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Suchergebnis - Abbildungen und Graphiken
 
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1. Glaser F; Rohla M; sen.
Technologie des 12-Ableitungs-Elektrokardiogramms – Review und Empfehlungen // 12-Lead electrocardiogram technology – review and recommendations
Low-Pass-Filterung
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2025; 32 (1-2): 4-12
EKGs einer 81-jährigen Patientin. Biventrikuläre Stimulation bei Vorhofflimmern und stattgehabter Ablation des AV-Knotens. Der linksventrikuläre Stimulus erfolgt 30 msec früher als der rechtsventrikuläre. Registrierung der beiden EKGs unmittelbar hintereinander. Geändert wurde lediglich der Low-Pass-Filter von 40 auf 150 Hz (siehe technische Angaben unterhalb des Tracings).
Bei einem Cut-off von 40 Hz sind die Amplituden der Stimulationsimpulse wesentlich niedriger. Der rechtsventrikuläre Stimulus ist in den Extremitätenableitungen in beiden Registrierungen nicht zu erkennen. In den Brustwandableitungen ist dieser beim Cut-off von 40 Hz praktisch nicht, bei 150 Hz in V₄, V₅ und V₆ klar erkennbar (Pfeile). Zu beachten ist auch die wesentlich höhere Amplitude der QRS-Komplexe beim Cut-off von 150 Hz. Die Grundlinie erscheint im Vergleich mit 40 Hz etwas „verzittert“.

Keywords: EKG,  EKG-Filterung,  hohe Frequenz,  Kardiologie,  Low-Pass-Filter,  LPF-Cut-off
2. Glaser F; Rohla M; sen.
Technologie des 12-Ableitungs-Elektrokardiogramms – Review und Empfehlungen // 12-Lead electrocardiogram technology – review and recommendations
High-Pass-Filter
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2025; 32 (1-2): 4-12
Anwendung eines digitalen HPF mit 0,56-Hz-Cut-off, verglichen mit 0,04 Hz: Das Kürzel ADS kennzeichnet die Anwendung eines proprietären digitalen „Zero Phase Distortion-“ (ZPD-) Filters. Das Kurvenbild bleibt unverändert. Der in V₂ milde „baseline shift“ wird eliminiert, alle QRS-Komplexe befinden sich auf gleicher Höhe.

Keywords: EKG,  EKG-Filterung,  High-Pass-Filter,  HPF-Cut-off,  Kardiologie,  niedrige Frequenz
3. Kaufmann B; Glaser F
EKG-Beispiel: Leiterdiagramm für Experten
EKG
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2024; 31 (9-10): 246-249
EKG einer 78-jährigen Patientin. Grundrhythmus Sinusrhythmus mit einer Frequenz von 88/min. Es besteht ein „Group Beating“; nach 3 PQRST-Zyklen mit zunehmender PQ-Verlängerung ist regelhaft eine Pause zu beobachten. Alle QRS-Komplexe vor den Pausen weisen am Ende Deformierungen auf, die schmal, spitz und in III negativ sind (A, Pfeile). Es handelt sich um ein 2-Bahn-Phänomen mit einem AV-nodalen Reentry: Die letzte AV-Überleitung vor der Pause (PQ-Zunahme von 350 auf 440 msec) erfolgt aufgrund einer Blockierung des Fast Pathway (β) über den Slow Pathway (α), und wird über den Fast Pathway retrograd auf die Vorhöfe zurückgeleitet (eine Umkreisung, Reentry). Durch Reset des Sinusknotens entsteht eine Pause. In V₁ verursacht die retrograde simultane atriale Aktivierung eine schmale, positive P-Welle („Rabbit Ear“, B, Pfeil), wie bei einer typischen AV-Knoten-Reentry-Tachykardie. Dieser Mechanismus wird mittels Leiterdiagramm (B unten) und auch schematisch (C) dargestellt. Es besteht eine Kombination aus AV-Überleitungsstörung, und 2-Bahn-Physiologie. Aufgrund der auf den ersten Blick schwer zu erkennenden retrograden P-Welle wird dieses Phänomen auch „Empty Wenckebach“ genannt. Nachdem hier der AVN-Reentry Vorhof und Kammer erreicht, ist das Konzept der Common Pathways hier nicht erforderlich, um den Erregungsablauf darzustellen. Aus: [Rohla M, Glaser F, Littmann L. EKG-Beispiel: AV-Block II. Grades Typ „Empty“ Wenckebach. J Kardiol 2003; 10: 394].

Keywords: EKG,  Kardiologie
4. Derndorfer M
Beendet Conduction System Pacing die Ära des CRT // Does conduction system pacing end the era of the CRT
His-Bündel-Stimulation
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2024; 31 (1-2): 18-26
His-Bündel-Stimulation („His Bundle Pacing“, HBP) (© M. Derndorfer). (A): Nicht-selektives HBP mit sowohl Stimulation des spezifischen Reizleitungssystems als auch des angrenzenden septalen Myokards, sodass hier ein grundsätzlich sehr schlanker QRS-Komplex entsteht, der initial aber durch zusätzliches Myokard-Capture etwas verbreitert wirkt (Vergleich Präexzitation/„Delta Welle“ beim WPW-Syndrom). (B): Selektives HBP, wo die Sonde perfekt am His verankert ist und bei entsprechendem Output auch nur dieses stimuliert. Die Erregung erfolgt somit zuerst über das Reizleitungssystem (intrinsisch 35–55 ms; stimuliert bis ca. 80 ms), bis es dann zur Myokard-Erregung kommt, erkennbar an einer kurzen isoelektrischen Linie zwischen Stimulus und QRS.

Keywords: His-Bündel-Stimulation,  Kardiologie,  Schema
5. Burkart-Küttner D; Nürnberg M; Zweiker D
Empfehlungen zur Nachsorge von konventionellen Herzschrittmacher-Systemen // Recommendations for aftercare of conventional cardiac pacemaker systems
EKG
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2023; 30 (9-10): 209-216
Hier kann man gut einen Exitblock auf Vorhofebene erkennen: isoelektrische Linie und keine P-Welle nach dem Vorhofspike, dafür retrograde Vorhoferregung direkt nach dem QRS-Komplex. (Quelle: SM-Ambulanz; Hanusch-Krankenhaus, Wien)

Keywords: EKG,  Kardiologie
6. Nimpf J; Glaser F
EKG-Beispiel: Infarktdiagnostik bei Linksschenkelblock
EKG
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2023; 30 (5-6): 144-147
Vor-EKG des Patienten aus dem Jahr 2018: SR (Sinusrhythmus) mit Frequenz 64/min, überdrehter Linkstyp bei linksanteriorem Hemiblock mit geringem zusätzlichen, unspezifischen Leitungsblock mit S-Persistenz bis V₆, PQ 150 ms, QRS-Komplex 115 ms, sowie unauffälligen ST-Strecken

Keywords: EKG,  Kardiologie
7. Nimpf J; Glaser F
EKG-Beispiel: Infarktdiagnostik bei Linksschenkelblock
EKG
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2023; 30 (5-6): 144-147
EKG der Hausärztin. Oben: Darstellung eines Herzzyklus in allen Ableitungen. Beschreibung siehe Text. Unten: Brustwandableitungen mit Arrhythmie: Der 1. QRS-Komplex entspricht einer ventrikulären Extrasystole mit links-posteriorem Ursprung (hohe R-Welle in V₁, ₂), der 2. und 3. QRS-Komplex sind Normalschläge. Der 4. QRS ist ein Fusionsschlag einer atrialen Extrasystole mit einer ventrikulären Extrasystole, deren Morphologie eine Mischung aus Normalschlag und dem ersten QRS ist. Der 5. QRS verdient besondere Beachtung: Die typische Rechtsschenkelblock-Morphologie legt einen supraventrikulären Ursprung mit aberranter Leitung nahe. Kurz nach dem QRS findet sich aber eine Sinus-P-Welle, was eine vorangegangene supraventrikuläre Aktivität praktisch ausschließt (dementsprechend ist vor QRS 5 auch keine P-Welle zu sehen). Es handelt sich also definitiv um eine ventrikuläre Extrasystole. Die typische Rechtsschenkelblock-Morphologie ist dadurch erklärbar, dass der Fokus aus dem oder aus der Gegend des linken Schenkels kommt. Bei genauer Betrachtung ist die Sinus-P-Welle verspätet: Dies ist durch die atriale Extrasystole vor QRS 4 zu erklären, die zu einer Sinusdepression führt, die bis zum Ende des Tracings anhält.

Keywords: EKG,  Kardiologie
8. Lichtenberger M; Burkart-Küttner D
EKG-Beispiel: Ist eine Beurteilung der ST-Strecke bei einem Schrittmacher-EKG möglich?
EKG
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2023; 30 (1-2): 36-40
Im Erst-EKG zeigt sich ein Sinusrhytmus mit regelmäßigen Schrittmacherpotenzialen ausgehend von einer Schrittmachersonde im apikalen rechten Ventrikel (LSB-artig). Bei Anwendung der Smith-Sgarbossa-Kriterien zeigen sich alle drei Kriterien positiv. In Ableitung V₂ zeigt sich bei positivem QRS-Komplex eine konkordante ST-Streckenhebung > 1 mm. Zudem zeigt sich in Ableitung V₆ bei negativem QRS-Komplex eine konkordante ST-Streckensenkung. In Ableitung V₃ zeigte sich eine S-Zacke von etwa 12 mm. Die darauffolgende ST-Strecke gemessen am J-Punkt weist eine Hebung von etwa 3 mm auf. Somit besteht eine S/ST-Ratio von 25 %. In diesem Patientenfall sind somit alle drei Smith-Sgarbossa-Kriterien positiv.

Keywords: EKG,  Kardiologie
9. Lichtenberger M; Burkart-Küttner D
EKG-Beispiel: Ist eine Beurteilung der ST-Strecke bei einem Schrittmacher-EKG möglich?
EKG
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2023; 30 (1-2): 36-40
Zweites EKG 3h nach Erstpräsentation: Im Vergleich zum Erst-EKG sind dynamische EKG-Veränderungen über der Vorderwand sichtbar, mit positiven QRS-Komplexen in V₁ und V₂ mit konkordanter Hebung der ST-Strecke.

Keywords: EKG,  Kardiologie
10. Lichtenberger M; Burkart-Küttner D
EKG-Beispiel: Ist eine Beurteilung der ST-Strecke bei einem Schrittmacher-EKG möglich?
EKG
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2023; 30 (1-2): 36-40
Erstes EKG bei Aufnahme in der Zentralen Notaufnahme: Sinusrhythmus mit normaler P-Wellenmorphologie, überdrehter Linkstyp, SM-induzierte Kammerkomplexe mit für eine apikale Sondenposition typischem LSB, konkordante ST-Hebung in V₂ gemessen am J-Punkt > 1 mm. Konkordante ST-Senkungen in V₆ > 1 mm. Bemerkenswert und für uns nicht erklärbar ist, dass der QRS-Komplex in V₂ positiv ist, wohingegen dieser in V₁ und V₃ negativ ist.

Keywords: EKG,  Kardiologie
11. Pfeffer M; Fiedler L; Roithinger FX
EPU-Corner: Fallbericht einer Ablation multipler ventrikulärer Tachykardien bei schwerer ischämischer Kardiomyopathie
Intrakardiales EKG
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2022; 29 (3-4): 108-111
Links: Intrakardiales EKG während der Tachykardie; die markierten Signale wurden mittels multipolarem Katheter dokumentiert und befinden sich zwischen 2 QRS-Komplexen, sogenannte mitt- und spätdiastolische Potentiale als Zeichen des Isthmus und des Exits der Tachykardie. Rechts: Voltage-Map des linken Ventrikels nach Optimierung der Voltage-Einstellungen (0,05–0,15 mV). Die weißen Pfeile zeigen den Kreislauf der Tachykardie, die roten Pfeile markieren den Isthmus (Penta1–2) und Exit (Penta7–8) der Tachykardie.

Keywords: EKG,  Kardiologie
12. Pfeffer M; Fiedler L; Roithinger FX
EPU-Corner: Fallbericht einer Ablation multipler ventrikulärer Tachykardien bei schwerer ischämischer Kardiomyopathie
Oberflächen-EKG
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2022; 29 (3-4): 108-111
Oberflächen-EKG der ventrikulären Tachykardie, der in rot markierte QRS-Komplex wird rechts größer dargestellt; negativ in I, positiv in III und biphasisch in II als Zeichen eines lateralen Exits der Tachykardie; biphasisch in V₁–V₃ und positiv in V₄– V₆ als Zeichen eines Exits basales bis mittleres Drittel des LV.

Keywords: EKG,  Kardiologie
13. Burkart-Küttner D; Winter A
EKG-Beispiel: Plötzlicher Herztod und AV-nodale Reentry-Tachykardie (AVNRT) – Zufall oder Zusammenhang?
EKG
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2022; 29 (1-2): 44-47
Während EPU ausgelöste AVNRT: rhythmische Schmalkomplextachykardie mit einer Zykluslänge (CL) von 360 ms (= 167 bpm). Nachdem Ventrikel und Vorhof nahezu zeitgleich erregt werden, ist die P-Welle im QRS-Komplex versteckt und daher nicht sichtbar („slow-fast-type").

Keywords: EKG,  Kardiologie
14. Burkart-Küttner D; Winter A
Editorial: Die verschiedenen Gesichter der AV-nodalen Reentry-Tachykardie (AVNRT)
AVNRT
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2022; 29 (1-2): 10-16
Slow-slow-AVNRT mit Adenosin beendet. In der Tachykardie negative Vorhoferregungen, die vom QRS-Komplex deutlich abgesetzt sind. Unauffällige ST-Strecke im Sinusrhythmus.

Keywords: AVNRT,  EKG,  Kardiologie
15. Burkart-Küttner D; Winter A
Editorial: Die verschiedenen Gesichter der AV-nodalen Reentry-Tachykardie (AVNRT)
AVNRT
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2022; 29 (1-2): 10-16
Slow-slow-AVNRT. Das retrograde negative P ist vom QRS-Komplex deutlich abgesetzt.

Keywords: AVNRT,  EKG,  Kardiologie
16. Burkart-Küttner D; Winter A
Editorial: Die verschiedenen Gesichter der AV-nodalen Reentry-Tachykardie (AVNRT)
AVNRT
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2022; 29 (1-2): 10-16
Typische AVNRT (slow-fast) bei einem Patienten mit vorbekanntem RSB: Hier sind die P-Wellen vom QRS-Komplex überlagert.

Keywords: AVNRT,  EKG,  Kardiologie
17. Burkart-Küttner D; Winter A
Editorial: Die verschiedenen Gesichter der AV-nodalen Reentry-Tachykardie (AVNRT)
AVNRT
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2022; 29 (1-2): 10-16
Telemetrische Aufzeichnung einer typischen AVNRT (slow-fast): Nach dem zweiten Sinusschlag sieht man die initiierende atriale Extrasystole mit verlängerter PQ-Zeit („jump“).Während der Tachykardie sieht man direkt am Ende des QRS-Komplexes das retrograde P.

Keywords: AVNRT,  EKG,  Kardiologie
18. Burkart-Küttner D; Winter A
Editorial: Die verschiedenen Gesichter der AV-nodalen Reentry-Tachykardie (AVNRT)
AVNRT
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2022; 29 (1-2): 10-16
Klassisches Bild einer Slow-fast-AVNRT im 12-Kannal-EKG: Die Pfeile markieren das retrograde P („Pseudo-R“ in V1 und „Pseudo-S“ in II, III, aVF unmittelbar nach dem QRS-Komplex

Keywords: AVNRT,  EKG,  Kardiologie
19. Hrncic D; Blessberger H; Nahler A; Hönig S; Steinwender C
EPU-Corner: Anfallsartige, mittels Adenosin terminierbare rhythmische Breitkomplextachykardie
EKG
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2022; 29 (11-12): 320-324
Anfallstachykardie mit einer Kammerfrequenz 130/min; P-Wellen unmittelbar nach dem QRS-Komplex erkennbar, P-Wellenmorphologie hinweisend auf einen Ursprung aus dem Bereich des AV-Knotens (pos. in I, aVR, aVL, V6, neg. in III, aVF).

Keywords: EKG,  Kardiologie
20. Zweiker D; Nürnberg M
Neue Entwicklungen bei antibradykarden Systemen // New developments in antibradycardiac systems
EKG
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2021; 28 (7-8): 223-226
Oberflächen-EKG und bipolares Signal einer His-Bündel-Sonde während eines Reizschwellentests im Rahmen einer Schrittmacher-Implantation. (A): Im Sinusrhythmus ist ein His-Signal an der His-Sonde ableitbar (). (B): Bei Stimulation ≥ 2,8 Volt erfolgt eine nicht-selektive Stimulation des His-Bündels, der QRS-Komplex ist schmal, aber wirkt im Vergleich zum Sinusrhythmus geringfügig verändert. (C): Bei Stimulation unter 2,8 Volt wird nur das Myokard im Bereich des His-Bündels stimuliert, der QRS-Komplex ist somit breit. © David Zweiker, erstellt mit GIMP 2.10.22

Keywords: EKG,  His-Bündel,  Kardiologie
21. Strohmer B; Danmayr F; Kraus J; Motloch L; Hoppe UC
EPU-Corner: Seltene Variante eines Präexzitationssyndroms – elektrophysiologische Risikostratifizierung und Differentialdiagnostik
Wenckebach-Verhalten
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2021; 28 (5-6): 182-187
Wenckebach-Verhalten. Inkrementelle atriale Stimulation (CL 260 ms) resultiert in progressiver Zunahme des AH-Intervalls bis zum Ausfall der Vorhofüberleitung. Nur minimale frequenzabhängige Änderungen der QRS-Komplexe durch leichte Rechtsverspätung.

Keywords: Kardiologie,  Wenckebach-Verhalten
22. Derndorfer M; Martinek M; Aichinger J; Pürerfellner H; Kollias G
Kardiale Resynchronisationstherapie 2.0: Physiologisches Pacing – His-Bündel- und Linksschenkel-Stimulation // Cardiac resynchronization therapy 2.0: Physiological pacing – His-Bundle- and Left-Bundle-Branch-Pacing
QRS-Komplex
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2021; 28 (5-6): 158-165
Vergleich: intrinsischer QRS-Komplex (176 ms), LBBP (QRS 118 ms) mit anfangs noch negativen T-Wellen im Sinne eines „cardiac memory“ und RV-Pacing (QRS 180 ms).

Keywords: Kardiologie,  Linksschenkel-Stimulation,  QRS-Komplex
23. Petzl A; Haindl L; Ladenbauer M; Doruska N; Martinek M; Frey B
EPU-Corner: Ablation bei arrhythmogener rechtsventrikulärer Kardiomyopathie – Management eines Patienten mit Naxos-Syndrom
Naxos-Syndrom
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2021; 28 (1-2): 32-35
Epikardiales elektroanatomisches Map des rechten Ventrikels aus RAO Ansicht. (a): Voltagemap: Die Farbskala (rechts oben) spiegelt die Voltage wider (rot [< 0,5 mV] = Narbe, violett [> 1,5 mV] = gesund, Farbabstufung dazwischen = Übergangszone). Das bunte Areal, durch einen weißen Kreis markiert, deutet demnach auf ein inhomogenes Narbenareal im Bereich des rechtsventrikulären Ausflusstraktes/rechtsventrikulärer freier Wand hin. (b): Aktivierungsmap: Die Farbskala spiegelt die lokale Aktivierungszeit (im Vgl. zum QRS-Komplex) wider. Dabei können Areale später Aktivierung identifiziert werden (rot = früheste Aktivierung, violett = späteste Aktivierung). Eine späte Aktivierung deutet auf eine verzögerte Leitung und somit auf ein pathologisches Myokardareal hin. (c): Intrakardiale Elektrogramme aus dem pathologischen Areal. Deutlich zu erkennen sind fraktionierte Signale und Spätpotentiale. Entsprechend der Farbkodierung des Aktivierungsmaps werden die Potentiale umso später, je tiefer man sich im pathologischen Areal befindet.

Keywords: Kardiologie,  Naxos-Syndrom
24. Glaser F; Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
AV-Block
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
Vorhofflimmern, hochgradiger AV-Block mit idioventrikulärem Escape-Rhythmus bei einer 72-Jährigen unter Betablocker- und Digitalistherapie. Nach einem übergeleiteten Schlag Escape mit breiten und rechtsschenkelblockartig deformierten QRS-Komplexen. Das Escape-Intervall ist konstant. Der letzte QRS-Komplex ist wieder ein übergeleiteter Schlag. Aus [19].

Keywords: AV-Block,  EKG
25. Glaser F; Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
SR - AVJR
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
SR und gleichzeitig AVJR bei einem 67-Jährigen (Zufallsbefund beim Internisten). Die P-Wellen sind mit Pfeil markiert. Es besteht eine leichte ventrikulophasische Schwankung des PP-Intervalls. Der AVJR (E) mit normal breiten QRS-Komplexen ist langsam und regelmäßig (CL 1680 msec). Zwei QRS-Komplexe sind vorzeitig: (C). Der scheinbar höhergradige AV-Block ist bedingt durch versteckte retrograde Leitung des AVJR in den AVN. Bei zwei günstigen RP-Intervallen kann eine AV-Überleitung stattfinden, weil der AVN nach der retrograden Depolarisation nicht mehr refraktär ist. Diese zwei übergeleiteten QRS haben auch eine von den Escape-Komplexen etwas abweichende Morphologie. Praktische Konsequenz: Eine Schrittmacherimplantation ist in diesem Fall nur bei klinischer Symptomatik notwendig. Aus [19].

Keywords: AVJR,  EKG,  SR
26. Glaser F; Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
AV-Block
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
Totaler AV-Block im Rahmen eines inferioren Infarktes (Ableitung II). Es besteht ein regelmäßiger AVJR mit normal breiten QRS-Komplexen und pathologischen Q-Wellen. Keine Relation zum Sinusrhythmus. Siehe auch „Koronarversorgung des AV-Überleitungssystems“. Aus [19].

Keywords: AV-Block,  EKG
27. Glaser F; Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
AV-Block
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
Hochgradiger AV-Block. AV-junctionaler Escape-Rhythmus (E) mit 1380 msec Zykluslänge. Der 3. QRS ist ein Capture (C). Die Sinus-P-Wellen sind mit Pfeil markiert. Der QRS-Komplex ist normal breit, die Stelle des Blocks ist der AV-Knoten. Aus [19].

Keywords: AV-Block,  EKG
28. Glaser F; Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
AV-Block
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
Atropin-Gabe bei einem 75-jährigen Landwirt mit rezidivierenden Schwindelzuständen unter Belastung. Durch Erhöhung der Sinusfrequenz und Verkürzung der Überleitungszeit im AV-Knoten kommt es zu einem intrahissären 2:1-AV-Block (elektrophysiologisch nachgewiesen). Die QRS-Komplexe sind normal breit, die übergeleiteten PR-Intervalle sind ausgesprochen kurz. Der 5. QRS mit gegenüber den übrigen leicht veränderter Morphologie ist vermutlich ein Escape-Schlag aus dem oder knapp distal des geschädigten His-Bündels. (12,5 mm/sec). Aus [19].

Keywords: Atropin,  AV-Block,  EKG
29. Glaser F; Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
AV-Block II
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
Intrahissärer AV-Block II (Mobitz II, Typ 2) bei einer 80-Jährigen. Oben (A): Monitorableitung mit Entwicklung eines 2:1-AVBlocks. Das PR-Intervall ist kurz und konstant. B: Standardableitungen I und II bei weiterbestehendem 2:1-AV-Block. C: Intrakardiales EKG, abgeleitet von der Ventrikelsonde während Implantation eines Zweikammer-Schrittmachersystems. Die Sonde wurde kurz in His-Position gebracht und zeigt einen 2:1-AV-Block mit zwei His-Potentialen (H1, H2) bei den übergeleiteten und einem (H1) bei den im His-Bündel blockierten Impulsen. Dieser Block entsteht daher innerhalb des His-Bündels, die QRS-Komplexe sind normal breit. Das AH-Intervall (entspricht der Leitung im AV-Knoten) ist normal. Aus [19].

Keywords: AV-Block II,  EKG
30. Glaser F; Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
AV-Block
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
Überleitungsstörungen im Rahmen eines akuten RCA-Infarktes bei einem 47-Jährigen. Der obere Monitorstreifen (A) zeigt noch einen Wenckebach-TypAV-Block II bis zu einem Blockgrad von 2:1. Dann Entwicklung eines totalen AV-Blocks (B); keine Korrelation zwischen P und QRS, es besteht ein AVJ-Escape-Rhythmus. Durch eine Kurzinfusion von 400 mg Theophyllin Besserung der AV-Überleitung (C). Die QRS-Komplexe sind normal breit, die Stelle des Blocks ist im AVN (siehe „Versorgung des AV-Überleitungssystems“), die Prognose ist ausgesprochen günstig. Die Erholung des AVN kann bis zu 2 Wochen dauern: So lange soll mit der Implantation eines permanenten Schrittmachers zugewartet werden! Aus [19].

Keywords: AV-Block,  EKG
31. Glaser F; Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
Wenckebach-Typ AV-Block
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
Wenckebach Typ AV-Block II: Das PR-Intervall vor dem Block ist länger als danach. Die QRS-Komplexe sind normal breit. Group beating: Die erste Sequenz entspricht einem 4:3 Wenckebach-Zyklus, die zweite einem 6:5. Dann wiederholt sich die erste Sequenz. Es handelt sich um einen „typischen“ Wenckebach AV-Block: Das RR Intervall nach dem Block (960 msec) ist länger als vor dem Block (920 msec). Aus [19].

Keywords: EKG,  Wenckebach-Typ AV-Block
32. Glaser F; Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
AVNRT
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
Antegrade 2-Bahn-Physiologie bei einer 42-Jährigen mit Palpitationen mit nachgewiesener AVNRT. In der Nacht (Holter-EKG) spontaner Wechsel zwischen antegrader Slow- und Fast-Pathway- Leitung. Die Ventrikelaktivierung erfolgt bis zum 4. QRS-Komplex über den Slow Pathway mit deutlich verlängerter AV-Zeit, dann Switch auf den Fast Pathway. Dieser Wechsel zwischen den AV-Überleitungszeiten kann wegen der unterschiedlichen Ventrikelfüllung klinische Beschwerden verursachen.

Keywords: AVNRT,  EKG
33. Glaser F; Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
„Empty“ Wenckebach
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
„Empty“ Wenckebach auf Basis der 2-Bahn-Physiologie des AV-Knotens. Grundrhythmus Sinusrhythmus mit einer Frequenz von 88/min. Nach 3 PQRST-Zyklen mit zunehmender PQ-Verlängerung ist immer eine Pause zu beobachten, wie bei WenckebachTyp AV-Block II. Die Pausen sind aber scheinbar leer; die blockierte Sinus-P-Welle fehlt! Bei genauer Betrachtung weisen jedoch alle QRS-Komplexe vor den Pausen Deformierungen des terminalen Anteils auf, die schmal, spitz und in III negativ sind (A, Pfeile). Es handelt sich um ein 2-Bahn-Phänomen; die letzte AV-Überleitung vor der Pause erfolgt über den Slow Pathway (α, mit einer PQ-Zunahme von 350 auf 440 msec), und wird über den Fast Pathway (β) retrograd auf die Vorhöfe zurückgeleitet. Die Pause entsteht durch Resettierung des SN. In V1 verursacht die retrograde atriale Aktivierung eine schmale, positive P-Welle („rabbit ear“) (B, Pfeil), wie auch bei typischer AV-Knoten-Reentry-Tachykardie. Der Mechanismus der 2-Bahn-Physiologie mit Block im Fast Pathway, anschließender antegrader AVÜberleitung über den Slow Pathway und Reentry über den Fast Pathway wird mittels Leiterdiagramm (B, unten) und auch schematisch (C) dargestellt. Es handelt sich um eine 78-jährige Patientin mit rezidivierenden paroxysmalen Schmal-QRS-Komplex- Tachykardien. Die elektrophysiologische Untersuchung bestätigte die Diagnose einer typischen AV-Knoten-Reentry-Tachykardie, die mittels Slow- PathwayAblation erfolgreich behandelt wurde. Aus [19, 25].

Keywords: EKG,  Schema,  „Empty“ Wenckebach
34. Glaser F; Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
AV-Knoten-Reentry
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
Schematische Darstellung des typischen AV-Knoten-Reentry. Der Sinus-Impuls wird unter Basisbedingungen über den Fast Pathway (β) antegrad übergeleitet (links oben). Ein frühzeitiger und im (refraktären) Fast Pathway blockierter Impuls kann über den Slow Pathway (α) übergeleitet werden. Der Impuls kann unter „günstigen“ Umständen über den Fast Pathway umkehren (rechts oben, A); es entsteht damit ein AV-Knoten-Reentry-Schlag mit retrograder P-Welle am Ende des QRS-Komplexes. Die weiteren Umkreisungen ergeben das typische Bild einer AV-Knoten-Reentry-Tachykardie (rechts oben, B). Unten die Auslösung der AV-Knoten-Reentry durch eine atriale Extrasystole, welche über den Slow Pathway übergeleitet wird. Die retrograden P-Wellen mit „typisch junctionaler“ Morphologie sind am Ende des QRS-Komplexes abgrenzbar. Aus [19].

Keywords: AV-Knoten-Reentry,  Schema
35. Glaser F; Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
AV-junctionale ES
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
AV-junctionale ES bei einer 83-jährigen Patientin als Zufallsbefund. Bei den beiden AV-junctionalen ES (*) sind die retrograden P-Wellen unmittelbar am Beginn des QRS-Komplexes abzugrenzen (negativ in aVF, positiv in V1). Das P-QRS-Verhältnis entspricht der Variante A in Abb. 14. Aus [19

Keywords: AV-Junctionale ES,  EKG
36. Glaser F; Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
AV-Junctionale Rhythmen
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
Leitungsmöglichkeiten bei AV-Junctionalen Rhythmen. Wird der Impuls retrograd (auf die Vorhöfe) schneller als antegrad (auf die Ventrikel) übergeleitet, erscheint die P-Welle unmittelbar am Anfang des QRS-Komplexes (A). Ist die antegrade und retrograde Leitung gleich schnell, wird das P im QRS „versteckt“ (B). Meistens ist das retrograde P aber unmittelbar nach dem QRS lokalisiert, weil die retrograde Leitung typischerweise etwas langsamer ist als die antegrade (C). Es kann eine Interferenz im AV-Überleitungssystem mit einem Vorhofimpuls entstehen (D), auch ein retrograder Block ist möglich (E). Die Möglichkeiten (B) und (E) können anhand des Oberflächen-EKGs nicht differenziert werden. (F): Ausschließlich retrograde Leitung der AVJ-Ektopie. (G): Es können in der AV-Junction auch bidirektional blockierte Depolarisationen entstehen. Dieses Phänomen ist am Oberflächen-EKG kaum zuzuordnen und erscheint als eine (unerwartete) Pause. Aus [19].

Keywords: AV-Junctionaler Rhythmus,  EKG
37. Glaser F; Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
AVJR
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
AVJR mit einer Frequenz von 57/ min. bei einem gesunden 38-Jährigen. In den inferioren Ableitungen sind schmalbasige, negative, in V1 monophasisch positive P-Wellen zu beobachten. Das PR-Intervall ist sehr kurz, bzw. ist die P-Welle mit dem initialen QRS-Komplex verschmolzen. Bei höherer Frequenz besteht ein Sinusrhythmus mit normalem PR-Intervall. Es handelt sich um ein häufiges Normalphänomen. Aus [19].

Keywords: AVJR,  EKG
38. Glaser F; Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
Ventrikulophasische Sinusarrhythmie - Wenckebach-Typ AV-Block
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
Ventrikulophasische Sinusarrhythmie bei einer 80-jährigen Patientin im Rahmen eines RCA-Infarktes mit Entwicklung eines AV-Blocks III. Oben: Wenckebach-Typ-AV-Block mit Übergang in einen 2:1-AV-Block nach dem 4. QRS-Komplex (Block im AVN: PR vor Block > als nachher, schlanker QRS-Komplex). PP-Intervalle, die QRS-Komplexe beinhalten, sind kürzer, als P-P, die keine einschließen. Unten: Entwicklung eines AVBL III (im AVN) mit AV-Junctionalem Escape-Rhythmus (schlanke QRS-Komplexe). Auch hier bleibt die ventrikulophasische Sinusarrhythmie aufrecht. Aus [19].

Keywords: EKG,  Ventrikulophasische Sinusarrhythmie,  Wenckebach-Typ AV-Block
39. Glaser F; Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
Ashman-Phänomen - VES
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
Oben, A: Ashman-Phänomen bei einem 67-Jährigen mit tachykardem Vorhofflimmern. Nach längeren RR-Intervallen werden die ersten QRS-Komplexe mit RSB-Aberration übergeleitet (o), obwohl die Kopplungszeit dieser Komplexe deutlich länger ist als die kürzesten RR-Intervalle ohne Aberration bzw. die RR-Intervalle vor der RR-Verlängerung. Der Grund dafür ist die physiologische, frequenzabhängige Adaptierung (Verkürzung) der ERP des HPS (25 mm/sec, V1). Mitte, B: Retrograde Penetration einer VES in das HPS während einer laufenden AVNRT mit LSB-Aberration bei einer 34-Jährigen. Die Ventrikelaktivierung erfolgt über den rechten Tawara-Schenkel, dadurch wird der linke Tawara-Schenkel retrograd immer wieder depolarisiert und der LSB aufrechterhalten. Eine septumnahe VES depolarisiert beide Tawara-Schenkel („peeling back“), sodass die absolute Refraktärzeit auch des linken Tawara-Schenkels ablaufen und eine antegrade Leitung erfolgen kann, wodurch sich die Ventrikelaktivierung normalisiert. Durch diese VES wird die AVNRT nicht beeinflusst, da der Impuls nicht in den Reentry-Kreis in die AVJ penetriert. Die retrograde Aktivierung erfolgt über den FP die antegrade über den SP. Die Zykluslänge der AVNRT bleibt unabhängig von der LSB-Aberration unverändert. Unten, C: Scheinbar „supernormale Erregbarkeit“ bei einem schlecht funktionierenden VVI-Schrittmacher. Es besteht ein AVBL III (P: Sinus-P-Wellen) mit AV-Junctionalem Escape-Rhythmus (E). Es besteht ein Anstieg der ventrikulären Reizschwelle; es sind nur diejenigen Schrittmacherstimuli (S) effektiv, die auf den absteigenden Teil der T-Wellen, der Escape-Komplexe oder deren Ende fallen („supernormale Periode“). In diesem Zeitfenster ist die ventrikuläre Reizschwelle niedriger.

Keywords: Ashman-Phänomen,  EKG,  VES
40. Glaser F; Rohla M
Phänomene, erworbene Störungen und Therapie der atrioventrikulären Leitung – ein Update // Phenomena, acquired disorders and therapy of the atrioventricular conduction
Ashman-Phänomen
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 276-301
Ashman-Phänomen: Pulmonalvenenextrasystole mit Auslösung von kurzem, selbstlimitierendem Vorhofflimmern bei einer 67-jährigen Patientin mit symptomatischem paroxysmalem Vorhofflimmern (Holter-EKG-Aufzeichnung). In dieser Sequenz werden die ersten zwei QRS-Komplexe mit Rechtsschenkelblock- (RSB-) Aberration übergeleitet (*). Aus [19].

Keywords: Ashman-Phänomen,  EKG
 

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