2.
Glaser F;
Rohla M;
sen.
Technologie des 12-Ableitungs-Elektrokardiogramms – Review und Empfehlungen // 12-Lead electrocardiogram technology
– review and recommendations
Low-Pass-Filterung
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2025; 32 (1-2): 4-12
EKGs eines 64-jährigen
Patienten mit postmyokarditischer Kardiomyopathie
und ausgedehnten Late-
Enhancement-Arealen in der Magnetresonanztomographie.
Ein EKG wurde mit
LPF-Cut-off 40 Hz registriert, neuerliche
Registrierung mit identer Elektrodenlage
mit 150 Hz. Sinusrhythmus mit PQ 200, bifaszikulärer
Block, massive Fragmentierung
des QRS. Diese hochfrequenten Komponenten
des QRS werden bei 40-Hz-
Filterung
zu einem großen Teil weggefiltert oder abgerundet.
Die QRS-Amplitude ist in einigen
Ableitungen kleiner, in V₃ jedoch führen
die nicht aufgelösten Fragmentierungen
aufgrund eines Summierungseffekts und
Interpolation fälschlich zu einer größeren
QRS-Amplitude als bei 150-Hz-Filterung. Bei
40 Hz Filterung deutlich weniger „verzitterte“
Grundlinie. Der proprietäre HPF ist nicht
aktiviert, der Cut-off bei 0,04 Hz. Dies führt
zu deutlicher Grundlinienschwankung, die
aber die Diagnostik nicht stört.
Oben am Beginn der Aufzeichnung grobe
Grundlinienschwankung bei nicht intakter
Signalkette (meist mangelnder Elektrodenkontakt),
unten geringer, durch Atmung
verursacht.
Keywords:
EKG,
EKG-Filterung,
hohe Frequenz,
Kardiologie,
Low-Pass-Filter,
LPF-Cut-off