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1. Felber SR
Endovaskuläre Behandlung von fusiformen Aneurysmen und Blister-Aneurysmen mit flusskorrigierenden Stents // Flow Diversion in the Treatment of Intracranial Fusiform Aneurysms and Blister Aneurysms
Dissektionsaneurysma
Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2021; 22 (4): 176-184
Die 45-jährige Patientin hatte über einige Tage Nackenschmerzen, dann Vernichtungskopfschmerz. Im CT (a) zeigte sich eine präpontine Blutansammlung. Im MRT (b) waren ältere und frischere Blutabbauprodukte nachweisbar. Die Angiographie (c) bestätigte ein fusiformes Aneurysma des rechten proximalen intraduralen V4-Segmentes mit vorgeschalteter Stenose. Ein Mikrokatheter wurde durch das Aneurysma in das distale V4-Segment eingeführt und darüber ein flusskorrigierender Stent (p64 3,5 × 21 mm, Phenox, Bochum, Deutschland) vorgebracht. Ein zweiter Mikrokatheter wurde im Aneurysma positioniert und darüber eine Coil vorbereitet (d). Während der flusskorrigierende Stent freigesetzt wurde, erhielt die Patientin die gewichtsadaptierte Initialdosis Eptifibatid (Intergrilin®, Glaxo Smith Kline, München, Deutschland) über den Führungskatheter. Gleichzeitig wurden über den zweiten Mikrokatheter Coils in das Aneurysma eingebracht und dann 500 mg Aspirin (Aspirin i.v., Bayer AG, Leverkusen, Deutschland) intravenös gegeben (e). Die intravenöse Erhaltungsdosis Eptifibatid wurde für 24h weitergeführt. Im Anschluss wurde für 12 Monate eine duale Thrombozytenaggregationshemmung mit ASS 100 mg/d und Clopidogrel 75 mg/d durchgeführt. Die Angiographiekontrolle nach einem Jahr (f) zeigte das behandelte V4-Segment mit normalem Kaliber, das Aneurysma war ausgeschaltet, es bestand kein neurologisches Defizit.

Keywords: AngiographieCTDissektionsaneurysmaflusskorrigierender Stentfusiformes AneurysmaMRTNeurochirurgie
2. Gruber A; Knosp E
Therapie rupturierter zerebraler Aneurysmen: Behandlungsoptionen und derzeitige Studienlage // Ruptured Intracranial Aneurysms: Treatment Options and Data from Recent Trials
Coil-Embolisation
Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2016; 17 (3): 90-100
Stentgestützte Coil-Embolisation. (a) Angiogramme der Vertebralarterien zeigen ein atypisches rupturiertes Aneurysma des distalen Basilarisstammdrittels. (b, c) In einem ersten Behandlungsversuch wird eine ballongestützte Coil-Embolisation vorgenommen, um den sakkulären Teil des Aneurysmas in der Akutphase nach aSAB verschließen zu können. Die konventionellen Behandlungsoptionen der Mikrochirurgie bzw. der Coil-Embolisation erscheinen im konkreten Fall nicht möglich. (d) In einer Kontrollangiographie eine Woche nach Erstbehandlung zeigt sich ein deutliches Aneurysmarezidiv, was die Vermutung einer Basilarisdissektion nahelegt. (e) In einem Zweiteingriff wird ein Stent vom dissezierten Basilarisstamm in das P1-Segment der linken Arteria cerebri posterior gelegt und das Rezidivaneurysma durch stentgestützte Coil-Embolisation behandelt. (f) Im 3-Jahres-Follow-up zeigt sich das behandelte Aneurysma stabil verschlossen. Konventionelle Stents alleine tragen nicht zum Aneurysmaverschluss bei, sie werden von den Herstellern selbst als non-occlusive devices bezeichnet, d. h. sie dienen nur zur Abstützung der anschließend eingebrachten Coils. Im konkreten Fall wurde 1 Woche nach aSAB die zur intrakraniellen Stentimplantation erforderliche, doppelt thrombozytenaggregationshemmende Medikation modifiziert (Aspirin und – aufgrund seiner Antagonisierbarkeit im Blutungsfall – Heparin, Verzicht auf Clopidogrel in der Akutphase), was das Risiko von In-stent-Thrombosen und ischämischen Komplikationen bei solchen Eingriffen weiter erhöht. Solange weder heparin-coated noch drug-eluting Stents für die intrakranielle Anwendung – ohne die Notwendigkeit zur begleitenden Antikoagulation in der Akutphase nach aSAB – verfügbar sind, muss die Stentimplantation zur Behandlung rupturierter Aneurysmen Sonderfällen wie dem dargestellten vorbehalten bleiben. Möglicherweise werden in Zukunft Flowdiverter in dieser Indikation zum Einsatz kommen.

Keywords: AneurysmaAngiographieCoil-EmbolisationNeurochirurgieStent
3. Michalski T; Weixlbaumer H; Schuler J; Hofer-Dückelmann C; Prinz E; Beindl W; Pichler M
Deutliche Unterbehandlung von älteren Patienten mit bekannter koronarer Herzerkrankung (KHK) - Daten aus dem Salzburger Pharmakovigilanzzentrum (PVZ)
ASS - Clopidogrel
Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2011; 18 (9-10): 308-311
Patienten ohne Behandlung mit einem Thrombozytenaggregationshemmer (ASS oder Clopidogrel). (a): bei Aufnahme; (b): bei Entlassung. GIT-KI: gastrointestinale Kontraindikationen; OAK: orale Antikoagulation mit Kumarinen

Keywords: ASSClopidogrelDiagrammKardiologieThrombozytenaggregationshemmer
4. Gruber A; Bavinzski G; Standhardt H; Knosp E
Multimodale Therapie zerebraler Aneurysmen. Klinische, technische und angiographische Kriterien in der Entscheidungsfindung
Zerebrale Aneurysmen
Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2007; 8 (3): 16-26
Indikationen und Kontraindikationen für die verfügbaren Techniken zur Behandlung zerebraler Aneurysmen. In dieser Matrix grün unterlegte Felder stellen allgemein gesprochen gängige bzw. zumindest mögliche Indikationen für die jeweilige Therapieform dar, gelb unterlegte Felder problematische Konstellationen und rot unterlegte Felder Kontraindikationen. Die Indikationen und Kontraindikationen der "Balloon remodelling"-Technik decken sich weitgehend mit denen der endosakkulären Coil-Embolisation. Da sich, anders als bei der Technik des "Balloon remodellings" und der Verwendung des nicht mehr verfügbaren "TriSpan Device", bei der stentgestützten Coil-Embolisation durch die erforderliche thrombozytenaggregationshemmende Medikation spezielle Problemstellungen ergeben, wurde anstelle des Überbegriffes "Neck-bridging devices" in dieser Tabelle der Titel "Stent + Coil" gewählt. (Clip: mikrochirurgische Klippung; Coil: rekonstruktive endosakkuläre Embolisation; Stent + Coil: stentgestützte Coil-Embolisation; PAO: "Parent artery occlusion", d. h. therapeutischer Gefäßverschluß; PAO + EIAB: therapeutischer Gefäßverschluß unter Bypaßschutz; Flow Modif.: Flow-Modifikations-Techniken; "Small neck": enger Aneurysmenhals; "Wide neck": breiter Aneurysmenhals; SAH +: rupturiertes Aneurysma; SAH –: unrupturiertes Aneurysma; ICH: raumfordernde intrazerebrale Blutung durch Aneurysmaruptur; Angio +: Aneurysma- und Gefäßmorphologie aus präoperativer Bildgebung exakt bekannt; Angio –: suboptimale präoperative Bildgebung; Morb +: erhebliche extrazerebrale Begleiterkrankungen mit erhöhtem Operationsund Narkoserisiko; Morb –: keine wesentlichen Begleiterkrankungen; HH +: Hunt- Hess-Stadium > 3; HH –: Hunt-Hess-Stadium ≤ 3; Ant. Circ.: Aneurysma der vorderen Zirkulation; Post. Circ.: Aneurysma der hinteren Zirkulation; VSP +: posthämorrhagischer Vasospasmus klinisch, angiographisch oder TCD sonographisch bzw. Behandlungszeitpunkt an Tag 4–12 nach Subarachnoidalblutung; VSP –: kein Vasospasmus).

Keywords: AneurysmaBehandlungNeurochirurgieTechnik
 

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