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Praxisrelevanz
Domschke K
Praktische Bedeutung der Genetik bei Angststörungen

Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2014; 15 (2): 90-95

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Aussagen prädiktiver (z. B. in utero) oder prognostischer Art auf der Grundlage von genetischen Untersuchungen lassen sich aktuell und auf absehbare Zeit nicht treffen [90, 91]. Der genetischen Forschung bei Angsterkrankungen kommt allerdings sowohl perspektivisch als auch jetzt schon in zweierlei Hinsicht große Bedeutung zu:
1. Zum einen kann das wachsende Verständnis von biologischen Entstehungsfaktoren von Angststörungen durch genetische Befunde zur Entwicklung innovativer Therapieansätze – wie z. B. das NPS-System targetierender anxiolytischer Substanzen [92] – beitragen.
2. Zum anderen ist denkbar, dass auf der Basis pharmakound psychotherapiegenetischer Befunde in Zukunft individuelle, prädiktive genetische Profile hinsichtlich des Ansprechens auf eine anxiolytische Therapie generiert werden könnten. Damit wäre eine individuell angepasste gezieltere Anwendung von therapeutischen Optionen („personalisierte Medizin“) möglich, die zu einem rascheren Behandlungserfolg und damit einer verkürzten Leidenszeit für die betroffenen Patienten sowie einer signifikanten Kostenersparnis im Gesundheitssystem führen könnte.
 
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