierung erfolgt über den FP die antegrade über den SP. Die Zykluslänge der AVNRT bleibt unabhängig von der LSB-Aberration unverändert. Unten, C: Scheinbar „supernormale Erregbarkeit“ bei einem schlecht funktionierenden VVI-Schrittmacher. Es besteht ein AVBL III (P: Sinus-P-Wellen) mit AV-Junctionalem Escape-Rhythmus (E). Es besteht ein Anstieg der ventrikulären Reizschwelle; es sind nur diejenigen Schrittmacherstimuli (S) effektiv, die auf den absteigenden Teil der T-Wellen, der Escape-Komplexe oder deren Ende fallen („supernormale Periode“). In diesem Zeitfenster ist die ventrikuläre Reizschwelle niedriger.

Keywords: Ashman-Phänomen,  EKG,  VES
 

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